• Platte der Woche #215

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    16/11/2014 · Le Fab · Kategorie: Platte der Woche ·

    Matteo Gomez - Home Flat EP

    Erst vor kurzem bin ich auf das Label unfoundsound Records gestoßen und damit auf einen Schatz voller Perlen und Juwelen seit dem Jahre 2004. Gut, natürlich ist auch Tand dabei, wie bei jedem Schatz, den man birgt, aber das macht den Schatz nicht weniger wertvoll, solange die Perlen und Juwelen klar herausscheinen. Und sie glänzen noch viel mehr, weil unfoundsound ein Netlabel ist und jeden einzelnen Track unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht – rücksichtsvollerweise noch mit dem Zusatz dass auch kommerzielle DJ-Sets damit bestritten werden dürfen.

    Aber nun zur Platte. Die ist schon etwas älter (Januar letzten Jahres), hört auf den Namen Home Flat EP, ihr Erfinder auf Matteo Gomez und ihr Juwel heißt Yeast. Dieser supereduzierte Schatten eines Tracks hat fast nichts und trotzdem alles. Als Beat reicht eine unaufdringliche Kick und ein bisschen Klickern – andere Elemente wie Hihats werden nur sporadisch mal eingeworfen – und darüber sehr leichte dubbige Akkorde und atmosphärische Sounds. Und dieser angenehm aber bestimmt sägende, tiefe Synthie, der die Leichtigkeit aber nicht stört, sondern sogar mehr herausstechen lässt. Ein wunderbarer Track zum aufmerksamen Lauschen oder unaufmerksamen Dahintreibenlassen.

    Matteo Gomez, der in Philadelphia, USA, heimisch ist, hat bisher mehrere EPs und ein Album auf unfoundsound veröffentlicht, wobei ihm immer ein deeper, leicht experimenteller, minimalistischer Sound eigen ist. Dieser Sound passt auch gut zum Label, obwohl hier hin und wieder auch klassischer (Tech-)House und Minimal zu finden sind. Stöbern lohnt sich allemal.

    Viel Spaß
    Le Fab

    Matteo Gomez ‎– Home Flat EP
    Label: Unfoundsound ‎– unfound73
    Format: 6 × File, FLAC, EP
    Country: US
    Released: 20 Jan 2013
    Genre: Electronic
    Style: Minimal, Dub Techno, Experimental, Ambient

     


    Platte der Woche #214

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    09/11/2014 · Steffi · Kategorie: Allgemein ·

    20 Jahre Muna

    Wer in Thüringen schon eine Weile feiern geht, kommt an der Muna nicht vorbei. Dieser Club in Bad Klosterlausnitz hat sich mit viel Herzblut und Schweiß nun schon 20 Jahre gehalten und Thüringens Clubszene bereichert! Das muss gefeiert werden und wie könnte man das besser zelebrieren als mit einer Compilation? 14 Tracks umfassen hochwertige Musikstücke Thüringer Produzenten, die aus dem Muna-Umfeld entwachsen sind. Dramaturgisch ist die Track-Sammlung aufgebaut wie ein gutes Set. Von Intro, Dub-Techno, Deep- , Chicago- und Techhouse bis hin zu melodisch verspielten Klängen ist alles dabei und sorgt für eine runde (CD)Sache.

    1. Den Einstieg friemeln Kenneth Avera & Norman Webber mit “Muna 20 Years Intro”. Die Muna wird besungen und das recht sexy. Eine stimmungsvolle Synthfläche schwebt durch die Kante und sorgt für diebische Vorfreude. Super Intro!

