• Platte der Woche #220

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    21/12/2014 · Benno · Kategorie: Platte der Woche ·

    Andreas Buchner und Sebastian Oberst hat es, im Gegensatz zu so vielen, nicht nach Berlin verschlagen um Ihrem elektronischen Treiben mehr Raum zu verleihen. Die beiden haben die Flucht aus dem bayerischen Hinterland in die Österreichische Metropole Wien ergriffen. Scheint ein guter Schritt gewesen zu sein denn unter ihren Releases auf dem Label Schönbrunner Perlen lässt sich die ein oder andere Perle finden.

    Soch auch von mir – Aufmerksam geworden bin ich über das aktuelle Live-Set von Rampue, welches er zu Miras Geburtstag im Katerblau zum Besten gegeben hat. Zu aller Freude hat Rampue nun endlich sein neues LiveSet am Start.

    Das Release:

    Die Single “Doves” ist hauptsächlich auf Basis analogen Equipments entstanden und die Vocals von Mimu kamen erst später dazu, nachdem Andreas und Sebastian Mimu als Vorband von Cinematic Orchestra gesehen hatten.

    Der Track baut sich geduldig auf, ist eine sensibles Stück House mit punchy verspielten Drums, himmlisch leichten Synthieklängen und einer ruhigen Kälte die sich langsam aber stetig an deinem Rückgrat hinaufschlängelt. Der Track lebt ganz klar von den zarten, hypnotischen und doch irgendwie kalten Vocals. Leicht gehaucht fügt die Stimme dem ganzen eine organische Note zu was den Track klar herausstechen lässt und ihn als idealen Höhepunkt für ein DJ-Set platziert.

    Die Remixe:

    Rampue

    Ich bin über den Rampue Remix auf den Track aufmerksam geworden. Erst dachte ich mir – mann, was für ein fetter Björk Remix, den muss ich haben. Beim zweiten und dritten hören war dann Björk doch nicht mehr so ganz rauszuhören und nach ein bisschen rumsuchen bin ich dann auch auf das Release gestoßen. Der Rampue Remix ist für mich der hypnotischste. Mit dem durchgängigen Arpeggio baut er seinen Spannungsbogen auf.

    Patlac

    Auch den Patlac Mix finde ich ziemlich geil, auch wenn hier die Vocals eher in den Hintergrund treten, greift er doch die hypnotisch, verträumte Stimmung des Originals wieder auf um mit dem sirenenartigen Synthie einen durchgängigen roten Faden durch den ganzen Track zu spannen.

     

    Euer Benno Sawitzki

    Oberst & Buchner ft. Mimu

    Label: Schönbrunner Perlen
    Mixing: Julian Hruza at Primitive Studios Vienna
    Country: Austria
    Released: 01.09.2014
    Genre: Deep House
    Style: Deep House

    Platte der Woche #219

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    14/12/2014 · Baba Sikander · Kategorie: Allgemein,Platte der Woche ·

    UYSR012_FT

    Mit manchen Tracks ist es ja wie mit gutem Wein: Sie brauchen etwas Zeit zu reifen. Und so hat es einige Wochen gedauert, bis sich in meiner Sammlung ein edler Tropfen lieblicher Techno-Musik offenbart hat. Irgendwas Unbestimmtes hat mir an Jonas Saalbach & Samuel Fachs – Great Minds Think Alike im Remix von Thomas Atzmann natürlich schon im Sommer gefallen – andernfalls wäre er ja nicht in meine engere Auswahl gekommen. Aber erst durch wiederholtes und aufmerksames Genießen hat er sich tatsächlich entfalten können.

    Sanft künden Hörner von der Ankunft etwas Großem und verlieren sich wieder in der Weite. Ein einsamer Bass lässt etwas Groove erahnen, Spannung baut sich auf und ein schwerer Akkord fährt dazwischen, hinterlässt einen mysteriösen Nachklang… Plötzlich erklingt von unten eine warme Stimme, wiederholt eine einlullende Bassline, deren absteigendes Thema in Fragmenten von den Hörnern übernommen und in die Mitten getragen wird. In der Folge greift ein Piano davon einzelne Motive auf und platziert sie ganz oben unter der Decke eines angenehm weiten Raumes, durch den ein lässiger Beat stampft – erst von dezent groovenden Tops gezogen, dann langsam an Fahrt verlierend. Aber nur um einmal tief durchzuatmen und dann mit allen Stimmen in das Finale zu gehen.

    Mittlerweile habe ich den Eindruck, als würde in diesem Track zuerst die Bassline die Hörner überzeugen und diese dann das Piano. Am Ende sind da drei Stimmen, drei Charaktere die mir  nachdrücklich ihre nun gemeinsamen Sache erklären wollen. Und sie sind dabei mit ihrer subtilen Art -  zumindest bei mir sehr – erfolgreich. Ich finde diesen Track wunderbar geeignet, um zu Anfang eines Sets eine offene Atmosphäre zu schaffen, die Platz genug bietet um all jene mitzunehmen, die noch auf eine Mittanzgelegenheit warten.

    Im letzten September erst bin ich auf Thomas Atzmann aufmerksam geworden und mag seinen Stil zu produzieren und zu remixen sehr. Und so hat er Jonas Saalbach & Samuel Fachs wunderschönes, aber mir leicht unverständliches Original auf sehr eloquente und spannende Art übersetzt.

