• Platte der Woche #338

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    09/05/2017 · Zacharias · Kategorie: Allgemein,Musik,Platte der Woche,Releases ·

    Pacific Coliseum – Ocean City LP (Coastal Haze)

    PAC-COL-OCEAN-CITY

    Heute begeben wir uns auf einen kurzen musikalischen Ausflug ans Meer. Das Londoner Label Coastal Haze hat im April ein ganz herrlich verspieltes Album des Kanadiers Jamison Isaak veröffentlicht. Als Musiker firmiert er unter dem Synonym Pacific Coliseum und hat mit Ocean City eine warme, sommerlich durchflutete Platte geschrieben, die von der Soundästhetik her zwischen 70er-Jahre Porn-Music, 80er-Jahre Miami-Vice-Charme und 90er-Jahre Digital-Syntheziser-Sound pendelt. Das Ganze gibt es wie immer bei Coastal Haze nur auf Tape (hier). Digital natürlich auch, aber das hat ja nur halb so viel Stil. Also mal bitte die Gliedmaßen ausfahren und eine kleine Kopfreise gen Strand unternehmen.

    Cheers, Zacharias


    Pacific Coliseum ‎– Ocean City LP

    Label: Coastal Haze ‎– COASTAL005
    Format: Cassette, Album, LP
    Land: UK
    Veröffentlicht: 03 Apr 2017
    Genre: Electronic
    Stil: House, Downtempo, Ambient


    Platte der Woche #337

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    30/04/2017 · Martin Anacker · Kategorie: Allgemein,Platte der Woche ·

    In einer Welt in der wir dem steten Wettlauf um Ansehen, Macht und Wohlstand kaum mehr entkommen können, in der Stress durch die Weltgesundheitsorganisation zur größten Gesundheitsgefahr des aktuellen Jahrhunderts erklärt wurde und in der die Erde sich täglich ein wenig schneller zu drehen scheint, fällt es schwer einfach mal innezuhalten, stehen zu bleiben, tief durchzuatmen und sich der Schönheit des Moments bewusst zu werden. Entschleunigung heißt schon seit längerem die Devise, doch kaum jemand meint es wirklich ernst mit ihr. Doch spätestens, wenn man das wohltuend warme Licht empfängt, dass der gleichnamige Track (The Light) des rumänischen Produzenten Vid aka Egal3 aussendet, ist man mitten drin in der Entschleunigung. Keine Drops, keine Höhepunkte, kein Schnick Schnack. Einfach wohlig warmer rumänischer House vom aller feinsten!

    In diesem Sinne, geniest den Augenblick und habt einen wunderbaren Sonntag.

    Euer Martin

    Romar, Vid (3) ‎– The Light 

    Label: Saga (10) ‎– S-1
    Format: Vinyl, 12″, EP,
    Land: Switzerland
    Veröffentlicht: Dec 2016
    Genre: Electronic
    Stil: Minimal Techno

    Platte der Woche #334 – Baba Sikander “Mantra”

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    09/04/2017 · Baba Sikander · Kategorie: Allgemein,Platte der Woche ·

    Baba Sikander – Mantra (LMP30)

    mantra cover blass

    Ein Mantra ist ein gesprochenes Wort oder ein Vers. Es trägt in seinem Klang eine Energie, die durch Sprechen, Chanten oder Rezitieren im Geiste geweckt werden kann. Lange habe ich das für esoterischen Hippie-Quatsch gehalten, musste aber vor einigen Jahren feststellen, dass da irgendwie was dran ist. Vielleicht bin ich aber auch nur selbst ein esoterischer Hippie geworden. Jedenfalls bin ich vor einigen Jahren auf ein Mantra gestoßen, das mich seitdem in fast regelmäßigen Abständen heimsucht, weckt, anstupst, auflädt – wie auch immer… Es handelt sich dabei um das Sri Ganesh-Mantra „Om gam ganapatye namaha“, das die Energie eines treuen, pfiffigen und elefantenstarken Gefährten weckt und hilft, den richtigen Weg zu finden und Hindernisse aus dem Weg zu räumen.

