• Platte der Woche #279

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    28/02/2016 · Philipp · Kategorie: Platte der Woche ·

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    Sonntag – die Platte der Woche steht an – und es soll etwas Würdiges geboten werden. Ich höre mich durch die alten Sets und mir kommen so viele klasse Tracks zu Ohren, dass ich mich kaum entscheiden kann. Sie sind für mich der Soundtrack meiner wilden sweet-sixteen-Jahre bis in meine roaring twenties hinein. Musikrichtungen und dadurch erzeugte Grenzen spielen für mich keine Rolle, entweder es gefällt oder es regt sich nichts.

    Ähnlich unbefangen geht wohl auch das Krause Duo ran, das sich als Erschaffer meiner Platte der Woche herausstellt. Die beiden Jenaer DJ’s Metaboman und Carlson Basu haben eine ganz eigene Art ihre Tracks und Sets zu basteln. Im Jahre 2009 veröffentlichten sie auf dem von Wendelin Weissbach (Metaboman) gegründeten Label Musik Krause die Platte ‘Beans In Sandals Part 2′ die den kostbaren Schatz birgt.
    Mit ‘Brauserie’ haben sie nach dem anfänglichen Gescharre eine sich über alles erhebende Melodie geschaffen, die einen nur noch schwer los lässt.
    Wenn sie erklingt, fühle ich.

    Over and out!
    Philipp

    Das Krause Duo ‎– Beans In Sandals Part 2

    Label: Musik Krause ‎– MK 30
    Format: Vinyl, 12″, EP, 45 RPM
    Country: Germany
    Released: 08.06.2009
    Genre: Electronic
    Style: Tech House, Minimal

    Tanz+Klangkombinat Podcast – Jeremias Künstler -”First World Problems”

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    22/02/2016 · Martin Anacker · Kategorie: Musik,Podcast ·

    Die erste Episode des neuen Jahres kommt vom Freund des Houses Jeremias Künstler. Das symphatische Kommodemitglied steht für genreübergreifenden Hörgenuss ohne starre Grenzen! Mit “First World Problems” liefert er eine gute Stunde angenehmster Unterhaltung. Überzeugt euch selbst.

    Mit besten Grüßen
    euer Martin

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    Tracklist:

    1. Barnt – 0221 51025Xx (Intro)- Magazine
    2. Faster – Presiune – Ruere Records
    3. Creepy Autograph – Night Stalker – Valentine Connexion
    4. Aroma Pitch – Portal – Aroma Pitch Recordings
    5. Swilen Oschatz – Acid Walter – Bayou Records
    6. Marquis Hawkes – Outta This Hood – Clone Jack For Daze
    7. Fjaak – RUSH – 50WEAPONS
    8. Paranoid London – Paris Dub 2 – Paranoid London
    9. Barnt – Chapelle – Hinge Finger Records
    10. Mike Ash – Nitric – Super Rhythm Trax
    11. Inner City – Big Fun – 10Records
    12. Head High – Rave (Dirt Mix) – Power House
    13. Hot Chip – Unknown (Carl Graig Rmx) – White Label
    14. Jeremiah R – Interplanetary Phenomenon Unit – Enklav.
    15. Maceo Plex – Wash Away My Tears (Solar Sampler EP) – Ellum / ELL029
    16. Bicep – Just – Aus Records
    17. Barnt – 1/1 – Magazine
    18. Fatima Yamaha – Between Worlds – Dekmantel


    Platte der Woche #278

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    21/02/2016 · Julius Herfurth · Kategorie: Platte der Woche ·

