• Platte der Woche #274

    0

    24/01/2016 · Marian · Kategorie: Allgemein,Musik,Platte der Woche ·

    CHYMERA

    Es ist wieder Sonntag, Zeit für eine neue Platte der Woche. Die Monate in Irland prägen mich sehr, der Fokus in der Musik schärft sich und die neuen Eindrücke müssen verarbeitet werden. Die Wahl für die Platte der Woche fiel zufälliger Weise wieder auf einen gebürtigen Iren. Chymera lebt in Berlin und hat vor vier Jahren eine wundervolle und sehr gefühlvolle Schallplatte veröffentlicht. Auf der Death By Misadventure Part 1 EP zeigt er ein hohes Gespür für Melodien und wie er diese klanglichen Themen in den Vordergrund bringen kann. Mit den Moll produzierten Tonspuren schafft er eine mystische Stimmung.
    Die Remixe sind nicht zu vergessen. Beide stammen von angesehenen Produzenten. King Britt fügt eine boomende Bassspur und eine behaglich klingende Stimme hinzu. Steve Moore baut auf einen spacigen Synthesizer und einem schwerfälligem Bass.
    Die Platte hat mich eine lange Zeit begleitet. Auch ist sie in meinem letzten Mix Type X für die Ewigkeit konserviert.

    Viel Spaß beim hören und genießen.
    Marian

    CHYMERA – Death By Misadventure Part 1

    Label: Connaisseur
    Format: 12inch
    Country: Germany
    Released: Oktober 2012
    Genre: Electronic
    Style: Techno

     


    Platte der Woche #265

    1

    22/11/2015 · Vivian Koch · Kategorie: Allgemein,Berlin,Platte der Woche ·

    snts-the-rustling-of-the-leaves-july-15

    Wenn SNTS eins schafft, dann ist es den Charakter seiner Musik wahrhaftig überzeugend auszudrücken. Abgesehen vom äußeren Stil, bewegt sich dieser Produzent in seinen Sets auf einem eher schmalen Grad zwischen Furcht, angsteinflößenden elektronischen Elementen und doch Begeisterung. Ich beobachte diesen Künstler erst seit zwei Jahren und lasse mich seither immer wieder von seinem düsteren, industriellen Stil mitreißen.
    Das Album ‘The Rustling Of The Leaves’, welches dieses Jahr auf seinem Label SNTSrecords erschien, präsentiert insgesamt 8 sagenhafte Stücke. Ich habe versucht eine Beschreibung meines Empfindens beim Durchhören dieser LP festzuhalten. Beim ersten Track ‘Leniency’ muss ich auf jeden Fall mit dem Rücken auf dem blanken Boden liegen, um diese Energie völlig aufsaugen zu können. Ich schwebe förmlich zwei bis drei Zentimeter über den Boden und beginne dabei meine Tagträume weiter auszuschmücken. ‘Oblivion’ kann man perfekt zu Beginn eines sphärischen Technoabends spielen, gefolgt von einer anderen Variante des Tracks des bisher eher aus der Öffentlichkeit zurückhaltenden Acts “Polar Inertia”. Um ehrlich zu sein, warte ich auf diesen tunnelähnlichen Remix seit über einem Jahr. Als großer Fan von Edit Select, der mir im Dezember 2014 im Ifz einen neuen Zugang zu hartem und kühlen Sound öffnete, stößt man immer wieder auf SNTS Einflüsse. Mein aller erster Gedanke, als er diese Nummer spielte, war ‘das kann nur von SNTS sein, alles andere würde mich wundern, oder jemand hat diesen Stil geklaut. Die Nummer ist zwischenzeitlich sogar in Vergessenheit geraten, aber als das Album veröffentlicht wurde, konnte ich mich beim Durchklicken sofort daran erinnern. ‘Backwoods’ bedeutet in der klassischen Übersetzung Hinterwäldler. Das Thema wird durch dieses wiederkehrende, kreischende Element völlig verkörpert. Auf irgend eine Art und Weise verspüre ich durch die aufregenden Details, das Verlangen nach Umsicht und mehreren Perspektiven, was Dinge in der Natur oder im Alltag betrifft. Vielleicht ist es das Ziel, fordernd zu klingen und in dem Falle eine Botschaft zu vermitteln, deshalb auch die ertappende Struktur in diesem Stück. Der fünfte Track ist für meinen Geschmack der Ruhigste auf der Platte, welcher durch Hi-Hats nur etwas antreibender wirkt. ‘Remission’ ist einer meiner Lieblinge. Ich verbinde diesen Track mit etwas Hoffnungsvollem, Strömenden, was letztendlich keinem Ende ausgesetzt ist. Gleichzeitig ist es genau die Art von Techno, die ich zu Beginn einer Berghain-Nacht am liebsten höre. Um einen runden Abschluss zu finden, verbirgen die beiden letzten Stücke ‘Estrangement’ und ‘Woods trappend in the Ground’ wieder eine ziemlich kühle Stimmung, in die man reinfinden kann, wenn man WILL.

