• Platte der Woche #253

    0

    30/08/2015 · Zacharias · Kategorie: Platte der Woche,Releases ·

    CS2705874-02A-BIG

    Bonjour, die Herrschaften!

    Sie sind wirklich selten, die Produzenten, die einen über eine wirklich lange Zeit begleiten, die fast ausschließlich gute Veröffentlichungen und Remixe abliefern, sich aber dabei trotzdem weiterentwickeln, ohne sich enorm zu verbiegen. Einer dieser welcher, ist für mich der momentan in Seattle beheimatete Dave Pezzner. Seit ich seine ersten Releases auf Freerange damals hörte, ist sein Output eine konstante Größe in meiner zerschluderten Plattentasche. Kaum ein Set, in dem ich nicht ein Musikstück oder einen Remix von ihm unter den Diamanten wuchte. Der Groove, die geshuffelten Chords und die teils echt verrückten Percussionspielereien haben es meinem Tanzbein und meinem Auditorischen Cortex vortrefflich angetan.

    Seine letzte Ep “The Island Fantastic” auf Visionquest macht da keine Ausnahme. Etwas wilder geht es diesmal zu, aber einfach wieder mal unglaublich interessant.

    Einen schönen Sonntag und gute Reise wünscht.

    Zacharias

    Pezzner ‎– The Island Fantastic EP
    Label: Visionquest ‎– VQ048
    Format: Vinyl, 12″, 33 ⅓ RPM, EP
    Country: Germany
    Released: 23 Feb 2015
    Genre: Electronic
    Style: House, Deep House

    Pezzner ‎– The Island Fantastic EP
    Label: Visionquest ‎– VQ048
    Format: Vinyl, 12″, 33 ⅓ RPM, EP
    Country: Germany
    Released: 23 Feb 2015
    Genre: Electronic
    Style: House, Deep House


    Platte der Woche #252

    0

    23/08/2015 · Vivian Koch · Kategorie: Allgemein,Berlin,Musik,Platte der Woche ·

    Berghain 07 I Part II

    Unsere wohl heiligste Technostätte feierte letztes Wochenende den 10. Geburtstag vom Label Ostgut Ton.
    Aus diesem Grund möchte ich euch eine meiner Ostgut Ton – Lieblinge, welche diesen Jahres bereits im Mai erschien, vorstellen.
    Neben vielen anderen beeindruckenden Releases zaubern auch hier wieder Cassegrain & Tin Man ein dubbiges Technostück mit verspulten Acidcharakter hin. Der normalerweise unter dem Namen bekannte Ed Davenport knüpft mit seinem neuen Projekt ‘Inland’ auf der zweiten Hälfte der Platte mit ziemlich knackigen Sound an. Beim Tanzen ist der energieverbreitende Track bestens zum Augen schließen, dahin strömen und Kopf ausschalten gedacht.
    Durch den reduzierten Stil des ersten Stückes der B Seite, lässt sich sofort die Handschrift vom Genie DVS1 erkennen, der sonst sein Musikhandwerk durch sein eigenes Label HUSH, dem Sub Label Mistress Recordings oder Klockworks präsentiert. Meine persönliche Assoziation zu dem Track ist eine Entengang, die schelmisch in der Nacht im Takt mitmarschiert.
    Wie wenn es abgesprochen wäre, geht der Ententrip mit Steve Bicknells Nummer ‘Odyssey’ weiter. Ich sehe alle Schnabeltiere vereint auf einer trippy Technoparty am See, quakend, frei und losgelöst.

     

    Habt einen schönen verschmierten Sonntag,

    V

     

    Berghain 07 / Part II / o-ton87

    Release: Berghain 07
    Label: Ostgut Ton
    Format: Vinyl, 12″
    Country: Germany
    Release Date: 18 Mai 2015
    Genre: Electronic
    Style: Techno


    Platte der Woche #251

    0

    16/08/2015 · Stue · Kategorie: Platte der Woche ·

    pdw

    Hallo und schöne Sonntagsgrüße,

    als ich letzten Montag total geflasht von der Wilden Möhre zu Hause saß und nach Tracks von Oskar Offermann suchte, fand ich auch gleich den passenden Track. Dieser stammt von Oskar Offermann und Kareem und heißt Republican Enemy. Veröffentlicht wurde dieser, hart im Tempo reduzierter Techno Track, auf dem hauseigenen White Label.

    Diesen spielte Oskar Offermann auch in seinem wahnsinnig geilen Set auf der Möhre. Um die Stimmung zu diesem Zeitpunkt zu beschreiben, muss man sich schon eine gut, wirklich gut, weichgespülte Meute vorstellen, die sich aufgrund der durchschnittlichen 40 °C auf dem Wildschreck und anderen Umständen nur noch im Schatten bewegen konnte oder sich nicht mehr rührte. Als dann dieses Brett von Track kam, waren alle möglichen Schattenplätze von Leuten belegt und es wurde in jeder möglichen Art hart geravet. Das war so ein herrlicher Moment, dass ich augenblicklich die Zeit auf den letzten Sonntag so zwischen 14:30 Uhr und 17:30 Uhr zurückdrehen will….