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    Es war eine Frage der Zeit, dass mir eine Platte unterkommt, die es verdient gehört zu werden, ohne dass sie eine Platte ist. Und nun ist es schlussendlich passiert…
    In den unendlichen Weiten der Musiklandschaft scheint es zwei große Arten zu geben, auf welche Weise man seine eigens komponierten, kleinen Meisterwerke unters Volk bringen kann. Hat man Glück, ein je nach internationaler Wetterlage und Massengeschmack mehr oder weniger stark ausgeprägtes Talent und die Fähigkeit sich in einem Käfig voller Raubtiere zu behaupten, dann wird man früher oder später Vertragspartner eines Major-Labels und verdient so lang gutes Geld, als dass man im endlosen Strudel neuer Anwärter auf den eigenen Platz noch Oberwasser behält. Der zweite Weg und von vielen als der sympathischere betrachtet, ist wohl die Anstrengung über ein Indie-Label, welches je nach Bekanntheit, kleinere bis mittelgroße Auflagen verzeichnen kann und bei dem meist kaum jemand wirklich Geld verdient. Es geht eben um die Leidenschaft zur Musik und darum lieben wir unsere winzigen White-Labels, die Sparten-Genres bedienen und uns regelmäßig zwar recht unbekannte aber doch qualitativ hochwertige Produkte vermitteln.

    Aber was, wenn ich keine Chance habe auf Kontakte zu Major oder Indie? Was, wenn ich in einem Land lebe, in dem vollkommen andere Arten von Musik gemocht werden, als diejenige, welche ich produziere? Was, wenn mein gespartes Geld gerade ausgereicht hat, mir Ableton oder irgend eine andere DAW zu leisten und ich eben nicht mal eben nach Berlin, Paris, London oder wohin auch immer fliegen kann, um dort ein neues Leben im Zeichen der elektronischen Musik zu beginnen? Noch vor 15 Jahren hatte man dann einfach Pech gehabt und andere, privilegiertere Menschen teilten den Kuchen unter sich. Und heute? Nun heute gibt es einen dritten Weg. Das Net-Label und vorrangig dessen bekanntestes Forum “Bandcamp”.

    Da ich neben dem doch sehr luxuriös mit Vinyl ausgestatteten House/Techno-Bereich auch viel in Richtung Ambient, Downbeat, etc. höre und verarbeite, führt mich mein Weg zwangsweise immer wieder auf diese Website. Und hat man sich erst einmal mit der nach wie vor etwas sperrigen Bedienung angefreundet, steht einem nichts im Weg, die hier verborgenen Diamanten freizubuddeln. Und solch ein Edelstein ist auch meine heutige Empfehlung.

    Über HOME  weiß ich kaum etwas und auch seine Infos bei facebook sind eher trist. Das macht aber nichts, es geht ja hauptsächlich um das Klangliche. Als Kind der Achtziger und durch meine jahrelange Auseinandersetzung mit der Dark- und New-Wave-Szene habe ich eine ausgeprägten Hang zu allem, was sich musikalisch in diesem Bereich bewegt. Auch “Before the Night”, das letzte Album des amerikanischen Künstlers entstammt diesen Retro-Sphären. Da werden scharfe Analog-Synthies mit betagt anmutenden Drum-Samples gemischt, tragende Arpeggio-Sequenzen treffen auf Tremolo-Pads und Upbeat-Arrangements. Die Bilder, welche diese Musik erzeugt könnten kitschiger nicht sein und dennoch versprühen sie einen gewissen Reiz: Schulterpolster und Slippers, Dauerwellen und Sportwagen, “Miami Vice” und “Magnum” versetzen uns gute 30 Jahre in der Zeit zurück. Und doch ist die Musik dort nicht stehen geblieben. Deutlich hörbare Einflüsse des 21 Jahrhunderts bestimmen die Zusammenstellung der Gesamtkomposition und so wirkt das, was HOME hier abliefert nicht altbacken oder eingestaubt, sondern zeitgemäß und ist jede Sekunde der Aufmerksamkeit des Hörers wert. Ein unaufgeregtes Album dessen knapp 45 Minuten viel zu schnell vorbei gehen und das es verdient, mehr als nur einmal gehört zu werden. Und für nur 1$ wird man hier finanziell nicht wahnsinnig zurück geworfen. Ein Soundtrack für mentale Strandfahrten auch im Winter! Es lohnt sich.