    2. “Freund der Familie” ziehen mit ihrem pumpenden Dub-Techno-Track gleich vom Leder und nun sollte jeder schon sein Bein zucken spüren. Ein kräftiger und runder Dub-Chord trägt den Track durch eine dunkle Nacht. Ohne viel Schnick-Schnack überzeugt die Bude durch Hypnotik und Drive. Tanzbar und direkt…

    3. Nun bittet “Franz!” zum Tanz! Sein Debüt-Track “Enter” übernimmt gleich die Tanzbarkeit, aber geht in housigere Gefilde. Hier loopt sich ein Vocal-Sample durch den Track und gemeinsam mit dem angedubten House-Chord wird eine schöne Stimmung erzeugt. Absolut runder, tanzbarer und deeper Track.

    4. Track Vier stammt von meinem persönlichen Chef, wenn es um Deep House in Thüringen geht. Thomas Stieler hat einen Drive in seinen Drums, so dass ich immer an seriösen Ami-Deep-House denken muss (im positiven Sinne). Die dezenten Chords tragen den Track ebenso wie das Vocal. Alles passt, rollt und hinterlässt einen Track der es schafft, in einem Sektor der (meiner Meinung nach) etwas abgenutzt ist, zu zeigen, dass gute Musik zeitlos ist und Hypes trotzt.

    5. Metabomann & Lars Mäurer bringen nun etwas Humor auf die Tanzfläche. Nervöser Detroid-Sound schraubt sich durch die Gehirnwindungen. Irgendwann ist eine Polzeikontrolle zu vernehmen und das in deutsch! Ich sehe schon förmlich vor Augen, wie ein Raver ungläubig drein blickt und kurz verwirrt wird, bis die Pointe zu vernehmen ist und fröhlich weiter getanzt werden darf. Ein Track, der sich nicht zu ernst nimmt und etwas für humorvolle DJ’s ist.

    6. Jamy Wing schafft mit seinem Resonatorsound einen fröhlichen Minimal/Tech-House-Track. Wie man es von ihm gewohnt ist, sind die Tracks eine einzige Steigerung an Elementen. Die Unruhe zwingt zum zappeln und dennoch schwingt ein leichtfüßiger Sound mit Charme über dem Groove. Langeweile kommt bei “Behind the Woods” zu keiner Sekunde auf.

    7. El Pierro & Light Leak ist solider Tech-House, der gediegen vor sich hin groovt, aber mich nicht so richtig abholt. Die Sirene im Hintergrund könnte dennoch für Verwirrung sorgen.

    8. Normen Webber nutzt Liveaufnahmen, die aus der Muna stammen. Und vorwärts geht es mit Chicago House im klassischen Sinne. Pumpend schiebt der Track sich ganz klar auf die Peaktime. Es geht ab und alle drehen durch. Die Befeuerung des jubelnden Publikums im Track ist allerdings ein Element, an den sich die Geister scheiden werden. Ich für meinen Teil fände eine Instrumental-Version angenehmer. Dennoch sorgt eben genau das für einen coolen Einfang eines Moments im Club, welches für die Leute, die da waren, sicher für das ein oder andere Freudentränchen sorgen könnte.

    9. Daniel Stefanik liefert nun spirituelle, verträumte Kost. Hypnotisch und elegant zieht sich das Thema durch den flotten Track. Augen zu, tanzen, Halt verlieren, wegdriften…

    10. Robag Whrume kommt mit “Pfäffikon” und klickert dann wieder auf whrumsche Art daher. Schon abgefahren, dass man Gabor’s Handschrift schon während der ersten Takte erkennt. Doch neben dem Groove, der vor sich hin poltert, punktet die melodische Komponente, die jedes Mädchen-Herz im Sturm erobert. Irgendwie erinnert mich der Track an die Zeit seines ersten Albums. Eben auch die Zeit, in der der gute Mann häufig auf der Muna anzutreffen war… perfekter Sonnenaufgangs-Track mit Herz.

    11. Politone & Norman Webber zaubern hier mit „20 Years Muna Downbeats” etwas Broken-Beats in die Compilation. Beschwingt wird mit Bauch und Kopf im Rhythmus gewackelt. Verträumt, unaufgeregt und cool.

