• Platte der Woche #245

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    28/06/2015 · Marian · Kategorie: Allgemein,Musik,Platte der Woche,Releases ·

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    Eine Platte der Woche am Fusion Wochenende zu schreiben, ist eine Herausforderung im doppelten Sinn. Viele der Leser werden die tolle Zeit auf dem Festival genossen haben und in Erinnerungen schwelgen. Die Platte von Edanticonf kann dazu den Sound liefern. Im Juli 2014 wurde sie auf M_REC veröffentlicht. Die Stücke ergänzen sich in den jeweiligen Parts der A- oder B-Seite. Die ruhigen Synthesizer Breacks zu Beginn findet man in den zwei stimmungsvollen Stücken gegen Ende wieder. Das Zusammenspiel der beiden Tracks auf beiden Seiten bietet ein flächiges, flottes Technostück, wie man es erwartet.

    Eine perfekte Veröffentlichung, um in die Woche zu starten.

    Viel Spaß beim hören.
    Marian

    Edanticonf ‎– Human Body Movement

    Label: M_Rec
    Format: 12inch
    Country: Italy
    Released: Juli 2014
    Genre: Electronic
    Style: Techno

     


    Platte der Woche #244

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    21/06/2015 · Flo · Kategorie: Allgemein,Platte der Woche ·

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    Guten Morgen liebe Freunde der manischen Zappelei!

    hier habe ich ein düsteres aber wunderschönes Soundjuwel für Euren Sonntagmorgen Frühstückstisch. Eine grandiose Kooperation des allseits bekannten Berliners Andreas Henneberg, der ja unter anderem auch eine Hälfte von The Glitz stellt und dem Rising Star aus Thailand Nakadia, eine der wenigen weltweit sehr erfolgreichen Deejane. Erschienen ist das Ganze auf dem frischen Berliner Label Heinz Music, der Kater lässt grüßen.

    Das Stück beginnt mit einem schnellen Minimal Beat und baut sich über gut vier Minuten langsam auf, um nach einem lang hinaus zögernden Break in einem Spiel aus ekstatischen, verzerrten Keyboardsounds und dunklen Vocals aufzugehen. Das ist dann wirklich richtig gut und man bekommt sogar an einem sonnigen, Eiscreme getränkten Nachmittag schon wieder große Lust im dunklen, verrauchten Club zu stehen.

    Definitiv ein guter Grund, sich einmal alles reinzuziehen, was dieses Mädel vom Land im fernen Thailand uns Großstadtkids so zu zeigen hat…

    Ich wünsch Euch was!

    Euer Florian Landers.

    Nakadia – The Dark Side (Andreas Henneberg Remix)
    Label: Heinz Music
    Format: mp3
    Country: Germany
    Released: 2015-05-25
    Genre: Electro
    Style: Minimal

     


    Platte der Woche #243

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    14/06/2015 · Philipp · Kategorie: Platte der Woche ·

    “Klingt ja ganz schön nach Disco…” wird sich der geneigte Hörer dieses Klassikers sicherlich als Erstes sagen. Und tatsächlich markiert die 1980 erschienene Nummer das Ende jener Ära, in der auf sagenumwobenen Dancefloors die Koksberge bis zum Himmel zu reichen schienen und man outfitseitig mit nichts als einer weissen Felljacke im Club noch ne gute Figur gemacht hat. Doch gerade dieser späte Eintrag in den Geschichtsbüchern der Schlaghosen ist es wert hier Erwähnung zu finden, aus verschiedenerlei Gründen.

    Zunächst sollte die Aufmerksamkeit natürlich dem Interpret selber gewidmet sein. Benson war zu diesem Zeitpunkt eher harten Jazzfreunden ein Begriff, denn seine ersten Veröffentlichungen bestanden aus astreinem Bebop (für den Laien die Jazzmusik, bei der das Ridebecken konstant in wahnwitziger Geschwindigkeit durchgerührt wird, quasi der Endgegner aller Schlagzeuger). Relativ schnell stellte der Herr jedoch fest, dass seine flinken Finger in etwas langsameren und mehr dem Soul und R’n'B zugeneigten Stücken genauso gut Platz finden. Dementsprechend modifizierte er seinen Sound und wurde ganz nebenbei gleichzeitig zusammen mit Grover Washington Jr. (Just the two of us) zum Vorreiter des “Smooth Jazz”, einem Genre dass später von Künstlern wie Sade zur Perfektion gebracht werden sollte (um noch einmal Jahre später die Menscheit in Fahrstühlen und Wartesälen zu terrorisieren). Der Instinkt hin zur Massenkompatibilität ging gar soweit dass sich Benson in dieser Zeit operativ seine Nase verschmälern ließ. Das alles ließ aber nie vergessen, dass es sich bei ihm um einen Vollblutmusiker handelt, dem es gelingt selbst einem zu diesem Zeitpunkt eher im Rückgang befindlichen Genre noch Frische einzuhauchen. Womit wir auch zum zweiten Grund für die Relevanz dieser Platte kommen, nämlich dem beteiligten Personal.

