• Platte der Woche #339

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    21/05/2017 · Flo · Kategorie: Platte der Woche ·

    THEDAWN_CHLOE_LN006

    Hallo zusammen!

    Dixon gelingt ein epischer Remix vom ebenso großartigen Original der brillanten Chloé.

    Die zwei Granden der elektronischen Feierszene ergänzen sich hervorragend in diesem genauso deepen, wie monumentalen Kunstwerk.

    Ein gleichmäßiger ganz ganz tief wummernder Bass, der alleine ein schon glücklich macht, geheimnisvolle Vocals und alle paar Minuten dieser mächtige, epochale “jetzt landet das Raumschiff Sound” – ihr wisst, was ich meine, wenn Ihr es hört! Dazu gesellen sich in langsam steigender Manier diverse Synthi-Sounds. Das sollte kein Raverherz unberührt lassen.

    Die in Paris geborene Chloé hat mich schon vor gefühlt 15 Jahren mit ihren damals sehr dynamischen und avantgardistischen Sets um den Verstand gebracht und einen gehörigen Beitrag dazu geleistet, dass das Technofieber ausgebrochen ist. Zu Dixon, dem Label Chef von Innervisions und Teil von Ame muss ich wohl nicht viel sagen….

    Ich hoffe, Ihr findet den Track genauso inspirierend wie ich!!

    Euer Florian Landers

    Chloé – The Dawn (Dixon Remix)
    Label: Lumière Noir Records
    Format: MP3
    Land: Frankreich
    Veröffentlicht: 19 Mai 2017
    Genre: Electronic
    Stil: Deep House


    Platte der Woche #338

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    09/05/2017 · Zacharias · Kategorie: Allgemein,Musik,Platte der Woche,Releases ·

    Pacific Coliseum – Ocean City LP (Coastal Haze)

    PAC-COL-OCEAN-CITY

    Heute begeben wir uns auf einen kurzen musikalischen Ausflug ans Meer. Das Londoner Label Coastal Haze hat im April ein ganz herrlich verspieltes Album des Kanadiers Jamison Isaak veröffentlicht. Als Musiker firmiert er unter dem Synonym Pacific Coliseum und hat mit Ocean City eine warme, sommerlich durchflutete Platte geschrieben, die von der Soundästhetik her zwischen 70er-Jahre Porn-Music, 80er-Jahre Miami-Vice-Charme und 90er-Jahre Digital-Syntheziser-Sound pendelt. Das Ganze gibt es wie immer bei Coastal Haze nur auf Tape (hier). Digital natürlich auch, aber das hat ja nur halb so viel Stil. Also mal bitte die Gliedmaßen ausfahren und eine kleine Kopfreise gen Strand unternehmen.

    Cheers, Zacharias


    Pacific Coliseum ‎– Ocean City LP

    Label: Coastal Haze ‎– COASTAL005
    Format: Cassette, Album, LP
    Land: UK
    Veröffentlicht: 03 Apr 2017
    Genre: Electronic
    Stil: House, Downtempo, Ambient


    Platte der Woche #337

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    30/04/2017 · Martin Anacker · Kategorie: Allgemein,Platte der Woche ·

    In einer Welt in der wir dem steten Wettlauf um Ansehen, Macht und Wohlstand kaum mehr entkommen können, in der Stress durch die Weltgesundheitsorganisation zur größten Gesundheitsgefahr des aktuellen Jahrhunderts erklärt wurde und in der die Erde sich täglich ein wenig schneller zu drehen scheint, fällt es schwer einfach mal innezuhalten, stehen zu bleiben, tief durchzuatmen und sich der Schönheit des Moments bewusst zu werden. Entschleunigung heißt schon seit längerem die Devise, doch kaum jemand meint es wirklich ernst mit ihr. Doch spätestens, wenn man das wohltuend warme Licht empfängt, dass der gleichnamige Track (The Light) des rumänischen Produzenten Vid aka Egal3 aussendet, ist man mitten drin in der Entschleunigung. Keine Drops, keine Höhepunkte, kein Schnick Schnack. Einfach wohlig warmer rumänischer House vom aller feinsten!

