• Platte der Woche #327

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    19/02/2017 · Zacharias · Kategorie: Allgemein,Platte der Woche,Releases,Review,Thüringen ·

    No Accident in Paradise – KOLEKCJA

    Blank cassette tape box design mockup, isolated, clipping path.

    Alles schwebt! Auf Tape.

    Das Kollektiv „No Accident in Paradise“ hat Anfang des Jahres mit »KOLEKCJA« eine wunderbare Compilation von verstreuten Ambient-Stücken zusammengeschnürt und in eure Ohren gestreut.

    Es ist ein ganz eigener Kosmos, welchen die Drei da aus ihren Geräten zaubern. An jeder Ecke der Musikstücke blitzen kleine Wunder hervor, es fallen Klangflocken aus allen Himmelsrichtungen und man merkt wie viel Mühe sich hier gegeben wurde, nicht nur eine klangliche, sondern auch eine hohe emotionale und inhaltliche Dichte zu schaffen. An manchen Stellen ist das Alles beim ersten Hören gar nicht voll zu erfassen.

    Eine durch und durch interessante Sache und auch ein sehr gutes Beispiel dafür, dass Musik nicht nach Schema „F“ und dem Ableton Baukastenprinzip entstehen sollte, wenn sie wirklich Tiefe erreichen will. Das Stück »ICE« ähnelt gar einer musikalischen Installation, einem fast schon erfühlbaren Gebilde aus Klängen.

    Eine absolut empfehlenswerte Zusammenstellung die auf stark limitierten 33 Tapes und digital bei Bandcamp zu bekommen ist.

    Stark beeindruckt,
    Zacharias

     

     
    No Accident In Paradise ‎– KOLEKCJA
    Label:
    Not On Label ‎– NAIPmc1
    Format: Cassette, EP, Limited Edition, Numbered, Stereo
    Land: Germany
    Veröffentlicht: 01 Jan 2017
    Genre: Electronic
    Stil: Ambient

     


    Platte der Woche #304

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    11/09/2016 · Zacharias · Kategorie: Allgemein,Platte der Woche,Review ·

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    Guten Tag liebe »Platte der Woche«-Gemeinde.

    Heute wirds zum Sonntag etwas flotter, aber ohne in Hektik abzudriften. Mit Lee Burridge gibts diese Woche mal eine feste Größe aus britischen Gefilden. Ein Mann der jetzt nach der ärgerlichen Schliesung des Londoner Fabric Clubs (in welchem er Resident ist/war), hoffentlich wieder etwas mehr Zeit hat, um schöne zeitlose Musikstücke zu produzieren. Mit seiner »Stand up Right EP« hat er auf jeden Fall eine tanzbare und gleichzeitig schwer verträumte Nummer auf Vinyl pressen lassen. Eine Platte die meinen Plattenkoffer vorerst nicht so schnell verlassen wird.

    Aufmerksam wurde ich auf den Mann übrigens vor vielen Jahren als im Urlaub sein 24:7 Mix auf Global Underground in der Dauerrotation im Autoradio lief. Das wäre dann aber eine andere Empfehlung bzw. eine andere Platte der Woche.

    Für heute gibt nun dieses schöne Werk:

    Einen schönen Tag wünscht, Zacharias

    Lee Burridge & Lost Desert – Stand Up Right EP
    Label: Get Weird ‎– GW004
    Format: Vinyl, 12″, EP
    Land: Germany
    Veröffentlicht: 31 Mar 2016
    Genre: Electronic
    Stil: Tech House, Techno, House


    Platte der Woche #298

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    17/07/2016 · Zacharias · Kategorie: Musik,Platte der Woche,Review ·

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    Einen schönen Sonntag liebe Mitmenschen!

    Als Schallplattenunterhalter ist man nicht selten dazu geneigt, dem Zuhörer auf der Tanzfläche gegenüber, den musikalischen Belehrbär zu spielen. Da serviert man also ab und zu mal vermeintlich Musik, von der man überzeugt ist, genau das müsste jeder mal gehört haben. Das Schöne an diesem Spiel ist, dass die musikalische Erziehung im Nachtleben auch ganz schnell in die andere Richtung verlaufen kann. Da wird einem von einem lieben Menschen ein Künstler empfohlen, den man erst mal mit gewisser Skepsis auf seine “Muss-ich-mir-wohl-mal-anhören-Liste” vermerkt. Ja und dann kommt oft das Unweigerliche: Warum hab ich das nicht schon fünf Jahre eher gekannt und wie konnte das an mir vorbeigehen?

