• Platte der Woche #312

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    06/11/2016 · Martin Eberhardt · Kategorie: Platte der Woche ·

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    Mit der heutigen Platte der Woche möchte ich euch das Album Days Of Dissent des französischen DJ und Produzenten Umwelt vorstellen. Mit über 30 veröffentlichten EPs und dem mittlerweile vierten Studioalbum, konnte sich der Franzose in den letzten 19 Jahren vor allem durch seine musikalische Vielfältigkeit auszeichnen. Dennoch muss ich zugeben, dass ich seine Releases erst seit dem letzten Jahr aufmerksam verfolge. Auf dem Berliner Label Killekill veröffentlichte Umwelt im Sommer dieses Jahres den Track “Gravitational Lens” und weckte damit die Lust auf das, was vor wenigen Tagen auf dem nigelnagelneuen Killekill Sublabel Boidae erschienen ist. Days Of Dissent ist ein rundum sehr gelungenes Album, auf dem Umwelt Elektroeinflüsse mit gebrochenen, roughen Beats, Wavemusik und breiten Synthis zu einem gelungenen Ganzen vermischt. Die Dramaturgie des Longplayers schafft es dabei immer und immer wieder tiefe Emotionen freizusetzen. Vor zwei Wochen hatte ich die Möglichkeit auf der Releaseparty des Albums in der Berliner Grießmühle zu spielen und konnte mir somit selbst einen Eindruck des Albums auf einer großen PA verschaffen. Auch wenn Umwelt sein Album dort nicht live, sondern im Rahmen eines DJ-Sets performte, spielte er sich an diesem Abend in die Herzen vieler Gäste. Die absoluten Highlights des Album bilden für mich die Tracks “Non-Conformity”, “Company Of Lies” und “Revolt”. Durch seine melancholischen und düsteren Momente ist Days Of Dissent ein perfektes Album für trübe und verregnete Herbsttage wie der Heutige. Ihr wisst jetzt also was ihr zu tun habt, bis zum nächsten Mal…

    Martin

    Umwelt ‎– Days Of Dissent
    Label: Boidae ‎– BOIDAE 001
    Format: 2 × Vinyl, 12″, Album
    Land: Germany
    Veröffentlicht: 27 Oct 2016
    Genre: Electronic
    Stil: Electro, Techno, Industrial


    Platte der Woche #311

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    30/10/2016 · Baba Sikander · Kategorie: Allgemein,Musik,Platte der Woche,Releases ·

    LamatUuc – Curación

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    Die Panflöte ist eines dieser ganz wenigen Instrumente, welchen ich mit einer gewissen Voreingenommenheit, zuweilen auch Abscheu begegne. Höre ich eine Panflöte, ziehe ich aus einer alten klemmenden Schublade stets eine traumatische Erinnerung hervor, die eine vor Kitsch triefende, unerträglich laute und nachts in Dauerschleife laufende TV-Werbung für ein 5er-Pack Entspannungs- und Meditations-CDs enthält. Im Ernst: Panflöte. Wer hört denn sowas? Ich kenne zum Glück niemanden. Das hält doch kein Mensch aus… dachte ich.

    Seit einigen Tagen kenne ich persönlich jemanden, der sich zumindest im passenden Kontext an einer Panflöte erfreuen kann und bin sehr überrascht, dass es sich dabei um mich selbst handelt. Meine Schublade voll traumatisierender Flötentöne wurde von einem Herren mit dem Pseudonym LamatUuc ganz freundlich und unverhofft in den wachsenden Mülleimer der überflüssigen Vorurteile entleert. Es ist nicht das erste Mal, dass ich von LamatUuc höre und wer an meinen DJ-Sets gefallen findet, wird vielleicht auch schon von ihm gehört haben. Er kombiniert dubbigen Techno mit erdiger, zuweilen auch himmlischer Folklore und schafft dabei eine umschmeichelnde Lagerfeueratmosphäre mit gelegentlichen Zuckungen der Raumzeit. In seinen bisherigen Releases mäandert er gern zwischen Abstraktem und Konkretem hin und her, zeigt sich sowohl Süßem als auch Herzhaftem gegenüber sehr offen und würzt an der richtigen Stelle dezent mit einer Prise Psychedelischem.

    Die EP um die es heute geht, ist vor einigen Wochen auf Lump Records erschienen und trägt den Titel “Curación”. Sie umfasst zwei freundlicherweise gegen Spende erhältliche Stücke, die scheinen als würden sie Etappen einer sehr inspirierenden Weltreise dokumentieren. Der Titelträck erzählt von der Panflöte und ihrer zupfenden Freundin, die mich und mein zwitscherndes Krafttier, durch regennasses Blätterwerk stolpernd, auf eine Lichtung locken. Dort warten bereits zwei neckische Schamanen. Der Eine pfeift, der Andere singt. Oder ist der Eine ebenso der Andere? Es ist eine Zeremonie für uns vorbereitet und wir brechen zu einer geisterhaft albernen Klangreise auf.