    In diesem Sinne, geniest den Augenblick und habt einen wunderbaren Sonntag.

    Euer Martin

    Romar, Vid (3) ‎– The Light 

    Label: Saga (10) ‎– S-1
    Format: Vinyl, 12″, EP,
    Land: Switzerland
    Veröffentlicht: Dec 2016
    Genre: Electronic
    Stil: Minimal Techno

    Platte der Woche #336

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    23/04/2017 · Julius Herfurth · Kategorie: Platte der Woche ·

    jungelknugen

    Sobald es in unseren Breitengraden langsam aber stetig wärmer wird und die ersten Tage jenseits der 15 Grad Außentemperatur unserer mitgeschleppten Winterdepression den Kampf ansagen, wünscht sich der durchschnittliche techno-affine Mitteleuropäer umgehend die Sommer- und Festivalsaison herbei, um seine tiefgefrorerenen Knochen endlich wieder bei diversen Open-Airs herumzuschleudern und zwar am liebsten bei Sonne: satt! Eine spitz formulierte These könnte postulieren, dass sich parallel zum Wetter im Frühling auch die Art der Musik verändert, welche die Leute gern hören würden. Ich behaupte jetzt einfach mal: das ist gar nicht so fern ab der Realität. Schließlich mussten wir fast ein geschlagenes halbes Jahr in Kellern oder geschlossenen Clubs verweilen, wo es keine Sonnenaufgänge gab, kein “Rumchillen” im Gras und schon gar keinen wirklichen Luftmassenaustausch. Was dazu führte, dass wir die Klamotten, nachdem wir zu Hause angekommen waren, erstmal auf den Balkon stellen mussten, da so ein Aschenbecheraroma nun wirklich kein Verkaufsschlager im Raumerfrischungssegment ist und sich wohl auch nicht zu diesem entwickeln wird.

    Wird es wärmer, will ich Groove und warme Rhythmen. Und glücklicherweise scheint es vielen anderen genauso zu gehen, seien sie nun Konsument oder Produzent. Der abklingende Winter des Jahres 2017 brachte eine Traumpaarung zweier Musiker hervor, deren Namen als Synonyme für “tanzbar” und “gute Laune” stehen könnten. Dass ihre Musik soviel Wärme und Kraft ausstrahlt, scheint ungewöhnlich, denn der eine stammt aus Norwegen und der andere aus Großbritannien: zwei Länder, die wohl nicht sehr weit oben auf einer Liste hitze-gesegneter Staaten dieses Planetens auftauchen. Die Rede ist von Todd Terje und Four Tet. Nu-Disco trifft Experimental-House und das reicht für unseren neusten “Track der Woche”, denn leider kann die B-Seite der heutigen Scheibe meineserachtens getrost ignoriert werden. Das ist aber nicht schlimm, denn Four Tets Remix zu “Jungelknugen” reicht für zwei!

