• Platte der Woche #286

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    17/04/2016 · Martin Eberhardt · Kategorie: Allgemein,Platte der Woche ·

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    Für die heutige Platte der Woche hab ich tief in meine Plattenkiste gegriffen und ein besonderes Stück Vinyl ausgewählt, dass ich nur sehr selten spiele, damit es seinen reizenden Charme behält. Man muss schon etwas genauer hinschauen, um zu sehen wer dahinter steckt. Ein einfacher gelber Labelsticker prägt die A-Seite, die B-Seite schmückt ein Blauer. Das war´s auch schon. Keine Informationen über den Produzenten, die Tracknamen oder das Label, auch auf dem Cover nicht.
    Nach einer genaueren Discogs Recherche der Gravuren aus der Auslaufrille stößt man auf den holländischen Produzenten Aroy Dee und den Italiener Marco Antonio Spaventi. Erschienen ist die EP auf dem No ‘Label’ Sublabel von Rush Hour. Die Remixe von Design A Wave´s Track “Weird F” basieren beide auf dem verträumten Thema des Originals. Auf der A-Seite entwickelt sich daraus ein melancholischer Housetrack, der zum abschalten und runterkommen einlädt. Auf der B-Seite hingegen geht es etwas rougher und basslastiger zu, dennoch wird der warme und flächige Sound des Original Tracks immer wieder aufgegriffen und gekonnt arrangiert.

    Welche Version man lieber mag, kann nun jeder selbst entscheiden. In diesem Sinne, einen schönen Sonntag noch!

    Euer Ebi!

    ##### (2) ‎– #####
    Label: No ‘Label’ ‎– RHD-#####1
    Format: Vinyl, 12″, Limited Edition
    Land: Netherlands
    Veröffentlicht: Jan 2014
    Genre: Electronic
    Stil: Techno, House


    Platte der Woche #285

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    10/04/2016 · Flo · Kategorie: Allgemein,Musik,Platte der Woche ·

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    Hello Boys and Girls,

    Achtung hier kommt tighter shit! Also bitte den Bass schön reindrehen und auf fette Beats einstellen.

    Also im Ernst, diese Musik lebt nicht von Melodien oder schönen Vocals, sondern von düsteren, knackigen Underground Beats und Sounds.

    Ich stelle mir vor, dass ich es mir auf einem Festival in den frühen Morgenstunden vor einer 3 Meter hohen Bassbox gemütlich mache, die Technoschnute aufsetze und der Meute beim abgehen zusehe, während ich lässig mit dem Kopf nicke. Düster, böse und richtig geil – das geht wohl mit dem Teufel zu.

    Dabei ist Sven Dohse nicht nur einer der obersten Berliner Technoveteranen, sondern auch noch ein richtig netter, angenehmer Typ. Wo kommen nur diese Evil Vibrations her?

    Erschienen ist das dicke Brett auf Katermukke. Zwar hat Herr Dohse auch sein eigenes Label Prestige weltweit, aber dem Dunstkreis um die ehemalige Bar25, wo er der Legende nach übrigens die allererste Platte überhaupt aufgelegt hat, ist er bis heute treu geblieben.

    Viel Spaß damit!

    Euer Florian Landers.

    Sven Dohse ‎– For Real (Original Mix)
    Label: Katermukke – katermukke 90
    Format: mp3
    Land: Deutschland
    Veröffentlicht: 25 February 2015
    Genre: Electronic
    Stil: Techno


    Platte der Woche #284

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    03/04/2016 · honki · Kategorie: Platte der Woche ·

    Es gibt nicht viele Tracks für mich, die in so unmittelbarer Zeit klarmachen was die nächsten Minuten passieren wird. Jener unzubändigende Sog einer rollend halligen Kickdrum, dazu einer dröhnenden Sirene und die sich hypnotisch steigernden HiHats. Ein Intro, das sich knappe zwei Minuten zieht bis zum erlösend daherkommenden Vocal »Somebody give the lord a Handclap«1 und dann mit eben jener Handclap auf der Zwei, das klassischste aller Ravegewänder überstülpt, das damals wie auch heute noch mehr als funktioniert und zur richtigen Zeit eingesetzt Menschen um den Verstand bringen kann. Rave Strikes Back würde man dazu heute vermutlich sagen.

