• Platte der Woche #359

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    12/11/2017 · Vivian Koch · Kategorie: Platte der Woche,Releases ·

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    Diesen Sonntag und zum Abschluss der Tanz- und Klangkombinat Ära möchte ich nutzen, um zwei Talente aus Berlin vorzustellen, die mich in den letzten Monaten abseits des Techno’s mit ihren Produktionen sehr beeinflusst und inspiriert haben. Mein Weitblick und Verständnis bezüglich der Genres des Synthie- und Disco House wurde durch dieses junge Band Projekt total geprägt.
    Die Produktionen bestehen aus der Zusammenarbeit des britischen Sängers James Brook und dem Produzenten Thomas Freudenthal, welcher u.a. auch unter diesem Namen seit einiger Zeit ein erfolgreiches Solo Projekt führt.

    Zaghaft bin ich durch Carolain Luf an housige – langsamere, elektronische Stile rangetreten, bis sie mich auf die “Inside The Outside – EP” aufmerksam machte. Noch kurz danach erschien “Power To The People” von Pardon Moi auf “Höga Nord Rekords” und es war um mich geschehen. Das schwedische Label steht für mich seit 4 Jahren für ausgesprochen abwechslungsreiche  und enorm genreübergreifende Releases, angefangen von bekannten Künstlern wie “The Exorcist”, über Urgesteine wie Robert Leiner bis hin zu Andrew Weatherall. Durch ihren herausstechenden Wiedererkennungswert konnten sich Pardon Moi bereits zahlreiche Remixe von international angesagten Künstlern für ihre EP’s ergattern, wie auch bei dieser.

    Das Spannende hierbei ist, dass durch den instrumentalen Einfluss sehr kraftvoller, man möge fast sagen futuristischer Indie Disco das Klangergebnis bildet. Ich habe selten in den letzten Monaten so detailreiche Produktionen gehört und bin mega gespannt, was wir im nächsten Jahr von den beiden hören und sehen werden.

    Ich wünsche dem Team von Tanz- und Klangkombinat alles alles Liebe und bedanke mich für die Zeit,

    Vivian

    Pardon Moi ‎– Power To The People
    Label: Höga Nord Rekords
    Format: Vinyl, 17″
    Land: Sweden
    Veröffentlicht: 28 Juli 2017
    Genre: Electronic
    Stil: New Wave, Electro, Indie Disco

     


    Platte der Woche #338

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    09/05/2017 · Zacharias · Kategorie: Allgemein,Musik,Platte der Woche,Releases ·

    Pacific Coliseum – Ocean City LP (Coastal Haze)

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    Heute begeben wir uns auf einen kurzen musikalischen Ausflug ans Meer. Das Londoner Label Coastal Haze hat im April ein ganz herrlich verspieltes Album des Kanadiers Jamison Isaak veröffentlicht. Als Musiker firmiert er unter dem Synonym Pacific Coliseum und hat mit Ocean City eine warme, sommerlich durchflutete Platte geschrieben, die von der Soundästhetik her zwischen 70er-Jahre Porn-Music, 80er-Jahre Miami-Vice-Charme und 90er-Jahre Digital-Syntheziser-Sound pendelt. Das Ganze gibt es wie immer bei Coastal Haze nur auf Tape (hier). Digital natürlich auch, aber das hat ja nur halb so viel Stil. Also mal bitte die Gliedmaßen ausfahren und eine kleine Kopfreise gen Strand unternehmen.

    Cheers, Zacharias


    Pacific Coliseum ‎– Ocean City LP

    Label: Coastal Haze ‎– COASTAL005
    Format: Cassette, Album, LP
    Land: UK
    Veröffentlicht: 03 Apr 2017
    Genre: Electronic
    Stil: House, Downtempo, Ambient


    Platte der Woche #327

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    19/02/2017 · Zacharias · Kategorie: Allgemein,Platte der Woche,Releases,Review,Thüringen ·

    No Accident in Paradise – KOLEKCJA

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    Alles schwebt! Auf Tape.