    Wenn ihr neugierig geworden seid, dann schaut euch unbedingt die seit drei Wochen von Dommune veröffentlichten “Part 1&2″ auf Youtube an. OUUU EMM TSCHI !

    Eure Vivian

     

     

    Label: SNTS Records
    Format: Vinyl, 12″
    Country: Germany
    Released: 2015
    Genre: Techno
    Style: Ambient, Industrial


    Platte der Woche #262

    0

    01/11/2015 · Baba Sikander · Kategorie: Allgemein,Platte der Woche ·

    airecslp001_500x500

    Vor gut einem Monat ist meine erste Veröffentlichung als Baba Sikander auf einer überraschend anders klingenden Techno-EP erschienen. Diese Compilation heißt „Fresh Air, Vol.1“ und wurde anläßlich des zweijährigen Label-Geburtstags von Animal Instincts Recordings verlegt. Daher gibt es diesmal von mir einen kleinen Beitrag in (nicht nur) eigener Sache.

    Der erste der fünf Tracks heißt „Tanzen Auf Trümmern“ und ist zu einer Zeit entstanden, in der mir zweifelsohne einige Themen schwer auf dem Gemüt lagen. Genau wie dieser Hinkelstein von Bassline, den ich mit vielen kleinen Klopfern, großen Schlägen und stetigem Rumgekratze zu bearbeiten versuche, während überall kleine Klänge absplittern die in rhythmischer Kakophonie durch die Szenerie wirbeln…  Leider hat es der Umlaut im Titel des Tracks nicht durch die digitale Infrastruktur eines englischen Labels geschafft. Aber vielleicht reisen die zwei kleinen Ü-Pünktchen ja auch nur weiter in die USA und versuchen „uber“ zu finden.

    Meinem reichlich überladenen Trümmertanz folgend, geht es mit „Dimension Seeker“ weiter, einem Track von Axlr8te, der bis vor kurzem noch als Junkuhn. durch die Clubs gezogen ist. Hier treffen vordergründig klare Strukturen auf überraschende Einsätze und zahlreiche unerwartete Drehungen und Wendungen im Aufbau. Die Spannung zwischen den aufgeräumten Sounds und den teilweise schwer zu greifenden, dennoch einfachen Pattern trägt stark zum Oldskool-Charakter dieses Techno-Tracks bei.

    “Eastern Promise” von Rough Control schlägt eine ganz andere Richtung als der Vorgänger ein und spielt mit vordergründigem Chaos welches sich nach einiger Zeit als ziemlich wohlgeordnet herausstellt – ähnlich wie Autoverkehr in Hyderabad. Und genauso wie es Spaß macht sich dem Chaos solchen Strassenverkehrs auszuliefern, macht es nach etwas anfänglichen Stress genauso Spaß, sich aufmerksam durch das Gewusel dieses Tracks zu hören und dabei flink die Spuren zu wechseln.

    Mit „Russell’s Missed Opportunity“ verlässt diese Compilation den Pfad der geraden Beats und folgt Laurence Reed in einen weiten Raum der sich nach und nach mit ein wenig reflektierter Melodie anbei perkussiven Allerleis füllt. Vor diesem auf seinen einlullenden Charakter reduzierten Hintergrund erzählt sein Drumkit die Geschichte der legendären Rave-Känguruhs, die es tatsächlich geschafft haben, diesem Herren namens Russel zu entwischen – was mir ehrlich gesagt ziemlich sympathisch ist.

    Zum Abschluß hat die Compilation wieder ein Stück mit viel technoidem Retro-Charme zu bieten. Rational aufgebaut, klar strukturiert und stets vom Zusammenspiel einer angenehm sturen Bassline und einem minimalistischen Lead nach vorne getrieben. „On The Rise“ von Extreme Darkness hält eindeutig die vom Titel versprochene Richtung ein und jeder sollte für sich selbst rausfinden, wohin die führt.

    Insgesamt ist dieser von Gitte Verfuehrt klasse gemasterte Release von einer durchgängigen technoiden Kantigkeit und einem gewissen subtilen Humor gezeichnet. Aber das dürfte sich vielleicht nicht gleich beim Erstkontakt erschließen…

     

    Bis zum nächsten Mal,
    Euer Baba Sikander

     

     

    Various – Fresh Air, Vol. 1
     
    Label: Animal Instincs Recordings
    Format: Digital
    Country: UK
    Released: 2015
    Genre: Electronic
    Style: Techno

     

     


    Platte der Woche #260

    0

    18/10/2015 · Marian · Kategorie: Allgemein,Berlin,Musik,News,Platte der Woche,Scene ·

    Aera - You Know You EP

    Die Wahl der Platte der Woche für diesen Sonntag fiel mir relativ leicht. Jeder der mich und meine DJ Sets kennt, wird sicher nicht über die Wahl verwundert sein. Aera’s You Know Juno Veröffentlichung auf Maeve Records nutzt dabei warme Arpeggios und eine dunkle hypnotische Bassline. Der Remix des irischen Produzenten The Drifter ist mein persönlicher Favorit auf der Platte. Er schafft es dem Track mit dem Hinzufügen treibender Beats und der Steigerung der Bassline mehr Kick zu verleihen. Ich mag diese Art von Spannungsladungen. Deshalb habe ich die Platte in mein letztes Mixtape Type X mit eingebaut.