    Normalerweise würde an dieser Stelle jetzt eine Plattenkritik oder -rezension erscheinen. Heute möchte ich aber seit langer Zeit wieder mal einen Beitrag in eigener Sache bringen und meine neue EP mit dem, nach obiger Einleitung nicht mehr überraschenden, Titel „Mantra“ vorstellen, die ab morgen (10.4.2017) beim Digitalmusikhändler ihres Vertrauens erhältlich ist. Sie erscheint auf Lump Records, worüber ich mich sehr freue, da sie sich dort in wirklich guter Gesellschaft befindet. Vielleicht erinnert sich der eine oder die andere noch an einen früheren Beitrag an dieser Stelle, als ich bereits ein Auge auf diesen Quell guter Musik geworfen hatte.

    Meist wird das Ganesh-Mantra sehr fröhlich gechantet. Unbeeindruckt davon, habe ich mich entschlossen, einfach auf die Melodie zu warten, die ich beim Selberchanten irgendwann hören würde. Vielleicht hat es nur eine glückliche Dreiviertelstunde gedauert, bis mir eine kraftvolle, mächtige Stimme dann ein persönliches Mantra eingebrannt hatte.

    Nachdem dieses Mantra zu einem Track wurde, der erstmal zum Reifen einige Monate in den kühlen, dunklen, tiefen Ecken meiner Harddisk abgelegt wurde, kam er eines Tages am anderen Ende der Welt wieder ans Licht, als ich ihn Niju auf der Veranda des North Shore Techno Institutes auf Oahu vorspielte. Es inspirierte ihn, einen Remix zu machen und ich dachte mir, dass wohl der nötige Reifegrad erreicht ist, um daraus eine Digital-EP zu schmieden. Aber dann kamen mir jedoch erstmal wieder andere von diesen „Dingen“ dazwischen…

    Dem Thema des Mantras entsprechend, hat es glücklicherweise nicht stillgestanden, sondern sich stetig seinen Weg durch den Morast und durch das Dickicht meiner (Ver-)Planung und meiner vielen Baustellen gekämpft. Doch wenn einem elefantisch der Weg durch den Dschungel freigeräumt wird, fliegen einem auch hin und wieder Splitter um die Ohren – manchmal knallen sie einem auch ins Gesicht, oder ins Herz…

    Auf mein schweres, knarziges und gemäßigt dissonantes Original folgt Niju’s Remix, der das Tempo konsequent runter dreht und dabei trotzdem eine melancholische Leichtigkeit ins Spiel bringt, die auf einem psychoaktiven Reverb langsam aus einer Höhle smooth jammender Dropouts herauswabert, wo sie auf Jota’s Remix trifft. In der schwülen Mittagshitze seiner Interpretation wandelt sich die Leichtigkeit dann in eine taumelnde Schwere, die leicht torkelnd und halluzinierend von einer Tanpura durch tropisches Unterholz gezogen wird, bis sie auf einer freien Lichtung mehrere Elefanten erblickt, die sich um ein Lebkuchenhaus herum versammelt haben. Die Leichtigkeit, die sich in Schwere gewandelt hatte, wandelt sich nun in Neugier und schleicht sich in der Abenddämmerung an das Lebkuchenhaus heran. Sie findet dabei heraus, dass es aus der Nähe betrachtet eigentlich ein Afterhour-Club ist, in dem sich Felix Reiters Remix zusammen mit Katha Mau, die gerade eine Katze für die Cover-Collage auf zwei Dimensionen reduziert und Gitte Verführt, der sich für die finale Klangpolitur in Stimmung bringt, vor dem Tageslicht versteckt hatte. Nun, in der Dämmerung zieht Felix das Tempo wieder deutlich an und erzählt der Neugier eine epische Geschichte vom Stottern, Stolpern und Blubbern. Daraufhin versucht die Neugier aus diesem Blog in deinen Kopf zu kriechen…

    Baba Sikander – Mantra
    Label: Lump Records

    Format: Digital
    Country: Chile
    Release Date: 27.03.2017
    Genre: Downtempo, Kundalini Schingeling


    Platte der Woche #331

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    19/03/2017 · Marian · Kategorie: Allgemein,Musik,Platte der Woche ·

    Equinox

    Auf der Suche nach einer Veröffentlichung für den heutigen Sonntag bin ich auf den Schweizer Jules Muff alias Jimi Jules gestoßen. Viele Worte sind für das Album nicht nötig. Veröffentlicht wurde Equinox im Dezember 2016 auf Zukunft Recordings. Das Album bekam zahlreiche positive Kritik, weil Jules es schafft nahezu eine perfekte Symbiose aus Clubmusik, House und und Jazz herzustellen. Abwechselnd nimmt man instrumental und vocal Melodien wahr. Sie sind ein wichtiger Teil der Leichtigkeit des Albums. Beeinflusst von Kooperationen mit Berufsmusikern setzt er Akzente und sendet ein kreatives Ausrufezeichen in die Welt!