    Aber vielleicht habe ich mich auch im Track geirrt und er wurde gar nicht von ihm gespielt :D , dann bleibt dieser aber trotzdem eine wahre Bombe und jeder muss ihn mal gehört haben ;)

    lg euer Stue

    Oskar Offermann & Kareem – Republican Enemy

    Release: White 014
    Label: White
    Format: Vinyl, 12″
    Country: Germany
    Release Date: 15 Dec 2011
    Genre: Electronic
    Style: House, Techno


    Platte der Woche #250

    0

    09/08/2015 · Julius Herfurth · Kategorie: Platte der Woche ·

    figure_69-front

    Das Fremdwörterbuch liefert uns als Definition des Wortes ‘kryptisch’ Folgendes: “unklar in seiner Ausdrucksweise od. Darstellung u. deshalb schwer zu deuten, dem Verständnis Schwierigkeiten bereitend.” Und in der Tat: die jüngste Auskopplung des Berliner Labels “Figure” ist etwas anspruchsvoller, avanciert aber genau deswegen zum Platzhalter der 250ten “Platte der Woche”. (Yeah. Stimmung…Wir feiern ein Viertel der Tausend…Trööööt!!!)

    Doch Spaß beiseite und zurück zur Techno-Trivia: Hinter Cryptik verbirgt sich, für alle Unwissenden, ein wahres Urgestein der modular und loopbasierten Klänge. Die Rede ist von Johannes Heil, der vor nunmehr 20 Jahren zusammen mit Heiko Laux seine erste Platte aufnahm und seitdem aus dem Konzert der Großen kaum wegzudenken ist. Man könnte ihn ein wenig als “eierlegende Wollmilchsau” bezeichnen, da es vollkommen egal zu sein scheint, was er anpackt: sein Stil steht für Qualität und bereichert jedes Subgenre der elektronischen Musiklandschaften, welchem Heil sich widmet. In der jüngeren Vergangenheit machte er vor allem durch eine intensive Zusammenarbeit mit Markus Suckut auf sich aufmerksam, welche bis dato 3 EPs hervorbrachte.

    Mit “Radiance” veröffentlicht Heil aka Cryptik nun wieder eine reine Einzelarbeit, die man in ihrer Gesamtheit schnell zu schätzen lernt. Umrahmt und abgerundet werden die zwei dancefloor-orientierten Mittelstücke von einem Paar Ambientkompositionen, die trotz ihres gänzlichen Verzichts perkussiver Elemente mit einer klar erkennbaren Rhythmik daherkommen. Im Falle von “The Gate” werden wir somit langsam in das klangliche Spektrum des Künstlers eingeführt und auch “Belief” entlässt uns später wieder sanft, ohne uns den Dampfhammer vor den Schädel zu schlagen. Es ist nicht einfach Schluss, wir dürfen in unserem eigenen Tempo zurückkehren, was der Gesamtkomposition eine ungeheure Tiefe verleiht.

    Der Mittelteil wird dominiert von Hommage und Innovation. Der B1-Titel “Messenger” ist eine Rückbesinnung auf die von Akkorden geprägten Zusammenstellungen der 90er Jahre, die uns mit ihren warmen Klavierklängen zum Bewegen einlädt, ohne dabei zu vergessen, dass wir uns anno 2015 befinden. So gehören hier die knallharten 130 BPM des ausgehenden 20. Jahrhunderts auch genau diesem an und wir besinnen uns auf eine langsamere Gangart, die somit eine wunderbare Synergie zwischen Vergangenheit und Gegenwart bildet.

    Das Meisterwerk dieser Platte ist jedoch das Titelstück “Radiance”. Dieses bewegt sich irgendwo zwischen Dub-, Modular- und Minimal-Techno und entzieht sich somit wirklich jeder klaren Deutung. Unablässig loopt sich die Melodie 10 Minuten lang durch den subtilen Drumkorpus und besticht durch kleinste Modulationen und Variationen, die gerade ausreichen, um den Schritt von Monotonie zur Ekstase zu schaffen. Es erinnert uns an diese endlosen Rave-Tracks, die uns so manche Sommernacht unterm Sternenhimmel versüßt haben, ohne dabei wirklich Rave zu sein. Es ist ein Appell an den Tänzer in uns, der sich einfach immer weiter bewegen soll, gekrönt von einem großartigen Break, dessen plötzlich eintretende Flächen uns so euphorisieren, dass das so typische langsam anschwellende Pfeifen und Grölen hier komplett berechtigt ist, um uns schließlich erleichternd wieder in den Rhythmus zu entlassen. Um mit den Worten meines DJ-Kollegen Daniel Hauser zu sprechen: “Darf ich vorstellen: Ein Brett!”

