• Platte der Woche #331

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    19/03/2017 · Marian · Kategorie: Allgemein,Musik,Platte der Woche ·

    Equinox

    Auf der Suche nach einer Veröffentlichung für den heutigen Sonntag bin ich auf den Schweizer Jules Muff alias Jimi Jules gestoßen. Viele Worte sind für das Album nicht nötig. Veröffentlicht wurde Equinox im Dezember 2016 auf Zukunft Recordings. Das Album bekam zahlreiche positive Kritik, weil Jules es schafft nahezu eine perfekte Symbiose aus Clubmusik, House und und Jazz herzustellen. Abwechselnd nimmt man instrumental und vocal Melodien wahr. Sie sind ein wichtiger Teil der Leichtigkeit des Albums. Beeinflusst von Kooperationen mit Berufsmusikern setzt er Akzente und sendet ein kreatives Ausrufezeichen in die Welt!

    Hört und staunt!
    Marian

    Jimi Jules – Equinox

    Label: Zukunft Recordings
    Format: 12inch
    Country: Germany
    Released: Dezember 2016
    Genre: Electronic
    Style: Techno

     


    Platte der Woche #311

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    30/10/2016 · Baba Sikander · Kategorie: Allgemein,Musik,Platte der Woche,Releases ·

    LamatUuc – Curación

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    Die Panflöte ist eines dieser ganz wenigen Instrumente, welchen ich mit einer gewissen Voreingenommenheit, zuweilen auch Abscheu begegne. Höre ich eine Panflöte, ziehe ich aus einer alten klemmenden Schublade stets eine traumatische Erinnerung hervor, die eine vor Kitsch triefende, unerträglich laute und nachts in Dauerschleife laufende TV-Werbung für ein 5er-Pack Entspannungs- und Meditations-CDs enthält. Im Ernst: Panflöte. Wer hört denn sowas? Ich kenne zum Glück niemanden. Das hält doch kein Mensch aus… dachte ich.

    Seit einigen Tagen kenne ich persönlich jemanden, der sich zumindest im passenden Kontext an einer Panflöte erfreuen kann und bin sehr überrascht, dass es sich dabei um mich selbst handelt. Meine Schublade voll traumatisierender Flötentöne wurde von einem Herren mit dem Pseudonym LamatUuc ganz freundlich und unverhofft in den wachsenden Mülleimer der überflüssigen Vorurteile entleert. Es ist nicht das erste Mal, dass ich von LamatUuc höre und wer an meinen DJ-Sets gefallen findet, wird vielleicht auch schon von ihm gehört haben. Er kombiniert dubbigen Techno mit erdiger, zuweilen auch himmlischer Folklore und schafft dabei eine umschmeichelnde Lagerfeueratmosphäre mit gelegentlichen Zuckungen der Raumzeit. In seinen bisherigen Releases mäandert er gern zwischen Abstraktem und Konkretem hin und her, zeigt sich sowohl Süßem als auch Herzhaftem gegenüber sehr offen und würzt an der richtigen Stelle dezent mit einer Prise Psychedelischem.

    Die EP um die es heute geht, ist vor einigen Wochen auf Lump Records erschienen und trägt den Titel “Curación”. Sie umfasst zwei freundlicherweise gegen Spende erhältliche Stücke, die scheinen als würden sie Etappen einer sehr inspirierenden Weltreise dokumentieren. Der Titelträck erzählt von der Panflöte und ihrer zupfenden Freundin, die mich und mein zwitscherndes Krafttier, durch regennasses Blätterwerk stolpernd, auf eine Lichtung locken. Dort warten bereits zwei neckische Schamanen. Der Eine pfeift, der Andere singt. Oder ist der Eine ebenso der Andere? Es ist eine Zeremonie für uns vorbereitet und wir brechen zu einer geisterhaft albernen Klangreise auf.

    Wo auch immer die andere Weltreisen-Etappe lag, sie wurde offenbar auf dem Rücken eines unter Blitzblähungen leidenden Dromedars bewältigt. Rein rhythmisch ist gegen die Wahl dieses stark groovenden Transportmittels nichts einzuwenden. Doch sollte niemand das, angesichts solch widriger Reiseumstände zuweilen auftretende, Gejammer unterschätzen. Ich schließe mich der “Caravana” musizierender Mystiker an und lasse mich von ihren alten Liedern verzaubern. Sie entführen mich in hypnotische Traumwelten, heben mich in luftigste Höhen und lassen mich in die melancholischsten Tiefen fallen. Und so zerrt und presst der Sufi-Lachgas-Sound mein stolperndes Dromedar durch einen Riss in der Dünen-Matrix. Was dahinter wohl zu finden ist?

