• Platte der Woche #237

    0

    03/05/2015 · Stue · Kategorie: Platte der Woche ·

    prince of denmark

     

    Sonntag, Sonntag, Sonntag

    “Ralph? The time has come…to go out of your mind. Are you ready, Ralph? Are you ready to die and be reborn?” Mit dieser konfusen Textpassage  beginnt der Track “Are You Ready Ralph” von Prince of Denmark, auch bekannt als Traumprinz oder DJ Metatron. Diese Platte erschien auf dem Sublable Giegling Staub Serie. Der Text  stammt von Timothy Leary, welcher wieder rum eine leichte Affinität zu bewusstseinserweiternden, psychedelischen Substanzen hatte :D, daher geht es auch in diesem Text  um die Bewusstseinserweiterung von Ralph.

    Ralph könnte jeder von uns sein.

    Wie ich finde, hat ein Clubbesuch auch eine spezielle, bewusstseinserweiternde Wirkung. Und somit ist dieser Track perfekt für den Anfang einer erlebnisreichen Nacht, da er sehr reduziert rüberkommt, aber durch seinen Subbass trotzdem ordentlich schiebt. Darüber hinaus passt Timothy Leary über die gesamte Spiellänge auf und begleitet einen. Somit stimmt das Setting und man wird schön in die bewusstseinserweiternde Nacht befördert.

    Und vergesst nicht “you are light, you are sound”

    euer Stue =)

     

    Prince of Denmark – Soulfood

    Label: Giegling – glg st 03
    Format: Vinyl, 12″, 33 1/3 RPM
    Country: Germany
    Release Date: 27 Oct. 2010
    Genre: Electronic
    Style: Techno, Dub Techno

     


    Platte der Woche #236

    0

    26/04/2015 · Julius Herfurth · Kategorie: Platte der Woche ·

    profile - leap

    Viel ist über Künstler und Label unserer jüngsten ‘Platte der Woche’ nicht bekannt. Doch als aufmerksame Hörer, welche bereits im schulischen Musikunterricht gelernt haben, dass eher das klangliche Resultat der Komposition für ein Gütekriterium herhalten sollte, lassen wir uns vom Prädikat ‘unbekannt’ nicht abschrecken und strengen einmal die Suchmaschinen des allmächtigen Netzes an, um zumindest ein wenig Hintergrundinformation zu erhalten.

    Mit etwas Geschick und Fingerfertigkeit gelangen wir so zur Internetpräsenz des estländischen Weblabels ProcessedUnter deren Artists versteckt sich auch unser heutiger Künstler Profile, welcher laut Eigencharakterisierung seinen kreativen Anspruch vor allem in ‘Integrität’ und ‘Einfachheit’ sucht. Seine Veröffentlichungen beim heimischen Weblabel umfassen bereits drei EPs sowie einen Langspieler, die man sich alle über die labeleigene Bandcampseite zu Gemüte führen kann.

    Im Februar diesen Jahres veröffentlichte Profile nun seinen ersten physischen Tonträger beim österreichischen Indielabel leap. Auch hier sind Infos eher spärlich gesät, daher ein klitzekleiner Abriss: Gegründet im Jahre 2011 von Alexander Wirth und Florian Scheibein konzentriert sich die Arbeit auf weit auseinander liegende Kleinreleases in geringer Stückzahl. Die aktuelle EP ist somit erst die fünfte Auskopplung des Wiener Labels.

    Soviel zu den Rahmenbedingungen. Gehen wir ans Eingemachte: Profile schafft, ob nun berechnend oder zufällig, eine Debüt-Vinyl, von der andere träumen. Das liegt zum einen an einer wohlüberlegten und gut aufeinander abgestimmten Auswahl an Tracks, die allesamt im Bereich des chillig-housigen Dub-Techno angesiedelt sind, zum anderen aber vor allem daran, dass der A1-Track dieser Scheibe ein wahrer Traum ist und somit den Aufhänger dieser Rezension bildet.