    Meng Syndicates »Sonar System« aus dem Jahr 1991 erscheint wie eine Utopie im Raumzeitgefüge des Techno. Klanglich fest verankert in den frühen 90ern und jenem »Hithouse«-Sound, des belgischem Eurotechno, verbunden, zeigt er auch heute noch woraus diese Grundrezeptur des Rave zu bestehen scheint. Es ist dieses rohe, rotzige, »Einfach mal Machen« was diesem Track anzuhängen scheint. Keine hohe Konzeptarbeit, sondern ein Stück das sich tief in die hinterste Grube des Magen kleben und Körper, wie auch Geist einfach nur gut durchkneten möchte.

    In diesem Sinne, ich lass mich dann noch etwas weiter massieren.
    Es grüßt,

    Euer Honki.

    Meng Syndicate ‎– Artificial Fantasy / Carpediem
    Label: Hithouse Records ‎– HIT 6.007
    Format: Vinyl, 12″, 33 ⅓ RPM
    Land: Belgium
    Veröffentlicht: 1991
    Genre: Electronic
    Stil: Techno

    1 Ein Zitat von Sean Connery aus “Jagd auf roter Oktober”


    Platte der Woche #283

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    27/03/2016 · Philipp · Kategorie: Allgemein,Platte der Woche ·

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    Vom gebürtigen Polen Kacper Garbarcz, besser bekannt als Gathaspar, erschien im Juli 2015 die Gathsoland EP, benannt nach dem fiktiven Herkunftsland des Künstlers. Ihre musikalische Heimat fand sie auf dem ebenso 2015 gegründeten Label made of CONCRETE. Das Einleitungstück, nachdem die EP benannt wurde, fordert anfangs mit einem langen Vocal die Geduld des Zuhörers und belohnt ihn dann mit einer überwältigenden Kick-Drum die schließlich über ihn herein bricht. Den kompletten Track mit Video findet ihr hier.

    Der studierte Sportlehrer fand nach einigen Umwegen zur Musik. Kurzzeitig als Dj, dann aber als live Artist wirkend, sucht er sich seine Klänge aus ganz unterschiedlichen Quellen und modifiziert sie sehr stark bis er damit etwas ganz Eigenes erschafft. Bei seinen Live-Sets nimmt er sich einzelne Parts wie Melodien und Stimmen aus seinen Tracks und setzt diese in frischer Kombination ad hoc zusammen.
    Es lohnt sich Gathaspar im Blick zu behalten.

    findige Grüße
    Philipp

    Gathaspar ‎– Gathsoland EP

    Label: Made Of Concrete ‎– MOC003
    Format: Vinyl, 12″, 33 ⅓ RPM, 45 RPM, EP
    Country: Germany
    Released: 06 Jul 2015
    Genre: Electronic
    Style: Techno, Experimental

    Platte der Woche #282

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    20/03/2016 · Zacharias · Kategorie: Platte der Woche,Releases ·

    Folamour
     
    Hallo Freunde der sonntäglichen Plattenkultur!

    Es wird so langsam Frühling und dementsprechend entfalten sich in meiner Plattenkiste die warmen Klänge, um dem Tänzer den bösen Winter aus dem Herzen zu treiben. Eine Geheimwaffe dabei ist die wundervolle “Chapeau Rouge” EP vom Franzosen Folamour. Eine watteweiche Ansammlung schönster House Musik, mit leichtem Hang zum Kitsch an der ein oder anderen Stelle. Die Vocals erinnern manchmal an das ebenfalls großartige “Midnight Funk“-Album von Demon. Erschienen ist das Ganze auf Fauxpas Musik aus Berlin, ein interessantes Label auf dem auch schöne Platten von Sevensol & Bender, Rising Sun oder Sven Weisemann veröffentlicht wurden.