    Ein Original zum Remix gibt es nicht, denn Terje hat den Track, der als Inspiration und Schablone herhielt, bis dato nicht veröffentlicht. Es drängt sich jene musik-philosophische Frage auf, ob ein vor dem Original gepresster Remix nicht den eigentlichen Platz des Ursprungstracks einnimmt, denn alles, was im Nachhinein dazu veröffentlicht wird, wird sich wohl oder übel daran messen lassen müssen. Am Ende ist es ja auch vollkommen gleich, ob das Ei oder das Huhn zuerst da war. Denn das, was ist, hat Instant-Classic-Charakter. Es wirkt als wolle Four Tet die langsame Gangart des Frühlings in Töne verwandeln und beschert uns somit ein beinahe 2 Minuten andauerndes Intro, indem sich ein hypnotisches Arpeggio immer klarer in den Vordergrund unseres Gehörgangs schraubt und die innere Anspannung auf das, was wohl danach kommt, bis zur Unerträglichkeit anheizt. Als wir gerade denken: “Junge, jetzt musst du aber auch liefern!”, da zerplatzt die Blase in einem handwerklich großartigen Drop und klatscht uns eine jazzig, funkige Bassline um die Ohren, die unseren Beinen unmissverständlich klarmacht: “Jetzt wird sich bewegt, mein Freund!”. Selbst diejenigen unter uns, die eher sparsam mit “Jawoll” oder den typischen Rave-Pfiffen sind, werden hier versucht sein, ihrer Freude durch Szenenapplaus Ausdruck zu verschaffen und bei diesem Meisterstück ist dies auch gänzlich angemessen. Mit so einem Brett kann der Sommer kommen!

    Also: Wie eine brasilianische Tanzlehrerin einst zu mir sagte: “Mussen Huffte beweggen”! Reingehauen und neugierig bleiben!

    Bis zum nächsten Mal,

    der Julius von Solid Rotation

    Todd Terje – Jungelknugen Remixes

    Label: Olsen – OLS017
    Format: 12″
    Country: Norway
    Release Date: 23.02.2017
    Genre: Electronic
    Style: Deep House, Nu-Disco


    Platte der Woche #335

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    17/04/2017 · Vivian Koch · Kategorie: Berlin,Platte der Woche ·

    517829

    Aus Anlass unserer Feiertage möchte ich euch einen Künstler vorstellen, der seit kurzer Zeit musikalisch im wahrsten Sinne des Wortes wiederauferstanden ist. Um genau zu sein, mit seiner im Februar auf Omnidisc erschienenen EP “The Man”.

    Ich mag hierbei keine musikalische Rezension niederschreiben, sondern einfach nur auf den in Berlin lebenden Produzenten “Shokh” aufmerksam machen, von welchem wir in den nächsten Monaten Einiges zu hören bekommen.

    Übrigens kann ich das Label “Omnidisc”, welches mit der Kombination aus Dark Disco, über Electro und House, bis hin zu Techno verschiedene Genres vereint, nur wärmstens empfehlen. AUSRUFEZEICHEN

     

    Shokh ‎– The Man
    Label: Omnidisc ‎
    Format: Vinyl, 12″, 33 ⅓ RPM, EP
    Land: USA (Miami)
    Veröffentlicht: 24 Feb 2017
    Genre: Electronic
    Stil: Electro, Wave, Techno

     


    Platte der Woche #334 – Baba Sikander “Mantra”

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    09/04/2017 · Baba Sikander · Kategorie: Allgemein,Platte der Woche ·

    Baba Sikander – Mantra (LMP30)

    mantra cover blass

    Ein Mantra ist ein gesprochenes Wort oder ein Vers. Es trägt in seinem Klang eine Energie, die durch Sprechen, Chanten oder Rezitieren im Geiste geweckt werden kann. Lange habe ich das für esoterischen Hippie-Quatsch gehalten, musste aber vor einigen Jahren feststellen, dass da irgendwie was dran ist. Vielleicht bin ich aber auch nur selbst ein esoterischer Hippie geworden. Jedenfalls bin ich vor einigen Jahren auf ein Mantra gestoßen, das mich seitdem in fast regelmäßigen Abständen heimsucht, weckt, anstupst, auflädt – wie auch immer… Es handelt sich dabei um das Sri Ganesh-Mantra „Om gam ganapatye namaha“, das die Energie eines treuen, pfiffigen und elefantenstarken Gefährten weckt und hilft, den richtigen Weg zu finden und Hindernisse aus dem Weg zu räumen.