    Benson gewann als Produzenten für das Teil nämlich einen gewissen Herrn Quincy Jones, der möglicherweise dem einen oder anderen Leser ein Begriff sein könnte (Falls nicht, hier drei Worte: Michael Jackson – Thriller). Dieser machte sich dann auch sogleich daran, um den talentierten Saitenhexer ein Ensemble an Studiomusikern zu scharen, das Seinesgleichen suchte und der Nummer einen für meine Begriffe unvergleichlichen Groove verschafft. Die legendären Tracks, an denen einige dieser Herrschaften beteiligt waren hier alle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen, aber hier nur mal ein paar Beispiele:

    John “JR” Robinson, Schlagzeug: Lionel Richie – All Night long, Michael Jackson – Bad, Chaka Kahn – Aint Nobody,
    Abe Laboriel Sr., Bass: Madonna – Like a Virgin, Vogue, Stevie Wonder – Superstition
    Lohn der Mühen waren eine Nummer 1 Platzierung in den US Billboard 100 sowie ein Grammy, zudem befindet sich auf der B-Seite der 12 Inch auch noch „Breezin“, ein weiterer Hit aus der Feder Bensons. Zusammenfassend finde ich, dass man immer mal gut daran tut sich mit den Wurzeln des aktuellen Sounds von Tanzmusik auseinanderzusetzen. Die Wirkung eines echten Musikers auf das Feeling eines Tracks ist meiner Meinung nach ein Tool, dass sich heutige Produzenten durchaus mehr zunutze machen könnten und kann im besten Fall einem Stück genau jene Magie verleihen nach der man mitunter in stundenlangen Sample-Such-Sessions forscht. Den Beweis liefert auf jeden Fall das Stück um das es heute geht und ich kann nur jedem Plattenjongleur empfehlen die Bude mal zum Ende eines Sets oder klassisch bei Sonnenaufgang reinzufahren – die freigelegten Achseln des Tanzvolks werden es euch danken :-)

    Michael “Beatklops” Nagler

     

    George Benson – Gimme the Night
    Label: Warner Bros. Records
    Format: Vinyl, 12″, 45 RPM
    Country: UK
    Released: 1980
    Genre: Funk / Soul
    Style: Disco


    Platte der Woche #242

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    07/06/2015 · clemens · Kategorie: Platte der Woche ·

    Miteinander musik

    Und hier die zweite Niemand & Keiner Platte der Woche in einer Reihe. Nachdem letzte Woche Thomas wählen durfte, ist nun mein Votum gefragt. Lang musste ich allerdings nicht darüber nachdenken, welcher Track für mich seit mehreren Monaten immer ganz vorn mit dabei ist – ein wahres Musterbeispiel in tollem Storytelling hat uns der Schweizer Nicolaj Förderer, kurz nicolaj, da kredenzt.

    Die Rede ist nicht etwa vom ebenfalls genialen “Aux Figures” (das wir gleich im Original UND der Lake People Version gekauft haben und immer wieder durch die Anlagen jagen), sondern von einer ganz besonderen Platte – der “Cannobio Compilation“. Genauer geht es mir in erster Linie an das wirklich herausragende “High Life“. Doch kurz zurück zur Compilation, die wohl bei einem gemeinsamen Italien-Urlaub der Miteinander Musik Artists enstand und pünktlich zum zweiten Geburtstag des kleinen Zür’cher Labels als Free Download den Musik-Liebhabern dieser Welt geschenkt wurde. Richtig gelesen – das gute Stück ist für jedermann frei zu haben. Einziger Wermutstropfen ist die Qualität. MP3′s spielen wir eigentlich nicht mehr. Aber für High Life machen wir da öfters mal eine Ausnahme. Warum?

    Nun – auf Kopfhörern findet ihr das schnell selbst heraus. Der schlichte, gut mixbare Anfang. Der bedrohliche, von unten aufsteigende Synthesizer Sound, dann endlich der ziemlich fette Bass-Sound. Doch vor allem die riesige Reise, die der Track von ganz ruhig, über absolute Extase wieder zurück zur Ruhe findet, gehört für mich mit zu dem Besten, was es in der riesigen Welt der Musik gibt. Vor allem der Wiedereintritt in die Atmosphäre nach dem Break hat schon des öfteren zu Freudensprüngen meinerseits hinterm DJ Pult geführt. Oh ja – das gute Stück nimmt mich echt mit! Über nicolaj findet man in der Artistbeschreibung bei Miteinander Musik folgenden Satz: “Nicolaj mag Blumen, Zahnräder, gute Köpfe, die Melancholie, Katzen, L. Euler, die Harmonie, Leder und Haare. Er will, dass seine Musik dementsprechend klingt.”. Ob das für diesen Track passt, muss ein jeder selbst herausfinden. Für mich steht jedenfalls fest – es ist ein absolutes Meisterstück geworden.