    Auf dem digitalen Release, welches zur Vinyl kostenlos mit gereicht wird, befinden sich noch einmal 4 Tracks, und diese stehen den Stücken auf der Plastikscheibe in keinem Punkt nach. Quasi ein kleines Album für die Hosentasche.

    Mein Anspieltip: Walking on the Macadam! Anmachen, Beine hoch …

    Liebste Grüße aus Leipzig, Zacharias
     

    Folamour ‎– Chapeau Rouge
    Label: Fauxpas Musik ‎– FAUXPAS 017
    Format: Vinyl, 12″, 33 ⅓ RPM, Single, yellow
    Land: Germany
    Veröffentlicht: 03 Aug 2015
    Genre: Electronic
    Stil: House

     

     


    Platte der Woche #281

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    13/03/2016 · Martin Anacker · Kategorie: Platte der Woche ·

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    “Songs for Joy” ist das Ergebnis einer Produktion von Laientexten durch die Hamburger Großmeister Jacques Palminger, Carsten “Erobique” Meyer und Chris Dietermann. Diese riefen im Sommer 2009 per Kleinanzeigen und Radioeinspielungen Hobbymusiker dazu auf, ihre Texte einzuschicken und im Berliner Maxim Gorki Theater aufzuführen. Die anschließende musikalische Veredelung durch die 3 Männer aus dem Norden förderte dabei 15 charmante Popsongs zutage, welche in ihrer symphatischen Unprofessionalität absolut ins Schwarze treffen. Das Hamburger Abendblatt bezeichnete das Produkt als eine “Antithese zu Deutschland sucht den Superstar” und konstatiert: “Gerade der naive Charme des Unprofessionellen macht die so entstandenen “Songs for Joy” äußerst wahrhaftig”. Für das Berliner Musikmagazin De:Bug war es sogar “…das aufrichtigste, unmittelbarste, smarteste, rührendste und liebevollste Statement, das in diesem Land erscheinen konnte, wo Pop immer noch regelmäßig entweder an diffusen Internationalitäts- oder Diskursminderwertigkeitskomplexen zerschellt”. Diesen Worten möchte ich mich zu 100% anschließen und beziehe mich dabei insbesondere auf die beiden Titel “Finsterwalde” und “Wann strahlst du?“. Ersteres entführt mich zurück in meine entschleunigte Dorfjugend ohne den Stress der modernen Welt und mit einem Rucksack voller Träume. “Wann strahlst du?” geht mir mit tiefgründigen Zeilen, wie: “Ich liebe die, [...] deren Augen leuchten wenn sie fragen und nicht die, die [...] ihre Neugier mit Erfahrungen begraben” unendlich unter die Haut. Zugegeben, die Platte hat mittlerweile schon einige Jahre auf dem Buckel, doch gute Musik ist offenbar wie guter Wein, je länger sie Zeit hat zu reifen, desto besser wird sie! Mir hat sie vor 6 Jahren zwar schon geschmeckt, aber ihr wahrer Wert hat sich mir wohl erst jetzt richtig offenbart.

    In diesem Sinne wünsche ich euch einen wunderbaren Sonntag und verbleibe in Wahrhaftigkeit!

    Euer Martin

    Jacques Palminger / Erobique ‎– Songs For Joy

    Label: Staatsakt ‎– AKT705LP
    Format: 2 × Vinyl, LP, Album
    Land: Germany
    Veröffentlicht: 16 Oct 2009
    Genre: Electronic, Jazz, Blues, Pop
    Stil: Downtempo, Ballad, Easy Listening

     

    Quellen

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