    Cryptik schafft, was nur den Besten gelingt: Er nimmt uns mit auf eine Reise und wir wollen nicht, dass diese endet. Oder, um ein letztes Zitat anzustrengen, sagen wir es sinngemäß nach Wolfgang Voigt: “Minimal Techno ist, wenn Du acht Minuten gehört hast und denkst, du hast erst zwei gehört…dann ist es Trance…und Trance ist immer gut!”

    In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal,

    Der Julius von Solid Rotation

    P.S.: Bei Soundcloud gibt es von offizieller Seite leider nur Snippets zur EP, im Text sind die Titel aber bei youtube verlinkt.

    Cryptik – Radiance

    Release: FIGURE69
    Label: Figure
    Format: Vinyl, 12″
    Country: Germany
    Release Date: 13 July 2015
    Genre: Techno
    Style: Ambient, Modular-Techno


    Platte der Woche #249

    0

    02/08/2015 · Martin Anacker · Kategorie: Platte der Woche ·

    pdw

    Bereits im Jahre 2010 veröffentlichte der argentinische Musikproduzent Pedro Canale alias Chancha Via Circuito sein bis dato zweites Album mit dem Namen Rio Arriba auf ZZK-Records, der Talentschmiede aus Bueno Aires, die vor allem die Clubmusik Cumbia Electronica weltbekannt gemacht hat. Genau dort liegen auch die Ursprünge von Pedro Canale, wobei er sich mit seiner Musik schnell über die musikalischen Grenzen des Genres hinweggesetzt hat. So fusioniert er besonders andine Genres mit dem Cumbia und experimentiert mit dem Murga (Musikstil, der im argentinischen und uruguayischen Karneval populär ist) und Afro-Sounds. Besonders hervorheben möchte ich im Rahmen unserer Platte der Woche seinen Remix des Songs “Quimey Neuquen” von José Larralde, welcher den Anfang des Albums bildet und mit seiner Wärme und seinem wasserartig plätscherndem Rhythmus gerade zu hypnotisiert und zum Träumen entführt.

    Einen wunderbaren Hochsommersonntag wünscht

    euer Martin

    Chancha Via Circuito* ‎– Río Arriba

    Label: ZZK Records ‎– ZZKLP17
    Format: 2 × Vinyl, LP, Album
    Country: US
    Released: 2010
    Genre: Electronic, Latin
    Style: Cumbia, Bass Music, Dub

    Platte der Woche #248

    0

    26/07/2015 · Philipp · Kategorie: Platte der Woche ·

    R-6965069-1430564881-7694.jpeg

    Auf Empfehlung eines guten Freundes und wertgeschätzen Technoveteranen bin ich vor Kurzem auf die EP „Never Seen The Dunes“ von Khidja gestoßen. Ein Release, der mich auf lässigen Bässen durch orientalisch anmutende Klangräume voller psychedelischer Ornamentik geschickt hat und den ich nun wiederum weiterempfehlen möchte.

    Von einem gnadenlosen Basslauf nach vorne gezogen, von Schwärmen zarter Glöckchen umspielt, lockt mich „Aura“ näherzukommen, verführt mich mit einer schmackhaften, fein abgeschmeckten Delaysuppe und spült mich nach einigen Umdrehungen ganz unaufdringlich wieder ins Bewusstsein zurück. Dort stelle ich zu meinem Vergnügen fest, dass mein Fliegender Teppich seitens Khidja ein Soundsystem-Upgrade erhalten hat. Beim nächsten Teppich-Wettflug werde ich endlich „indecis“ auf den Ohren haben – den perfekten Soundtrack für ein Wipe-Out im Morgenland.

    Durch endlose Weiten aus Himmel und Sand, aus Glitzer und Staub zieht eine fröhlich stampfende Technotouristen-Karawane in „Never Seen The Dunes“. Von untenrum knarzenden Sandwürmern auseinander getrieben, aus allen Synthies und verzweifelt Hooklines feuernd schafft es die ravende Meute aber noch rechtzeitig zur Jam-Session in die ChillOut-Oase mit dem seltsam anmutenden Namen „The Quiet Before The Red Stop“ wo Hang-Drum und Gitarre gemeinsam eine wundervoll meditative, verspult-verzwitscherte Sphäre erschaffen.

    Hab Freude!

    Khidja ‎– Never Seen The Dunes

    Label: [Emotional] Especial ‎– EES015
    Format: Vinyl, 12″, 33 ⅓ RPM, EP
    Country: UK
    Released: May 2015
    Genre: Electronic

    Style: Experimental, Synth-pop, Disco, Dub


    Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 ...58 59 60 Weiter