    Also denn, genießt es, bleibt neugierig und sucht doch mal selbst, was sich bei bandcamp sonst noch versteckt…

    Bis zum nächsten Mal,

    der Julius von solid rotation

    HOME – Before the Night

    Label: Midwest Collective
    Format: Download, bandcamp
    Country: USA
    Release Date: 28.12.2014
    Genre: Synth-Wave


    Platte der Woche #277

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    14/02/2016 · Julia Meusel · Kategorie: Platte der Woche ·

    Jim Cassady & Pablo - Selchower Str

    Auf einer Fusion lernte ich zufällig einen Typen kennen. Eine typische Bachstelzen-Begegnung: genauso unterhaltsam wie flüchtig. Aber was wir uns beim Tanzen abwechselnd ins Ohr brüllten, blieb bei mir hängen. Wir stellten fest, dass wir im gleichen Sommer noch ein weiteres Festival auf der Agenda hatten – ich als stinknormaler Gast und er als Live-Act. Ein paar Wochen später sah ich ihn dann auf der Bühne stehen. Er trug eine venezianische Maske mit einem überdimensionierten Federschmuck im Gesicht, hatte eine Gitarre umgehängt, sang in ein Mikro, bediente nebenher einen Laptop und gleichzeitig jede Menge bunt blinkende Tasten und Knöpfe. Ich war ziemlich beeindruckt von dieser Koordinationsfähigkeit aber vor allem war ich fasziniert von dem Sound, den dieser Mensch dort oben ganz allein kreierte.

    In eine ähnliche Richtung geht auch das Erscheinungsbild von Jim Cassady & Pablo, nur mit weniger Federn, weniger Gesang und weniger Koordinationsaufwand für den Einzelnen. Auch das akustische Endergebnis ist ein anderes aber die Art und Weise handgemachte Musik zu produzieren beeindruckt gleichermaßen. Dank des französischen Produzenten und DJs Jim Cassady, der in Berlin den Nährboden für sein Schaffen gefunden hat, steht auf ihrer allerersten EP „Selchower Str.“ immer eine frischer Beat im Vordergrund – für meinen Geschmack ein bisschen zu frisch und oberflächlich – wenn sich Gitarrist Pablo nicht einmischen würde! Da er das aber tut, entwickelt sich jeder Track zu einer ganz eigenen Klangwelt. Zusammen mit musikalischen Stilmitteln aus aller Welt produzieren Jim Cassady & Pablo vielleicht keine Techno-Kracher, die euch dazu bringen, ekstatisch die Arme in die Luft zu reißen, aber sie schaffen einen alternativen Sound, der das Potenzial zum Soundtrack des nächsten Sommers hat und das finde ich fabelhaft!

    - Julia

    Jim Cassady & Pablo – Selchower Str.

    Label: DreamAwake
    Country: Germany
    Release Date: 2016-01-20
    Genre: Electronic
    Style: Tech House

    Platte der Woche #276

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    07/02/2016 · Baba Sikander · Kategorie: Allgemein,Platte der Woche ·

    Magnutze - Mandan Tribe (Album Cover 2400x2400)_all_rights_reserved_Magnutze+AnandaRieber_big
    Es ist meiner Meinung nach beim Auflegen dramaturgisch nicht ganz unsinnig, gelegentlich gewohnte Muster und Frequenzen zu filetieren, in überschaubare Häppchen zu zerteilen und den Fokus wieder auf das Wesentliche zu lenken. Nicht nur aus diesem Grund findet Magnutzes Musik häufig einen Weg in meine Sets. Seine geschliffenen Sounds, ungewohnt arrangierten Pattern und überraschenden Motive sind erfrischend und setzen immer wieder spielerische Akzente.

    Wie das Schicksal es will, habe ich die große Freude bereits vorab ein Ohr auf sein Ende Februar erscheinendes Album werfen zu können. Der Titel „Mandan Tribe“ hat mich neugierig gemacht und auf ein nordamerikanisches Volk gestoßen, das bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts am Oberlauf des Missouri siedelte und für einen reichhaltigen Schatz an Tänzen und Ritualen bekannt war. Kulturell nicht ganz unsensibel rauche ich daher eine Friedenspfeife und lege den Technohauptschalter um…