    Wo auch immer die andere Weltreisen-Etappe lag, sie wurde offenbar auf dem Rücken eines unter Blitzblähungen leidenden Dromedars bewältigt. Rein rhythmisch ist gegen die Wahl dieses stark groovenden Transportmittels nichts einzuwenden. Doch sollte niemand das, angesichts solch widriger Reiseumstände zuweilen auftretende, Gejammer unterschätzen. Ich schließe mich der “Caravana” musizierender Mystiker an und lasse mich von ihren alten Liedern verzaubern. Sie entführen mich in hypnotische Traumwelten, heben mich in luftigste Höhen und lassen mich in die melancholischsten Tiefen fallen. Und so zerrt und presst der Sufi-Lachgas-Sound mein stolperndes Dromedar durch einen Riss in der Dünen-Matrix. Was dahinter wohl zu finden ist?

    Gute Heilung!
    Euer Baba

    LamatUuc – Curación
    Label: Lump Records

    Format: Digital
    Country: Chile
    Release Date: 16.09.2016
    Genre: Lagerfeuertechno


    Platte der Woche #310

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    23/10/2016 · Philipp · Kategorie: Platte der Woche ·

    Zine_CoverEndlich Sonntag und nun hat man auch ein wenig Zeit die neuen Wareneingänge seiner Plattenkäufe zu durchstöbern. Mein Highlight mit high-tight-Qualität dieser Woche ist die Neuveröffentlichung von Zine auf dem frischen Label Mind-Everest, welches mit dieser Jungfernauskopplung einen für mich sensationellen Labelstart hinlegt. Als Zine, ausgesprochen Sein (Lautschrift:[za͜in]-wollte schon immer mal Phonetik studieren) werden auch amateurhaft produzierte Zeitschriften bezeichnet, woher auch das Magazin seinen Namen hat. Schon mit dem Stück „Forever“ auf dem Jenaer Label „Row“ lässt sich keineswegs eine amateurhafte Produktionsweise erkennen, vielmehr überzeugt der Track mit einem deepen Klanggut das Auditorium und schmückt sehr häufig meine Sets vor allem beim Warm-Upping!

    Seine Debut-Solo-EP und meine Platte der Woche nennt sich M – E und füllt mit insgesamt fünf Songs die Rillen des Tonträgers. Super gelungen ist der Aufbau der EP, sodass die Scheibe als ganzes schön schnittig rüberkommt und mir ein Gefühl von einem Mini-Album gibt. Allzu häufig hab ich bei Solo-Ep`s das Gefühl, dass die besten und floortauglichsten Tracks einer gewissen Periode ausgewählt werden und wenig Raum dafür bleibt, den Zuhörer emotional zu berühren, fernab einer 4-Tracker Banger EP. Dazu gehört eben auch ein Intro, hier mit dem Titel „Kalata“ versehen, woraus schnell eine Affinität zu Detroit House und Chicago House zu Tage tritt bei zeitgleich warmen, sphärischen Ambientsound. Das Schmückstück dieser EP ist für mich zweifelsohne der Titel „Infine Healing“, welcher mit einem UK-House/808-Vibe und leichter Acid-Note besonderes Ohrenmerk verdient. XDB droppte dieses Stück bei der „Mosaic by Maceo“-Radioshow und auch auf diesem Wege wurde ich auf diese EP aufmerksam. Wenn wir schon dabei sind: Beide Veröffentlichungen von Zine standen auch im Hardwax, was als TÜV-Siegel elektronischer Musik schlechthin zu betrachten ist. Not bad- Gratulation! Ich bin gespannt was da noch kommen wird, auf jeden Fall sind schon 2cm meines Regals reserviert. An dieser Stelle sag ich einfach mal Weitermachen und ein nettes Tschau in die Runde.

    Einen gehobenen Sonntag Euch,

    der Gabriel von Solid Rotation.

    Zine  M – E 
    Label:- Mind Everest – Mind 1
    Format: Vinyl 12“
    County: Germany
    Genre: Electronic
    Style: House
    Realeased: 1. Oct. 2016

     


    Platte der Woche #309

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    16/10/2016 · Marian · Kategorie: Musik,Platte der Woche ·

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    Der zweite Teil des Klassikers ‘Armageddon’ von Mark Archer aus dem Jahr 1991 wurde im März 2014 veröffentlicht. 13 Jahre nach Veröffentlichung des Originals zeigen The Hacker, Rennie Foster, KiNK und Neil Landstrum ihre eigenen Interpretationen von ‘Armageddon’. Inspiriert sind die Remixe des zweiten Teils von klassischem House und Techno. Der erste Teil bediente sich vorrangig an Breakbeats. Das Highlight der Veröffentlichung ist der Remix von Neil Landstrum. Er bedient sich an einer typischen funkigen UK Bassline.
    KiNK schafft es dem Remix seine persönliche Note zu verleihen. Mit einem groovigen Bass und treibenden Rhythmus bringt der Bulgare einen hohen Wiedererkennungswert auf die Platte. Die beiden anderen Remixe bedienen sich klassicher Industrial und Acid Elemente.