    ‘Near and Far’ lullt uns ein und nimmt uns mit auf eine achtminütige tranceähnliche Reise, in der uns der simple, aber subtile, Melodieloop niemals auch nur ansatzweise zu nerven droht. Wir bekommen das Gefühl, fern der Musik, ihr jedoch gleichzeitig ganz nah, zu sein; als stünden wir im Nebel und die Klänge lägen nur einen Steinwurf entfernt. Jedoch können wir nicht orten, von wo genau diese stammen. Meisterhaft funktioniert die Beziehung zwischen Titel und Musik und genauso meisterhaft spielt Profile hier mit Tugenden, welche wir eigentlich eher von Größen wie Burial gewohnt sind. Es ist Musik durch eine Milchglasscheibe; Musik, die uns komplett aus der Hektik des Alltags saugt und in uns ein Gefühl von Wärme und Sicherheit erzeugt, “als wollten wir in diesem Track baden gehen”, wie eine Freundin von mir einst derartige Klänge charakterisierte. Paul St. Hilaire und René Löwes Meilenstein Faith’ kommt dem Kenner in den Sinn. Ein Titel, welcher für mich das verkörpert, was Dub-Techno auszeichnet: Entspannung in der Bewegung, tanzbar verträumt, in seiner Simplizität bis zur Perfektion moduliert, ohne dabei auf Hochglanz gebürstet zu sein. Profile setzt mit ‘Near and Far’ ein musikalisches Ausrufezeichen, welches sich lohnt – sowohl für denjenigen, der sein Herz bereits seit geraumer Zeit an den Dub-Techno verloren, als auch für jenen, der sich mit diesem Subgenre noch nicht näher auseinander gesetzt hat. Eine klare Kaufempfehlung, auch wenn unsere ehemalige Musiklehrerin es vielleicht hassen würde…

    der Julius von Solid Rotation

    Profile – Near and Far

    Release: Leap 005
    Label: Leap Records
    Format: Vinyl, 12″
    Country: Austria
    Release Date: 03 Feb 2015
    Genre: Electronic
    Style: Deep House, Dub Techno

     


    Platte der Woche #235

    0

    19/04/2015 · Julia Meusel · Kategorie: Platte der Woche ·

    Waiting for a sign Cover

    Waiting For A Sign“ von Scratch Massive feat. Koudlam entwickelt genau den vollen, vielschichtigen und treibenden Klang, den ich von einem Track erwarte. Kein Lied mit Happy End sondern eins, das dich mit einem ungemütlichen Gefühl zurücklässt. Umfangreiche Bässe in der Tiefe, Synthie-ähnliche Melodien an der Oberfläche. Jackpot!

    Zu verdanken haben wir diesen bedrohlichen Sound dem französischen Duo Scratch Massive (Sebastien Chenut & Maud Geffray), das 80er-Synthie-Klänge mit leicht verdaulichen Beats unterlegt, die selten mal in solch dunkle Gefilde abrutschen, wie es bei „Waiting For A Sign“ der Fall ist. Noch viel untypischer ist der Track für den mitwirkenden Franzosen Koudlam, der mit seinem konsequent schrägen Gesang musikalisch ganz und gar nicht einzuordnen ist und der sowohl sehr hörbare als auch schon mal anstrengende Sachen produziert (aber genau für diese Diversität gefeiert wird). Was aber führt dann diesen Ausnahme-Künstler und das DJ Duo zusammen? Vielleicht liegt der Schnittpunkt gerade darin, dass sich beide einer konkreten Definition entziehen und somit zusammen etwas wie „Waiting For A Sign“ machen können – etwas, das nicht ins Muster passt, weil es erst gar kein Muster gibt! Wie philosophisch!

    Was sich natürlich sofort bemerkbar macht: Die Kiste ist viel zu langsam! Die auf der EP vorhandenen Remixe bieten da schon eine clubtauglichere Alternative. Beim Remix von Populette zum Beispiel wurden die musikalischen Elemente des Tracks sinnvoll genutzt, um eine tanzbare Version zu kreieren – allerdings mag der lang gezogene Gesang Koudlams so plump beschleunigt nicht mehr richtig passen. Vom gleichen Artist gibt es ganz zum Schluss noch eine Dub Version, über die ich mich ganz diplomatisch einfach nicht äußere. Schon deutlich weiter entfernt vom Original sind der „Sex Schon remix“ und der „Remain remix“, bei denen es ordentlich vorwärts geht. Kann man machen!

    Zum Schluss noch ein Tipp: „Waiting For A Sign“ klingt wie ein Epos – das Musikvideo ist einer! Beklemmend und brutal aber aufwendig produziert und einfach grandios (HIER zu finden)! Enjoy your Sunday!

    - Julia

    Scratch Massive feat. Koudlam – Waiting For A Sign

    Release: Waiting For A Sign EP
    Label: Pschent Music
    Format: CD, MP3
    Country: France
    Release Date: Nov. 2011
    Genre: Electronic
    Style: New Wave, Electro
     

     


    Platte der Woche #234

    0

    05/04/2015 · Alexander Schwill · Kategorie: Allgemein,Platte der Woche ·

    KANN22-COVER-FRONT-Webansicht-800px_1024x1024

    Rund 4 Jahre nach der ersten “Family Horror”-Compilation veröffentlichte das Leipziger Qualitätslabel KANN nun den zweiten Teil der Serie. Frisch aus dem Presswerk (Release Date war der 30.3.), mit 8 Tracks verteilt auf zwei 12″ plus Download-Code als kleine Zugabe für alle Digitalfreunde.