    Gute Heilung!
    Euer Baba

    LamatUuc – Curación
    Label: Lump Records

    Format: Digital
    Country: Chile
    Release Date: 16.09.2016
    Genre: Lagerfeuertechno


    Platte der Woche #309

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    16/10/2016 · Marian · Kategorie: Musik,Platte der Woche ·

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    Der zweite Teil des Klassikers ‘Armageddon’ von Mark Archer aus dem Jahr 1991 wurde im März 2014 veröffentlicht. 13 Jahre nach Veröffentlichung des Originals zeigen The Hacker, Rennie Foster, KiNK und Neil Landstrum ihre eigenen Interpretationen von ‘Armageddon’. Inspiriert sind die Remixe des zweiten Teils von klassischem House und Techno. Der erste Teil bediente sich vorrangig an Breakbeats. Das Highlight der Veröffentlichung ist der Remix von Neil Landstrum. Er bedient sich an einer typischen funkigen UK Bassline.
    KiNK schafft es dem Remix seine persönliche Note zu verleihen. Mit einem groovigen Bass und treibenden Rhythmus bringt der Bulgare einen hohen Wiedererkennungswert auf die Platte. Die beiden anderen Remixe bedienen sich klassicher Industrial und Acid Elemente.

    Viel Spaß beim hören.
    Marian

    Mark Archer – Armageddon Remixes Part 2

    Label: Balkan Vinyl
    Format: 12inch
    Country: United Kingdom
    Released: März 2014
    Genre: Electronic
    Style: Techno

     


    Platte der Woche #307

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    02/10/2016 · Vivian Koch · Kategorie: Allgemein,Berlin,Musik,Platte der Woche ·

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    Mittlerweile wieder in meinem Zimmer voller Chaos aus Klamotten, Büchern, Platten und Kabeln zu sitzen, lässt mich tatsächlich etwas Wehmut verspüren. Nicht unbedingt dem Zustand meines kleinen Reiches geschuldet, sondern eher der Realisierung des sich langsam verabschiedenden Sommers. Eingehüllt im Strickpulli und in Gedanken vertieft an diese wunderbaren Sommermonate in Spanien, verliere ich mich zugleich im Rumwühlen zwischen allen Plattenstapeln, die ich mir tatsächlich als Ziel gesetzt habe, neu zu sortieren. Genau, du hast richtig gelesen.

    Aaaaaaber, da sind sie wieder – meine geliebten Classics vom Electro Meister himself. The Egyptian Lover. Arrrr. Jesus!! Passt gerade perfekt zu meiner Stimmung, um alles noch einmal für mich binnen Minuten aufleben lassen zu können. Ich muss unbedingt “Dial A Freak” hören. Im Jahre 1983 wurde diese Nummer auf dem Label “Freak Beat Records” released, welches gerade in den 80ern echt coolen, so richtig coolen, also richtig richtig coolen electro verkörperte und später dann zu “Egyptian Empire Records” wurde. Trotz der am Beginn ranschleichenden, housigen Chords wirkt die Nummer durch ihren puren Hip Hop-Electro Charakter und für mich absolut amüsanten Rap so unheimlich trocken. Hier produzierte Greg Broussard unter dem Pseudonym “Uncle Jamms Army Dudes” mit seinen West Coast Dudes aus L.A. zusammen, was die Leichtigkeit der eingespielten Synths und den sommerlichen Flair erklären sollte. Absolut typische Merkmale eines Egyptian Lover Tracks erkennt man auch hier wieder durch den Sprechgesang über den Meister selbst ;) Durch’s Zimmer tanzend und frei von jeglichem Stress, lasse ich mich auf das Fließen der Nummer ein.