    Normalerweise würde an dieser Stelle jetzt eine Plattenkritik oder -rezension erscheinen. Heute möchte ich aber seit langer Zeit wieder mal einen Beitrag in eigener Sache bringen und meine neue EP mit dem, nach obiger Einleitung nicht mehr überraschenden, Titel „Mantra“ vorstellen, die ab morgen (10.4.2017) beim Digitalmusikhändler ihres Vertrauens erhältlich ist. Sie erscheint auf Lump Records, worüber ich mich sehr freue, da sie sich dort in wirklich guter Gesellschaft befindet. Vielleicht erinnert sich der eine oder die andere noch an einen früheren Beitrag an dieser Stelle, als ich bereits ein Auge auf diesen Quell guter Musik geworfen hatte.

    Meist wird das Ganesh-Mantra sehr fröhlich gechantet. Unbeeindruckt davon, habe ich mich entschlossen, einfach auf die Melodie zu warten, die ich beim Selberchanten irgendwann hören würde. Vielleicht hat es nur eine glückliche Dreiviertelstunde gedauert, bis mir eine kraftvolle, mächtige Stimme dann ein persönliches Mantra eingebrannt hatte.

    Nachdem dieses Mantra zu einem Track wurde, der erstmal zum Reifen einige Monate in den kühlen, dunklen, tiefen Ecken meiner Harddisk abgelegt wurde, kam er eines Tages am anderen Ende der Welt wieder ans Licht, als ich ihn Niju auf der Veranda des North Shore Techno Institutes auf Oahu vorspielte. Es inspirierte ihn, einen Remix zu machen und ich dachte mir, dass wohl der nötige Reifegrad erreicht ist, um daraus eine Digital-EP zu schmieden. Aber dann kamen mir jedoch erstmal wieder andere von diesen „Dingen“ dazwischen…

    Dem Thema des Mantras entsprechend, hat es glücklicherweise nicht stillgestanden, sondern sich stetig seinen Weg durch den Morast und durch das Dickicht meiner (Ver-)Planung und meiner vielen Baustellen gekämpft. Doch wenn einem elefantisch der Weg durch den Dschungel freigeräumt wird, fliegen einem auch hin und wieder Splitter um die Ohren – manchmal knallen sie einem auch ins Gesicht, oder ins Herz…

    Auf mein schweres, knarziges und gemäßigt dissonantes Original folgt Niju’s Remix, der das Tempo konsequent runter dreht und dabei trotzdem eine melancholische Leichtigkeit ins Spiel bringt, die auf einem psychoaktiven Reverb langsam aus einer Höhle smooth jammender Dropouts herauswabert, wo sie auf Jota’s Remix trifft. In der schwülen Mittagshitze seiner Interpretation wandelt sich die Leichtigkeit dann in eine taumelnde Schwere, die leicht torkelnd und halluzinierend von einer Tanpura durch tropisches Unterholz gezogen wird, bis sie auf einer freien Lichtung mehrere Elefanten erblickt, die sich um ein Lebkuchenhaus herum versammelt haben. Die Leichtigkeit, die sich in Schwere gewandelt hatte, wandelt sich nun in Neugier und schleicht sich in der Abenddämmerung an das Lebkuchenhaus heran. Sie findet dabei heraus, dass es aus der Nähe betrachtet eigentlich ein Afterhour-Club ist, in dem sich Felix Reiters Remix zusammen mit Katha Mau, die gerade eine Katze für die Cover-Collage auf zwei Dimensionen reduziert und Gitte Verführt, der sich für die finale Klangpolitur in Stimmung bringt, vor dem Tageslicht versteckt hatte. Nun, in der Dämmerung zieht Felix das Tempo wieder deutlich an und erzählt der Neugier eine epische Geschichte vom Stottern, Stolpern und Blubbern. Daraufhin versucht die Neugier aus diesem Blog in deinen Kopf zu kriechen…

    Baba Sikander – Mantra
    Label: Lump Records

    Format: Digital
    Country: Chile
    Release Date: 27.03.2017
    Genre: Downtempo, Kundalini Schingeling


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