    Die verbindenden Elemente der Compilation-Beiträge sind allesamt atmosphärisch dichte und deepe Arrangements mit House als Basis. Einzig Perm und Alkohole tanzen etwas aus der Reihe : Ersterer mit spannungsgeladenem Techno (“Untitled”), letzterer mit dem nostalgisch vor sich hineiernden Klavierstück “Knochen in meinem Körper” (womit die Ambient-Quote auch erfüllt wäre ^^).

    Zu nennen wären außerdem noch das äußerst spacig-eingängige “Passenger” von Llewellyn (aka Lake People) und das eher minimal-pumpende “Bruten” des Schwedenduos Knutsson / Berg, meine (aktuellen) Favoriten dieser rundum gelungenen Compilation aus dem Hause KANN. Aber auch die restlichen Tracks müssen sich keineswegs verstecken, in Leipzig beherzigt man offenbar das Motto “no filler just killer”.

    Ich hoffe wirklich, dass “Family Horror III” nicht wieder 4 Jahre auf sich warten lässt und wünsche euch viel Vergnügen beim reinhören. Achja : Und frohe Ostern natürlich !

    Euer Alex

    VA – Family Horror II

    Label: Kann
    Format: 2 x 12″, Digital
    Released: 30.3.2015
    Style: Deep House, Techno

     


    esoulate podcast #49 by Honki

    0

    02/04/2015 · honki · Kategorie: Musik ·

    #49

    Zwischen all den ganzen Platten der Wochen und unserem hausgemachten Podcast sorgen wir auch an anderen Stellen im Netz für musikalische Unterstützung und Unterhaltung. Und so durfte ich vor Kurzem einen Beitrag zum wunderbaren Podcast für unsere Freunde von esoulate aus Leipzig beisteuern. Herausgekommen ist ein Mix der die frühen Morgenstunden bis in die späte Nacht versucht auf eine Stunde zu komprimieren. Also gemütlich zum Anfang, gen Mittag schon beschwingt durch den Tag schreitend und Nachts dann die tiefen Saiten anschlagend. Ich hoffe er gefällt und erfreut euch über’s Osterfest. In diesem Sinne, bis bald.

    Euer Honki.

    Tracklist:
    Mr. Tophat & Art Alfie – Vacation Bye Bye – Closer
    Moomin – Loop No. 1 – Closer
    HNNY – 9.15 – Yummy
    Roaming – Believe in Reflecting (Smallpeople Remix) – Smallville
    Kornel Kovacs – Down Since 92 (Instrumental Version) – Studio Barnhus
    Detroit Swindle – Me, Myself & You – Dirt Crew Recordings
    Tim Vita & Oliver Gehrmann – Charles Rockin’ Chair – Freude am Tanzen
    Oleg Poliakov – Besides – Bass Culture Records
    Glenn Astro – The Dub Track (Original Mix) – Space Hardware
    Iz & Diz – Mouth (Brad Peep’s Remix for Friends) – Classic Music Company
    Mathew Herbert – It’s Only (DJ Koze Remix) – Pampa
    DWIG – Orange Evening – Laut & Luise

    esoulate podcast #49 by Honki


    tanz+klangkombinat Showcase bei Renates Heimkindern (03. April, Salon – Zur wilden Renate, Berlin)

    0

    30/03/2015 · clemens · Kategorie: Berlin,Events ·

    Heimkinder

    Diesen Freitag wird es in der Renate bunt. Denn zum ersten Mal wird es ein tanz+klangkombinat Floor in den ehrwürdigen Hallen des bereits legendären Clubs geben. Nach langer Zeit werden euch Martin Anacker und Niemand & Keiner auf dem unteren Floor endlich mal wieder gemeinsam den Abend versüßen.

    Doch die Gastgeber SWAM:THING und Jack Jenson haben sich auch sonst illustre Abendgestalter eingeladen: Neben Marc Miroir sind Ferdinand Dreyssig, Ptoile und Hansen mit dabei. Und auch unser guter Freund pdee wird ein Ständchen geben. Kurz – es fliegen die Fetzen!

     

    Weiteres gibt es hier:

    FB-Event

    Resident Advisor Event

     

    Wo?

    Salon – Zur wilden Renate
    Alt-Stralau 70, 10245 Berlin, Germany


    Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 ...56 57 58 Weiter