    Im Leben kreuzen Dir öfter Platten den Weg, die für manche Etappen deines persönlichen Werdegangs für dich produziert zu scheinen wurden, selbst wenn diese Euphorie derer auch nur eine Woche anhält. Wichtig ist doch nur, dass man von einem Fluss in den Nächsten schwimmt und bei der darauffolgenden Etappe wiederholt das Vergnügen mit einer neuen Platte bekommt, die in diesem einen Moment die Welt bedeutet.

    Also, wähle einen Freak.

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    Uncle Jamms Army – Dial A Freak

    Label: Freak Beat Records
    Format: Vinyl 12″, Single, 45 RPM
    Country: USA
    Released: 1983
    Genre: Electronic, Hip Hop
    Style: Electro

     

     


    Platte der Woche #306

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    25/09/2016 · Flo · Kategorie: Allgemein,Berlin,Musik,Platte der Woche ·

    bakerman

    Moin Leute,

    so das muss jetzt mal sein :)  Bakerman … is baking bread…

    Meine absolute Lieblings Oberquatsch Songzeile. Der Track läuft bei mir mal wieder auf Dauerrepeat, beim Autofahren, beim Arbeiten, beim Chilln und auch immer wieder gern beim Feiern. Er passt einfach immer: in der Afterhour, genau so wie beim Aufwärmen oder mitten in der Primetime zum einfach mal verschnaufen und für die Gudelaune.

    Die Dänische Synth Pop Band Laidback, die übrigens einige Jahre zuvor mit Sunshine Reggae ihren ersten großen Hit hatten, veröffentlichte Bakerman 1989. Der zeitlose Beat, gepaart mit der eingängigen Melodie und dem sehr schönen und gleichzeitig inhaltlich völlig sinnbefreiten Gesang ist seither einfach ein unwiderstehlicher Dauerbrenner.

    Unten findet ihr übrigens das Original, aber natürlich gibt es auch diverse “housige” Remixe, z.B. von SoulClap hier.

    Viel Spass damit und einen sonnigen Sonntag!

    Euer Florian Landers

    Laidback – Bakerman
    Label: Ariola
    Format: Vinyl 7″, Single, 45 RPM
    Country: Europe
    Released: 1989
    Genre: Electronic
    Style: Synth-Pop

     

     


    Platte der Woche #298

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    17/07/2016 · Zacharias · Kategorie: Musik,Platte der Woche,Review ·

    rb061

    Einen schönen Sonntag liebe Mitmenschen!

    Als Schallplattenunterhalter ist man nicht selten dazu geneigt, dem Zuhörer auf der Tanzfläche gegenüber, den musikalischen Belehrbär zu spielen. Da serviert man also ab und zu mal vermeintlich Musik, von der man überzeugt ist, genau das müsste jeder mal gehört haben. Das Schöne an diesem Spiel ist, dass die musikalische Erziehung im Nachtleben auch ganz schnell in die andere Richtung verlaufen kann. Da wird einem von einem lieben Menschen ein Künstler empfohlen, den man erst mal mit gewisser Skepsis auf seine “Muss-ich-mir-wohl-mal-anhören-Liste” vermerkt. Ja und dann kommt oft das Unweigerliche: Warum hab ich das nicht schon fünf Jahre eher gekannt und wie konnte das an mir vorbeigehen?

    So geschehen mit dem britischen Produzenten Leon Vynehall. Nach seinem klasse Album “Music for the Uninvited” aus dem Jahre 2014, hat er dieses Jahr auf Gerd Jansons Label Running Back das wundervolle Album »Rojus – Designed to Dance« vorgelegt.

    Ein farbenfrohes House-Album mit schillernden Facetten zwischen Tanzfläche und Wohnzimmercouch. Das Tanzbein wippt auf jeden Fall durchgängig, wenn sich schöne Pianochords mit kleinen Bassfiguren und lieblichen Vocals im Raum vereinen. Irgendwie eine rundrum gute Sache, die es sich wirklich lohnt anzuhören. Da kann ich nur sagen: Danke!

    Euch allen eine tolle Woche und bis bald.
    Zacharias


    Leon Vynehall ‎– Rojus (Designed To Dance)

    Label: Running Back ‎– RB061
    Format: 2 × Vinyl, 12″, 33 ⅓ RPM, 45 RPM, Album
    Land: Germany
    Veröffentlicht: 01 Apr 2016
    Genre: Electronic
    Stil: Deep House, House


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