    12. Mathias Kaden zieht nun wieder gen Tanzfäche. Chicago House wird mit dem “The Rhytm”-Sample garniert und von einem jubelnden Publikum im Hintergrund getragen. Somit fühlt sich auch ein DJ im leeren Club nicht einsam. Tanzbar und funky rollt der Track nach US-Attitüde – und das mit viel Überzeugungskraft. Geht ab und macht Spaß!

    13. Sierra flattert nun mit verträumten Tech-House um die Ecke. Nicht meine Baustelle, aber sicher wirkungsvoll auf dem Dancefloor.

    14. Matthilde Hutfeld bildet mit “Die endliche Liebe” ein herzliches Outro. Sphärisches Melodiegewimmel mit einer ordentlichen Ladung Gefühl lässt etwas an Paul Kalkbrenners Sound denken. Und das meine ich jetzt nicht als Abwertung. Der Track wirkt wie die Autofahrt am Morgen zurück von der Muna. Die Sonne geht langsam auf und zufriedene Gesichter und schlafende Gebilde verbinden sich. Beendet wird mit “Hab dich lieb!” und sorgt für ein Lächeln am Ende.

    Alles in Allem spiegelt die Compilation den Sound der Muna wider. Jeder Künstler projiziert seine eigene Marke auf die 20 und gibt seinen Beitrag zu einer schönen Compilation. Diese hat zu Hause genauso ihre Berechtigung, wie im Club. In diesem Sinne, ich sage Danke für die gute Musik und: ALLES GUTE, LIEBE MUNA!

    various artists / 20 jahre muna

    Label: muna musik
    Format: CD
    Country: Germany
    Released: 01.11.2014
    Labelcode: mmcd001
    Genre: Electronic
    Style: House / Techno
     

    Weblinks:

     
    http://www.muna.de/
    http://www.facebook.com/Munarockt
    http://www.facebook.com/musikmuna
     
     

    Platte der Woche #213

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    02/11/2014 · Isabella · Kategorie: Platte der Woche ·

    maxresdefault

     

    Überall kann man im Moment den Rückzug der bunten Vielfalt der Natur beobachten. Sie zieht sich zurück in ihr Innerstes, räumt auf und lässt Vergangenes los. Mit dem gemeinen Raver verhält es sich dabei ganz ähnlich.

    Nach einem Sommer voller großartiger Festivals, bunter Parties und opulenter Verkleidungen wird es langsam wieder Zeit sich ins Innere der Berliner Clubs zurück zu ziehen. Vielseitig wird begonnen aufzuräumen, zu erinnern und zu verabschieden während man mit anderen wieder näher zusammen rückt.

    Dan Drastic ist ein vielerlei geschätzter Künstler in meinem Plattenregal. Er ist mir insbesondere durch Moon Harbour Booking bekannt. Die Tech House Veröffentlichung “Ice/ Beyond the Sea” stach mir erst kürzlich ins Auge. Kein Wunder, denn ist sie gerade erst vor knapp drei Monaten auf Tulipa Recordings erschienen. Ein Label welches sich mir besonders wegen treibender und sphärischer Rhythmen eingeprägt hat. Mit den leicht melancholischen, verträumten und verspielten Melodien fällt es leicht Erinnerungen nachzugehen und Andere zu verabschieden…

    Viel Spazz dabei

    eure Iza Minelli

     

    Dan Drastic – Ice/ Beyond the sea

    Label: Tulipa Recordings/ TULIPA082
    Format: mp3/ wav
    Country: United States
    Released: 28.07.2014
    Genre: Electronic
    Style: Tech House

     


    Platte der Woche #212

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    26/10/2014 · Tobi Dei · Kategorie: Platte der Woche ·

     