    Viel Spaß beim hören.
    Marian

    Mark Archer – Armageddon Remixes Part 2

    Label: Balkan Vinyl
    Format: 12inch
    Country: United Kingdom
    Released: März 2014
    Genre: Electronic
    Style: Techno

     


    Platte der Woche #308

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    09/10/2016 · Isabella · Kategorie: Platte der Woche ·

    Holy-Moly-EP

    Es war ein sonniger Tag im August. Ich saß auf meinem Bett und durchforstete das Internet nach neuen Tracks, die ich bei unserem (Bonnie Ford & Meinem) letzten gemeinsamen Technoset diesen Jahres spielen wollte. Es war ein besonderes Set, denn bis zum Januar 2018 ziehe ich mich vorerst vom DJ Pult zurück. Das allerdings gerade jetzt zu tun fiel mir nicht leicht… Das Leben nimmt aber eben manchmal seinen ganz eigenen Weg und beschert mir nun ein noch viel größeres Glück, als die Nächte in den Clubs der Republik durchzuraven. Wir bekamen darüber hinaus den Sonnenuntergangs-Slot direkt an der polnischen Ostsee angeboten, was uns wahnsinnig freute. Die Stimmung war somit gleich auf mehreren Ebenen emotional aufgeladen, wofür auf jeden Fall ein passender Track her musste! Dann entdeckte ich durch Zufall „Holy Moly“ von Markus Kavka. Ein toller Track, dachte ich sofort. Er schien meine Emotionen rund um diesen Tag und dieses Set genau wider spiegeln zu können. Ich freute mich also umso mehr, ihn beim „Plötzlich am Meer – Festival“ unter einem dramatisch rotem Sonnenuntergang spielen zu dürfen (noch vor dem Release am 23. Septemper). Ich lege euch hier also die gerade frisch erschienene EP “Holy Moly” ans Herz. Eine Zusammenarbeit von drei sympathischen Herren des Katermukke – Klüngels, welche perfekt geeignet scheint um den Sommer zu verabschieden.

    Viel Spaß und raved schön in den Herbst…

    eure

    Iza Minelli

     

    Markus Kavka – Holy Moly EP

    Label: Katermukke
    Format: digital
    Country: Germany
    Released: 23. Sept. 2016
    Genre: Progressive House
    Style: House

    Platte der Woche #307

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    02/10/2016 · Vivian Koch · Kategorie: Allgemein,Berlin,Musik,Platte der Woche ·

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    Mittlerweile wieder in meinem Zimmer voller Chaos aus Klamotten, Büchern, Platten und Kabeln zu sitzen, lässt mich tatsächlich etwas Wehmut verspüren. Nicht unbedingt dem Zustand meines kleinen Reiches geschuldet, sondern eher der Realisierung des sich langsam verabschiedenden Sommers. Eingehüllt im Strickpulli und in Gedanken vertieft an diese wunderbaren Sommermonate in Spanien, verliere ich mich zugleich im Rumwühlen zwischen allen Plattenstapeln, die ich mir tatsächlich als Ziel gesetzt habe, neu zu sortieren. Genau, du hast richtig gelesen.

    Aaaaaaber, da sind sie wieder – meine geliebten Classics vom Electro Meister himself. The Egyptian Lover. Arrrr. Jesus!! Passt gerade perfekt zu meiner Stimmung, um alles noch einmal für mich binnen Minuten aufleben lassen zu können. Ich muss unbedingt “Dial A Freak” hören. Im Jahre 1983 wurde diese Nummer auf dem Label “Freak Beat Records” released, welches gerade in den 80ern echt coolen, so richtig coolen, also richtig richtig coolen electro verkörperte und später dann zu “Egyptian Empire Records” wurde. Trotz der am Beginn ranschleichenden, housigen Chords wirkt die Nummer durch ihren puren Hip Hop-Electro Charakter und für mich absolut amüsanten Rap so unheimlich trocken. Hier produzierte Greg Broussard unter dem Pseudonym “Uncle Jamms Army Dudes” mit seinen West Coast Dudes aus L.A. zusammen, was die Leichtigkeit der eingespielten Synths und den sommerlichen Flair erklären sollte. Absolut typische Merkmale eines Egyptian Lover Tracks erkennt man auch hier wieder durch den Sprechgesang über den Meister selbst ;) Durch’s Zimmer tanzend und frei von jeglichem Stress, lasse ich mich auf das Fließen der Nummer ein.

    Im Leben kreuzen Dir öfter Platten den Weg, die für manche Etappen deines persönlichen Werdegangs für dich produziert zu scheinen wurden, selbst wenn diese Euphorie derer auch nur eine Woche anhält. Wichtig ist doch nur, dass man von einem Fluss in den Nächsten schwimmt und bei der darauffolgenden Etappe wiederholt das Vergnügen mit einer neuen Platte bekommt, die in diesem einen Moment die Welt bedeutet.

    Also, wähle einen Freak.

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    Uncle Jamms Army – Dial A Freak

    Label: Freak Beat Records
    Format: Vinyl 12″, Single, 45 RPM
    Country: USA
    Released: 1983
    Genre: Electronic, Hip Hop
    Style: Electro

     

     


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