    So geschehen mit dem britischen Produzenten Leon Vynehall. Nach seinem klasse Album “Music for the Uninvited” aus dem Jahre 2014, hat er dieses Jahr auf Gerd Jansons Label Running Back das wundervolle Album »Rojus – Designed to Dance« vorgelegt.

    Ein farbenfrohes House-Album mit schillernden Facetten zwischen Tanzfläche und Wohnzimmercouch. Das Tanzbein wippt auf jeden Fall durchgängig, wenn sich schöne Pianochords mit kleinen Bassfiguren und lieblichen Vocals im Raum vereinen. Irgendwie eine rundrum gute Sache, die es sich wirklich lohnt anzuhören. Da kann ich nur sagen: Danke!

    Euch allen eine tolle Woche und bis bald.
    Zacharias


    Leon Vynehall ‎– Rojus (Designed To Dance)

    Label: Running Back ‎– RB061
    Format: 2 × Vinyl, 12″, 33 ⅓ RPM, 45 RPM, Album
    Land: Germany
    Veröffentlicht: 01 Apr 2016
    Genre: Electronic
    Stil: Deep House, House


    Platte der Woche #272

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    10/01/2016 · Martin Eberhardt · Kategorie: Musik,Platte der Woche,Review ·

    kangdingray

    Den gebürtigen Franzosen und in Berlin ansässigen David Letellier kennen viele besser unter seinem Alter Ego Kangding Ray. Auf den Labels Raster Noton und Stroboscopic Artefacts hinterlässt er seit einigen Jahren eine klar erkennbare Handschrift. Von seiner anfänglichen Attitüde zu abstrakten Downtempo- und Ambienttracks ist heute nicht mehr viel erkennbar, dennoch verfolgt er mit seinem kreativen Output eine deutliche Linie, die sich irgendwo zwischen elektrisierender Melancholie und experimentellem und treibendem Techno wiederfindet.

    Mit Cory Arcane hat sich Kangding Ray eine fiktive Figur erschaffen, die dem gleichnamigen Album Leben einhaucht. Da ihm seine eigene Biografie zu uninteressant erschien, um damit eine auf Musik bezogene und spannende Geschichte zu erzählen, erfand Ray diesen imaginären Charakter. Die Geschichte aus Cory Arcanes Leben ist mitreißend und fesselnd zugleich, einmal angefangen ihr zuzuhören, möchte man gar nicht mehr damit aufhören. Am meisten packt mich jedoch der Track “When We Were Queens”, der deutlich erahnen lässt, wie Cory Arcane mit geschlossenen Augen davon träumt, die Königin ihres eigenen Hörspiels zu sein.

    Und da man Geschichten am besten selber liest und in diesem Fall hier hört, möchte ich euch nicht zu viel davon verraten. Drückt lieber selbst auf Play und hört wie sie zu Ende geht…

    Euer Ebi!

    Kangding Ray – Cory Arcane
    Label: Raster-Noton ‎– r-n167
    Format: 2 × Vinyl, 12″, Album
    Country: Germany
    Released: 29 Oct 2015
    Genre: Electronic
    Style: IDM, Techno, Experimental


    Platte der Woche #189

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    18/05/2014 · Zacharias · Kategorie: Musik,Platte der Woche,Review ·

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    Hach ja, was wäre so ein Sonntag, ohne die Platte der Woche. Ich wähle ja sonst immer gern was aus dem Leipziger Musik-Kosmos, um der kalten Welt den warmen Klang unserer kleinen Pudelwohlfühl-Oase zu präsentieren, aber diesmal geht der Pokal der Woche wohl mal an (wer hätte es gedacht) Berlin!