    Halleluja! Der Sommer hat endgültig Pause und man kann sich endlich wieder ohne schlechtes Gewissen im stickigen Club seinen Kopf von der Nebelmaschine durchpusten lassen. Also immer rein in die gute Stube, es darf wieder geholzt werden. Glücklicherweise stehen zu diesem Zweck auch gleich schon ein paar robuste Bretter parat. Zum Beispiel das, was Trouw-Resident Patrice Bäumel gerade frisch auf Kompakt verlegt hat. Es trägt den treffenden Titel “Mile High Gang” und ist tatsächlich aus etwas gröberem Holz geschnitzt. Die zarteren Handwerker*innen unter uns werden sicher ein anderes Arbeitsmaterial bevorzugen. Alle anderen dürfen sich über eine wuchtiges Werkzeug freuen, dass den Dancefloor dank seiner kompakten Bauweise relativ zuverlässig zerlegen dürfte. Das funktioniert dann auch ganz ohne Nebelmaschine.  
    Also, bleibt high und kommt gut durch den Herbst.
     
    Euer Tobi Dei

     

    Label: Kompakt Extra ‎– KOM EX 81
    Format: Vinyl, 12″
    Country: Germany
    Released: 22 Sep 2014
    Genre: Electronic
    Style: Techno

    Platte der Woche #211

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    19/10/2014 · Martin Eberhardt · Kategorie: Allgemein,Berlin,Platte der Woche ·

    vril-torus

    Die Auswahl der heutigen Platte der Woche fiel nach dem ersten Blick aus dem Fenster nicht mehr schwer. Es ist ein typischer Herbsttag mit neblig verhangenen Straßenzügen und einer dichten, grauen Wolkendecke. Bei vielen Menschen verbreitet sich durch dieses triste Wetter große Melancholie – ein Gemütszustand, den auch Recondite immer wieder in seinen Tracks aufgreift und damit einen eigenen Sound geschaffen hat.
    Das erste Mal bin ich vor zwei Jahren durch den Track “DRGN” auf Recondite aufmerksam geworden. Mit dem minimalistischen Aufbau und einer wabernden und sägenden Bassline traf dieses Stück bei mir damals mitten ins Schwarze. Auf seiner neuen EP für das britische Label Hotflush führt der gebürtige Niederbayer mit “Drgn2” diese Idee weiter. Der Titeltrack “Caldera” erzeugt beim Hören diese anfangs beschriebene Nachdenklichkeit und ist damit ein perfekter Begleiter durch die noch kommenden melancholischen Herbsttage.
    Freuen können wir aus außerdem auf das in Kürze bei Innervisions erscheinende dritte Album von Recondite.

    Und nun viel Spaß mit der Musik und noch einen angenehmen Sonntag,

    euer Ebi.

    Label: Hotflush Recordings ‎– HFT035
    Format: Vinyl, 12″
    Country: UK
    Released: 2014
    Genre: Electronic
    Style: Techno


    Platte der Woche #210

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    12/10/2014 · Flo · Kategorie: Allgemein,Berlin,Platte der Woche ·

    street life

     

    An diesem schönen Sonntag Abend möchte ich Euch das neue Album “Street Life”, anhand der sehr schönen Single “Chain of Command” des Kölner Quartetts Von Spar vorstellen. Die Jungs holen sich für das Album Hilfe von Chris Cummings alias Marker StarlingAda von Pampa Records und Scout Niblett.

    Zu hören bekommt ihr herrlich verspielte und leicht trippige Pianohousemusik. Genau das richtige an so einem milden, leicht wehmütigen Herbsttag. Ganz sanft wird man in den Musiksamt gekuschelt und auf eine kleine, feine Reise entführt.

    Am 24. Oktober soll das Ganze dann veröffentlicht werden. Hier der Vorgeschmack auf diesen Ohrenschmaus:

    Euer Florian Landers

    Von Spar – Chain of Command

    Label: italic
    Format:  MP3, Single, 320 kbps
    Country: Germany
    Released: 24 October 2014
    Genre: Electronic
    Style: Ambient, House


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