    Viel Spaß beim hören.
    Marian

    Aera – You Know Juno

    Label: Maeve
    Format: 12inch
    Country: Germany
    Released: Februar 2015
    Genre: Electronic
    Style: Techno

     


    Schmerzvolle Abschiede…

    0

    15/10/2015 · clemens · Kategorie: Allgemein ·

    Liebe Freunde. Leider muss ich für eine weile aus gesundheitlichen Gründen ruhiger machen und mich zurück ziehen. Nach dem sehr arbeitsintensivem Sommer, in dem ich dankenswerter Weise einen würdigen Schlußstrich unter meine aktive Rolle in der Veranstaltungs- und DJ-Welt setzen durfte (danke an alle, die in diesem Weg unterstützt haben), hat mich die Nachbereitung und persönliche Vorbereitung auf die kommenden Herausforderungen ein wenig überfordert. Bitte versteht, dass ich in den nächsten Wochen dieses Profil von allen nicht persönlich bekannten Menschen bereinigen muss. Ich trete auch vom DJ-Projekt Niemand & Keiner und allen Residencys zurück und freue mich darauf endlich wieder einfach tanzen gehen zu können (an alle Clubbetreiber – ja, das schlechte Monitoring war bereits einige Monate eine Qual. Keiner will seine Lieblingstracks in schlechtem Sound hören). Ich werde nach kleiner Erholungspause das persönliche Gespräch suchen. Glücklicherweise liegen mir aus dem letzten Sommer noch mehr als 30 Stunden Mitschnitte von Garbicz, Möhre, Sisy, Kater, Sternfeld, Bucht und und und und vor – gemeinsam mit “Autoposter” werden also bei vergangener Releasefrequenz noch einige Monate hier und da Sets zu hören sein. Die bereits eingegangenen Gig-Verpflichtungen werde ich natürlich wahrnehmen – insbesondere auf Thailand freue ich mich sehr (und mein radebrechendes Thai zu testen, wird da besonders spannend). Ansonsten bitte ich euch, euch direkt an Thomas Sinneswandel zu wenden oder das persönliche Gespräch zu Erklärung zu suchen. Sobald meine derzeitige Verfassung und Situation es zu lässt, werde ich weitere Erklärungen versuchen – gerade ist mir nichts dergleichen möglich. Ich danke allen Wegbegleitern und begeisterten Tänzern und freue mich endlich wieder neben euch die Musik auf großer Anlage hören zu dürfen – ich habe es von ganzem Herzen vermisst! Danke auch an alle, die die unglaublichen Dinge im Kulturbereich mit möglich gemacht haben – all das hätte ich mir nie träumen lassen. Mit dem Verlassen des bereits 2007 mit Kombinatsgründung eingeschlagenem Weg, geht für mich eine der prägensten Zeiten meines Lebens zu Ende. Hoffentlich werden die nächsten 7/8 Jahre ein wenig mehr Ruhe und persönliche Reife bringen. Ich liebe euch, meine lieben Kapitäne und Kapitäninnen. Danke für euer Vertrauen und eure Zuneigung.
    Clemens


    Type X mixed by Dee Pol

    0

    05/10/2015 · Marian · Kategorie: Allgemein,Berlin,Musik,News,Thüringen ·
    Artwork by Florian Burghardt

    Artwork by Florian Burghardt

     

     

    Etwas mehr als ein Jahr ist vergangen, seitdem DeePols letzter Mix veröffentlich wurde. “Viel zu lang!” findet er und packt die Gelegenheit beim Schopf, uns die kalten und nassen Herbsttage zu erhellen. Mit “TypeX” nimmt er einen digitalen Fingerabdruck der analogen Finessen, die sein plattenkoffer zu bieten hat. Ob nun zuhause oder im Auto; zum losgehen oder zum ankommen; diese 80 Minuten legen sich wie eine Flauschedecke aufs Gemüt und machen Alltagsmelancholie vergessen.

    Liebe Grüße aus Dublin
    Marian

     

    More than a year has passed since DeePol last dropped a mix on us. “Way to long!” as he thinks and so he took the opportunity to lighten up these cold and lousy autumn days. “TypeX” pulls a digital fingerprint of the analogous refinement his record case has to offer. At home or in the car; to get going or to wander in; these eighty minutes cover your mood like a cozy blanket and make your everyday sorrow disappear.

    with the best wishes from Dublin
    Marian


    Seite: Zurück 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 ...21 22 23 Weiter