    Dem kundigen Niemand & Keiner Hörer ist es bestimmt schon zu Ohren gekommen – schließlich krönt es unseren RumPod und unzählige Sets, seit wir das gute Stück für uns entdeckt haben. Danke dafür (und eine kleine Hoffnung, dass möglichst noch mehr Musik-Abspieler ihn in ihre Playlists aufnehmen – wir wollen TANZEN!)

    Mit diesem Wunsch, ab in den Sonntag – gerade ist passend zum RumPod der Rummels Bucht Geburtstag und wenn du das noch am Sonntag liest, spielen wir “High Life” vielleicht gerade!

    Liebe Grüße aus Berlin

    Clemens Kombinat von Niemand & Keiner

    Nicolaj ‎– High Life on MMF002 – Cannobio
    Label: Miteinander Musik ‎– MMF002
    Format: MP3, Soundcloud Release
    Country: Switzerland
    Released: 2013?
    Genre: Electronic
    Style: Deep House


    Platte der Woche #241

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    31/05/2015 · Thomas · Kategorie: Platte der Woche ·

    kiasmos-thrown

    In dieser Woche habe ich wieder die Ehre, die Platte der Woche zu küren. Meine Wahl fiel dieses Mal auf eine Platte aus unserem „DreamieBereich“ – genau das Richtige um in den Morgenstunden lächelnd und mit geschlossenen Augen in Tönen zu versinken.

    Die Platte kommt von den beiden Jungs Ólafur Arnalds und Janus Rasmussen aus Island, die zusammen unter dem Musikprojekt „Kiasmos“ bekannt sind. Für ihr gleichnamiges, 2014 erschienenes Album haben sie fast fünf Jahre gebraucht. Obwohl die Beiden aus dem Klassik- und Pop-Bereich kommen, zauberten sie einen Longplayer, der so vielfältig mit Synthesizer und anderen musikalischen Elementen spielt, dass eine „Techno- Erzählung” entstanden ist.
    Mein persönlicher Favorit aus der Musikschmiede der beiden Klangkünstler heißt „Thrown“ und ist bereits 2012 auf dem Label Erased Tapes Records erschienen. Neben Kiasmos beherbergt das 2007 gegründete Independent-Label aus London Künstler wie Nils Frahm, Lubomyr Melnyk und viele mehr. Weiterhin ist Erased Tapes ist für seine Genre und Musikstile übergreifenden Release bekannt.

    Anfangs leicht schwebend und harmonisch geht diese Perle schnell in eine von klassischen Elementen umrahmte, treibend-minimale Mitte über und nimmt den Zuhörer wahrlich mit durch eine große Erzählung. Also Ohren auf und los gehts.

    Fühlt euch gedrückt
    Thomas von Niemand & Keiner

     

    Kiasmos ‎– Thrown
    Label: Erased Tapes Records ‎– ERATP044LP
    Format: Vinyl, 12″
    Country: UK
    Released: 21 Sep 2012
    Genre: Electronic
    Style: Minimal, Techno


    Platte der Woche #240

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    24/05/2015 · Zacharias · Kategorie: Platte der Woche,Releases ·

    emd_008

    Der alte Frühling klopft ans Fenster und es ist schon wieder Sonntag. Da wird es Zeit für eine Portion Musik!

    Und die kommt diesmal aus Leipzig und von keinem Geringeren als Ron Deacon. Nach Veröffentlichungen auf AIM, Workshop und Oh Yeah! hat er nun auf Esoulate Music vier sehr unterschiedliche Stücke deepen House beigesteuert. Eine kleine Reise durch das musikalische Spektrum des Produzenten und trotzdem alles irgendwie stimmig. Vom etwas flotteren »Teasing you« bis zum sehr düster slowen »Rush«, mit kleinen Disco-Anmutungen in »don’t say you love me«. Die ganzen Buden haben schöne Anleihen aus den Anfangstagen des House, ohne irgendwie cheesy retro zu klingen. Der warme, chordlastige Sound, den man von Ron Deacon kennt, zieht sich als kleiner roter Faden durch die ganze EP. Für die Soundnerds unter euch, sei vielleicht noch erwähnt, dass der gute Herb LF das Mastering gemacht hat. Er nimmt sich sonst auch gern mal die Releases von Freude am Tanzen, Musik Krause oder O_RS vor, um sie soundtechnisch im Endstadium aufzuhübschen.

    Aber auch hier gilt, wie im richtigen Leben: mal schön selbst ein Urteil bilden!

    Viel Vergnügen und ein grandioses Rest-Pfingst-Wochenende wünscht

    Zacharias aka. Simon Sunset

    Label: Esoulate Music – EMD009
    Format: Digital
    Country: Germany
    Released: 16 Mar 2015
    Genre: Electronic
    Style: Deep House

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