    Nach einem meditativen Intro das mich umarmt und willkommen heißt, werde ich entführt von treibenden, sich ständig um sich selbst drehenden Mustern – dabei immer zuverlässig aber überraschend morphend. Sie wechseln mit Momenten in denen plötzlich alles auseinander zu fallen scheint. Momente in denen sich neue Räume öffnen. Momente, in denen man plötzlich am Lagerfeuer sitzt und einer alten Geschichte lauscht. Spannende, erdige Rhythmen stolpern über verschlungene Pfade und führen wieder zusammen. Klares Licht bricht durch die Wipfel, wird von Wasser reflektiert. Ich fühle Themen, die in der Natur und im Selbst wurzeln. Geschichten von Freude und Schmerz, von Mut und Inspiration von Werden und Vergehen…

    Da ist zum Beispiel der dritte Song „Kambô“, der in warmer Stimmung an einer dezent gespielten Gitarre entlang hüpft. Da sind Worte die an etwas erinnern und zu etwas inspirieren und eine Idee. Ein provozierender Gedankenfunke. Ein Klang, der lockt und fordert. Ein Muster, das sich dem Zugriff entziehen will. Was nur anfänglich gelingt…

    Oder der Track „Love Life“, der mit angenehm herzlichen Streichern und einem kindlichen Piano vor einem teils sehr verspulten Hintergrund spielt. Hier wird wieder zusammengebastelt, was in den vorangegangenen Stücken zum Teil auseinander geflogen ist. Der Dampf anfänglich aufgekochter Frequenzen kondensiert hier später sehr schön in einem geradlinigen, nach vorn treibenden Beat.

    Dann das Stück, „Olii“. Mächtig, erdend, urtümlich. Es zitiert ein Mantra, mit dem weise Menschen auf Hawaii die Ahnen und Urahnen um Erlaubnis bitten, einen heiligen Wald betreten zu dürfen. Das Gespräch mit den gewesenen und den kommenden Generationen bildet in der Hawaiianischen Kultur die Grundlage des eigenen Handelns. Bei diesem Waldspaziertanz wird angenehm viel auf Holz geklopft, vorsichtig an Saiten gezupft und, von gelegentlichen kurzen Regenschauern unterbrochen, ein Weg in die Tiefe gesucht. Dieser wird auch gefunden…

    Das waren nur drei der insgesamt neun Stücke dieses sehr bewegenden Albums. Eigentlich hätte jeder Song eine eigene ausführliche Widmung verdient, wovon man sich hier schon mal einen ersten Eindruck verschaffen kann, bis das Album Ende Februar dann endlich auf Vinyl und als Download erscheint.

    Von den Mandan wird berichtet, sie hätten sich im Rahmen eines Rituals an Haken aufhängen lassen, die man ihnen vorher unter die Haut getrieben hat. Da paaren sich Schmerz und Extase – wie auch bei Magnutzes Album. Ich werde mich jetzt im Anschluss allerdings nochmal dem weniger blutigen Ritual mit der Friedenspfeife widmen.

    Habt Freude!
    Baba

     

    Magnutze – Mandan Tribe (Album)
    Cover by photographer Ananda Rieber
    Label: LyciD Music
    Cat.Nr.: LDM001
    Country: Germany
    Genre: Electronic
    Style: Sapio-House


    Platte der Woche #275

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    31/01/2016 · Philipp · Kategorie: Platte der Woche ·

    Solpara-Swing EP

    Ein unangenehmes Dröhnen weckt meinen Körper, jedenfalls das was noch von ihm übrig ist, korrigiere ich mich. Noch halb benommen rege ich mich darüber auf, wer denn am Sonntag Morgen so ein Krach macht, bis ich bemerke, dass es mein Radiowecker mit verstelltem Frequenzbereich ist. Oh Man. Nach dem Öffnen meiner Augen strahlt die winterlich gefärbte Sonne in mein Antlitz und ich fange an mich zu fragen: Holy Cow, was war denn bitteschön gestern los? Nachdem meine Füße den kalten Boden berühren, fange ich an, meine Synapsen zur Zusammenarbeit anzuregen um den gestrigen Abend Revue passieren zu lassen. Die Entsinnung ließ nur kurz auf sich warten, bis mir einfiel, dass ich mit Achim dem Angler vorne bei der Pinte an der Ecke zwei bis drei halbe Liter Gerstensaft einnahm. Danach verliert sich meine Spur. Weiterlesen


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