    Kim Brown mit ihrem Album  “Somewhere Else It’s Going To Be Good” hat es mir in der letzten Wochen (und schon ein Stück davor) einfach angetan. Die beiden Wahlberliner Ji-Hun Kim und Julian Braun haben ein wundervoll deepes und oldschooliges Housealbum erschaffen, welches sowohl locker jedes vernünftige Warm-Up zu bestreiten hilft, als auch weiß sich in der Primetime auf dem Open Air oder im dezent bespielten Club durchzusetzen. Das Ganze ist schon 2013 auf “Just another Beat” erschienen und bietet keinen Schnick-Schnack, sondern einfach solide, wundervolle Housemusik, die die kleinen weißen Blitzezähnchen im Dunkel des Nachtclubs zum Vorschein bringen. Gute Reise!

    Zacharias aka. Simon Sunset

    Label: Just Another Beat ‎– JAB 08
    Format: 2 × Vinyl, 12″, 33 ⅓ RPM, Album
    Country: Germany
    Released: 18 Nov 2013
    Genre: Electronic
    Style: Deep House, House


    Review: 08.11.2013 – Filia @ Kassablanca, Jena: Martin Anacker, Franz!, Dachshund

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    05/12/2013 · Stefan · Kategorie: Allgemein,Events,Review,Scene,Videos ·

    Filia little more… – “Von allem etwas mehr” bot schon die zweite Ausgabe der 2013 neu gelaunchten Veranstaltungsreihe.

    Das weiterhin kleine aber äußerst feine Lineup wies zwei sehr beliebte Größen der Thüringer Partyszene und zusätzlich einen nominellen Headliner aus. So konnte, obwohl zuvor sicher die wenigsten Gäste mit dem Wirken dieses “Dachshund” in Berührung gekommen waren, bereits Franz!, der – ganz Teamplayer – ein typisches Opening-Set zum besten gab, zum schwungvollen Ende seines Auftritts den Blick über eine nahezu restlos gefüllte Tanzfläche schweifen lassen.

    Die spannende Frage, was denn nun der Gast aus der Schweiz bieten würde, konnte im Anschluß mit “das ganze Spektrum des Tech-House und angrenzender Genres” beantwortet werden. Bemerkenswert wie verschliffen ihm die Variation zwischen geschmeidig deepen und minimal technoiden Sounds gelingt ohne den durchgängigen Fluß der Darbietung zu gefährden.

    Als sich in den frühen Morgenstunden bereits zufriedene Mienen und anerkennendes Kopfnicken zu Ehren einer gelungenen Tanzveranstaltung beim Publikum einstellten, warf Wahl-Jenaer und Filia-Mit-Initiator Martin Anacker seinen Hut in den Ring (bzw. sein Vinyl auf die Plattenteller). Da die Floskel “einen draufsetzen” nur unvollkommen umschreibt, was sich dabei in den Räumlichkeiten des Kassablanca abspielte, sei allen Interessenten Einsicht die verlinkten Bewegtbilder empfohlen. Das Energielevel erreichte und hielt einen Höchstwert, der einigen derart einzuheizen schien, daß ihnen bald buchstäblich die zu entledigenden Kleidungsstücke ausgingen. ;-)

    In kleinerem Rahmen nahm die Tanz+Klangkombinats-Kumpelsause einen ähnlichen Verlauf. Auf Sierras Eröffnung folgte Honkis flottes, von angenehm technoiden Tracks durchsetztes Set, das die eintreffenden Gäste sofort in Feierlaune versetzte. Auch Berlin-Legionär und “Gaststar” Clemens Kombinat war daher gezwungen von der geplanten Marschrichtung abzuweichen und sich eher einiger Dateien aus dem “Techno”-Ordner zu bedienen, bevor Martin Anacker in gewohnt druckvoller Manier letzte Reserven bei der Crowd mobilisierte, die sich hernach zum besinnlichen Abschluß des Wochenendes zur Schneebrettbar in der nahegelegenen Universitätsstadt begab.

    Wer all dies verpaßt haben sollte, dem bietet sich noch kurzfristig die Chance das Tanz+Klangkombinat bei den Jungs von Super//Elektronisch im Centrum-Club Erfurt zu erleben.

    Beginn: Freitag 06.12.13, 23 Uhr – Ende: in den Morgenstunden des 07.12.13

     


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