    Hört und staunt!
    Marian

    Jimi Jules – Equinox

    Label: Zukunft Recordings
    Format: 12inch
    Country: Germany
    Released: Dezember 2016
    Genre: Electronic
    Style: Techno

     


    Platte der Woche #327

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    19/02/2017 · Zacharias · Kategorie: Allgemein,Platte der Woche,Releases,Review,Thüringen ·

    No Accident in Paradise – KOLEKCJA

    Blank cassette tape box design mockup, isolated, clipping path.

    Alles schwebt! Auf Tape.

    Das Kollektiv „No Accident in Paradise“ hat Anfang des Jahres mit »KOLEKCJA« eine wunderbare Compilation von verstreuten Ambient-Stücken zusammengeschnürt und in eure Ohren gestreut.

    Es ist ein ganz eigener Kosmos, welchen die Drei da aus ihren Geräten zaubern. An jeder Ecke der Musikstücke blitzen kleine Wunder hervor, es fallen Klangflocken aus allen Himmelsrichtungen und man merkt wie viel Mühe sich hier gegeben wurde, nicht nur eine klangliche, sondern auch eine hohe emotionale und inhaltliche Dichte zu schaffen. An manchen Stellen ist das Alles beim ersten Hören gar nicht voll zu erfassen.

    Eine durch und durch interessante Sache und auch ein sehr gutes Beispiel dafür, dass Musik nicht nach Schema „F“ und dem Ableton Baukastenprinzip entstehen sollte, wenn sie wirklich Tiefe erreichen will. Das Stück »ICE« ähnelt gar einer musikalischen Installation, einem fast schon erfühlbaren Gebilde aus Klängen.

    Eine absolut empfehlenswerte Zusammenstellung die auf stark limitierten 33 Tapes und digital bei Bandcamp zu bekommen ist.

    Stark beeindruckt,
    Zacharias

     

     
    No Accident In Paradise ‎– KOLEKCJA
    Label:
    Not On Label ‎– NAIPmc1
    Format: Cassette, EP, Limited Edition, Numbered, Stereo
    Land: Germany
    Veröffentlicht: 01 Jan 2017
    Genre: Electronic
    Stil: Ambient

     


    Platte der Woche #321

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    08/01/2017 · Thomas · Kategorie: Allgemein,Platte der Woche ·

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    Aloha, Freunde des elektronischen Musikgeschmacks, die 321te Ausgabe der Platte der Woche steht an.
    Mega dachte ich, als ich diesen Track das erste Mal hörte! Ich war von dem Arrangement und von der Energie des Melodieparts des Tracks tief beeindruckt. Wie sich die Claps durch den Sound bewegen und nach den Breaks immer wieder einen schönen Aufbau zusammen mit dem Bass bilden. Das ist einfach eine Platte die den Titel „ Platte der Woche“ aus meiner Sicht verdient hat, an dieser Meinung hat sich auch nach zahlreichem Hören nichts geändert. Also war es nur eine Frage der Zeit, dass ich das Musikstück hier vorstellen werde, da ich nun wieder an der Reihe bin.
    Um das Geheimnis nun endlich zu lüften – es handelt sich um den Produzent en „SAAND“ mit seinem Track „Elysian“, welcher auf dem Label „Motek Music“, auf dem Long Player „Motek Journeys: USA“ erschienen ist.
    Das bezaubernde Stück Musik hat seinen Weg auch in meinen neuen Mix gefunden, den ich in der kommenden Woche veröffentlichen werde.

    Stay tuned!
    Thomas von Niemand&Keiner

    Artist:  Various Artists
    Titel: Motek Journeys: USA
    Label: Motek Music
    Release Date: 10.10.2016
    Format: digital

    Tracklist:

    01. SAAND – Elysian
    02. Slumber feat. Amunet Shah – Temple
    03. Nicolaas Black – Galaxy Play
    04. After Touch & Beatrax – Windwalker
    05. Medicinne – Lost
    06. Speaking in Tongues – Motion in Colour
    07. Smeed & Suspence – Drive
    08. Steve Leroy – Secrets
    09. Artur Nikolaev & Ashwin Khosa – Broadway Groove
    10. CompleteJ And RazV – Hemispheres
    11. Martin Aquino & Ryan Pamatmat – Two Thirty One
    12. Jason Bay – 4AM


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