    Das Kollektiv „No Accident in Paradise“ hat Anfang des Jahres mit »KOLEKCJA« eine wunderbare Compilation von verstreuten Ambient-Stücken zusammengeschnürt und in eure Ohren gestreut.

    Es ist ein ganz eigener Kosmos, welchen die Drei da aus ihren Geräten zaubern. An jeder Ecke der Musikstücke blitzen kleine Wunder hervor, es fallen Klangflocken aus allen Himmelsrichtungen und man merkt wie viel Mühe sich hier gegeben wurde, nicht nur eine klangliche, sondern auch eine hohe emotionale und inhaltliche Dichte zu schaffen. An manchen Stellen ist das Alles beim ersten Hören gar nicht voll zu erfassen.

    Eine durch und durch interessante Sache und auch ein sehr gutes Beispiel dafür, dass Musik nicht nach Schema „F“ und dem Ableton Baukastenprinzip entstehen sollte, wenn sie wirklich Tiefe erreichen will. Das Stück »ICE« ähnelt gar einer musikalischen Installation, einem fast schon erfühlbaren Gebilde aus Klängen.

    Eine absolut empfehlenswerte Zusammenstellung die auf stark limitierten 33 Tapes und digital bei Bandcamp zu bekommen ist.

    Stark beeindruckt,
    Zacharias

     

     
    No Accident In Paradise ‎– KOLEKCJA
    Label:
    Not On Label ‎– NAIPmc1
    Format: Cassette, EP, Limited Edition, Numbered, Stereo
    Land: Germany
    Veröffentlicht: 01 Jan 2017
    Genre: Electronic
    Stil: Ambient

     


    Platte der Woche #316

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    04/12/2016 · Zacharias · Kategorie: Allgemein,Platte der Woche,Releases ·

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    Nomumbah ‎– Amanhã

    Einen wundervollen Sonntag wünsche ich!

    Heute geht unsere Platte-der-Woche-Reise ins ferne Brasilien und wir knöpfen uns mal kurz das musikalische Projekt von Ale Reis, André Torquato und Rafael Moraes vor. Die drei jungen Menschen firmieren unter dem Synonym »Nomumbah« und veröffentlichen auf dem griechischem Label »Yoruba« von Osunlade. Ihr frisches Album »Amanha« wurde im Oktober dieses Jahres in die Regale gestellt und ist eine wirklich schöne Ansammlung deeper Sounds und schicker Tracks.

    Mein persönlicher Favorit ist »Bulan«, ein wundervoll verspulter Klangkörper, mit leichtem Hang zum Funk und ach überhaupt.. ein kleine Perle auf einem Album voller Perlen. Auf jeden Fall kann man dieses Album mal länger im Case behalten, denn es deckt wirklich einen farbenfrohen Fächer an Situationen und Stimmungen ab. Lehnt euch in eure übergroßen Ohrensessel und lasst die Ohrhäärchen flattern.

    Liebe Grüße aus Leipzig, Zacharias

    Nomumbah ‎– Amanhã
    Label: Yoruba Records ‎– YSD72
    Format: 2 × Vinyl, 12″, 33 ⅓ RPM, Album
    Land: UK
    Veröffentlicht: 10 Oct 2016
    Genre: Electronic
    Stil: House, Deep House


    Platte der Woche #311

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    30/10/2016 · Baba Sikander · Kategorie: Allgemein,Musik,Platte der Woche,Releases ·

    LamatUuc – Curación

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    Die Panflöte ist eines dieser ganz wenigen Instrumente, welchen ich mit einer gewissen Voreingenommenheit, zuweilen auch Abscheu begegne. Höre ich eine Panflöte, ziehe ich aus einer alten klemmenden Schublade stets eine traumatische Erinnerung hervor, die eine vor Kitsch triefende, unerträglich laute und nachts in Dauerschleife laufende TV-Werbung für ein 5er-Pack Entspannungs- und Meditations-CDs enthält. Im Ernst: Panflöte. Wer hört denn sowas? Ich kenne zum Glück niemanden. Das hält doch kein Mensch aus… dachte ich.

    Seit einigen Tagen kenne ich persönlich jemanden, der sich zumindest im passenden Kontext an einer Panflöte erfreuen kann und bin sehr überrascht, dass es sich dabei um mich selbst handelt. Meine Schublade voll traumatisierender Flötentöne wurde von einem Herren mit dem Pseudonym LamatUuc ganz freundlich und unverhofft in den wachsenden Mülleimer der überflüssigen Vorurteile entleert. Es ist nicht das erste Mal, dass ich von LamatUuc höre und wer an meinen DJ-Sets gefallen findet, wird vielleicht auch schon von ihm gehört haben. Er kombiniert dubbigen Techno mit erdiger, zuweilen auch himmlischer Folklore und schafft dabei eine umschmeichelnde Lagerfeueratmosphäre mit gelegentlichen Zuckungen der Raumzeit. In seinen bisherigen Releases mäandert er gern zwischen Abstraktem und Konkretem hin und her, zeigt sich sowohl Süßem als auch Herzhaftem gegenüber sehr offen und würzt an der richtigen Stelle dezent mit einer Prise Psychedelischem.

    Die EP um die es heute geht, ist vor einigen Wochen auf Lump Records erschienen und trägt den Titel “Curación”. Sie umfasst zwei freundlicherweise gegen Spende erhältliche Stücke, die scheinen als würden sie Etappen einer sehr inspirierenden Weltreise dokumentieren. Der Titelträck erzählt von der Panflöte und ihrer zupfenden Freundin, die mich und mein zwitscherndes Krafttier, durch regennasses Blätterwerk stolpernd, auf eine Lichtung locken. Dort warten bereits zwei neckische Schamanen. Der Eine pfeift, der Andere singt. Oder ist der Eine ebenso der Andere? Es ist eine Zeremonie für uns vorbereitet und wir brechen zu einer geisterhaft albernen Klangreise auf.

    Wo auch immer die andere Weltreisen-Etappe lag, sie wurde offenbar auf dem Rücken eines unter Blitzblähungen leidenden Dromedars bewältigt. Rein rhythmisch ist gegen die Wahl dieses stark groovenden Transportmittels nichts einzuwenden. Doch sollte niemand das, angesichts solch widriger Reiseumstände zuweilen auftretende, Gejammer unterschätzen. Ich schließe mich der “Caravana” musizierender Mystiker an und lasse mich von ihren alten Liedern verzaubern. Sie entführen mich in hypnotische Traumwelten, heben mich in luftigste Höhen und lassen mich in die melancholischsten Tiefen fallen. Und so zerrt und presst der Sufi-Lachgas-Sound mein stolperndes Dromedar durch einen Riss in der Dünen-Matrix. Was dahinter wohl zu finden ist?

    Gute Heilung!
    Euer Baba

    LamatUuc – Curación
    Label: Lump Records

    Format: Digital
    Country: Chile
    Release Date: 16.09.2016
    Genre: Lagerfeuertechno


    Platte der Woche #294

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    12/06/2016 · Marian · Kategorie: Allgemein,Musik,Platte der Woche,Releases ·

    Interstellar Funk

    Rush Hour ist bekannt für hochwertige Musik. Mit der Katalognummer RH014 reiht sich eine wunderschönes und gefühlvolles Debüt von Olf van Elden alias Interstellar Funk mit ein. Die Platte enthält sechs Tracks, die alle samt eine Symbiose auf 12″ darstellen. Niederländische Produzenten haben schon immer ein hohes Maß an Musikverständnis, wie ich finde. Interstellar Funk gilt als Nachwuchs dieser. Magische Melodien und strukturiere Tracks, die in die Zukunft blicken. Acid gepaart mit House-Grooves sorgt für ein abwechslungsreiches, bescheidenes und beeindruckendes Hörerlebnis.

    Eine abenteuerliche und mehrdimensionale Reise ist garantiert.

    Viel Spaß beim hören.
    Marian

    Interstellar Funk – Electric Park Square

    Label: Rush Hour
    Format: 12inch
    Country: Netherlands
    Released: April 2016
    Genre: Electronic
    Style: House

     


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