    Habt Freude!
    Euer Baba

     

    Jonas Saalbach & Samuel Fach – Great Minds Think Alike (Thomas Atzmann Remix)

    Release: Great Minds Think Alike EP
    Label: Underyourskin Records UYSR012
    Released: Aug 2014
    Genre: Eletronic
    Style: Deep House

     


    Symbiosis – Biotobt & Filia

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    09/12/2014 · Martin Anacker · Kategorie: Allgemein,Events ·

    Ansicht_Flyer_symbiosis

    Ein Ungleichgewicht stellt sich ein. Die Geister des Sommers sind sich uneinig. Nervös und ungestüm können die Einen die Abenteuer erlebter Tage nicht ruhen lassen und wollen zurück, worüber sich die Anderen erbosen und endlich ihre Ruhe finden wollen. Was bleibt, um beide zu versöhnen und das Gleichgewicht wieder herzustellen, ist ein Pakt. Einmal in diesem Jahr dürfen Sie noch gemeinsam toben. Dafür gehen FILIA und BIOTOBT in den heimischen Gefilden des Kassablancas eine Symbiose ein. Angetrieben durch die verspielte Leidenschaft des Sommers, wird die SYMBIOSIS Monotonie und jämmerlichen Sound den Nährboden entziehen.

    Die jüngste Tochter aus dem Hause Kassablanca- FILIA- beschwingt regelmäßig ihre Freunde mit viel Liebe zum Detail. Mit ihrer offenherzigen Art bietet sie dem frostängstigen Pflänzchen BIOTOBT ein Winternest, um gemeinsam im Pakt gegen den wiederkehrenden Takt des Alltags zu rebellieren.

    BIOTOBT wurde 2012 gegründet, worauf Wiesen und Wälder im Bass zu beben begannen. Seit dem betritt BIOTOBT als Openair-Reihe Grünzonen und überschreitet dabei so manche Grauzonen. FILIA lässt die Freundschaft sprießen und erheitert die Sinne mit bekannten und unbekannten elektronischen Klängen. SYMBIOSIS wird ihre Gäste in mystischen Sphären der Geister entführen, wobei euphonisch harte und weiche, böse und zarte Klänge bezirzen. Die Kassabühne betreten an diesem Abend Yalokin (biotobt), Martin Anacker (Tanz+Klangkombinat, Filia) und Berliner Geisterbeschwörer Sven Dohse (SASOMO Booking). Sven Dohse ist sich seiner musikalischen Macht, durch jahrelanger Erfahrungen bewusst und weis sie gezielt einzusetzen. Für diesen Abend tauscht er den Kater Blau gegen ein Haus voller wilder Geister.

    Der Pakt der SYMBIOSIS ist besiegelt und nun zur hingebungsvollen Ausführung bereit.

    Hier gehts zur Eventanmeldung auf Facebook!

    Das Tanz+Klangkombinat wünscht einen tollen Abend und beste Unterhaltung :)


    Platte der Woche #218

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    07/12/2014 · Martin Anacker · Kategorie: Platte der Woche ·

    pdw

    Neues Vinyl habe ich in den letzten Wochen wahrhaftig einiges eingekauft, doch wenn ich mich ernsthaft frage, welche Scheibe mich davon nachhaltig am meisten begeistert hat, dann sticht auf jeden Fall der Longplayer “Into A Better Future” von Edward, auf dem in letzter Zeit offensichtlich zu Recht immer mehr gehypten Weimarer Label Giegling, heraus. Neben vielen anderen großartigen Stücken ist es insbesondere der Titel “Skating Beats”, der mir beim ersten Hören direkt ganz weit unter die Haut gegangen ist. Was zunächst lediglich wie ein Standard Housetrack daher kommt, vermischt sich kurz darauf mit einem klassischen Soul sample und eine vom Ton her etwas an Konsolenmusik erinnernde Melodie, wobei sich die einzelnen parts in harten aber perfekt gesetzten Cuts abwechseln, sodass man schon fast den DJ für seine gnadenlos krassen Mixingskills feiern möchte, bevor man schließlich mit Begeisterung feststellt, dass all das bereits so in Edward’s Track vorarrangiert wurde. Definitiv eine absolute “House”Nummer, die der Berliner da zusammengestrickt und uns zum abrennen sämtlicher Tanzlokale dieser Republik überlassen hat! Für mich als Vinylliebhaber ist dabei zusätzlich symphatisch, dass das gesamte Album, sowie generell bisher alle Giegling Veröffentlichungen, ausschließlich auf meinem bevorzugten Medium, der Schallplatte veröffentlicht wurde.

    Vor seinen ersten Produktionen für Giegling hat Gilles Aiken aka Edward bereits zahlreiche Veröffentlichungen auf dem von ihm und Oskar Offermann betriebenen Label White vorzuweisen, wo er ebenfalls bereits ein Album mit dem Namen “Teupitz” zur Diskographie beisteuerte, dass ich mit seinem schweren dubbigen Housetracks ebenfalls nur wärmstens empfehlen kann! Übrigens habe ich heiße Insiderinformationen, denenzufolge Edward schon bald live bei einer Veranstaltung namens Filia in Jena zu hören sein wird. Man darf also gespannt und voller Vorfreude ins neue Jahr blicken!

    Mit diesen letzten Worten entlasse ich euch in den zweiten Advent und wünsche zum Feste wie immer nur das aller Beste!

    Gruce Lee

    Euer Martin

    Edward – Skating Beats

    Label: Giegling ‎– GIEGLING LP 05
    Format: 2 × Vinyl, 12″, 33 ⅓ RPM, Album, 180 grams
    Country: Germany
    Released: Sep 2014
    Genre: Electronic
    Style: Deep House

    Platte der Woche #217

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    30/11/2014 · Julius Herfurth · Kategorie: Platte der Woche ·

    bestemodus04Während Normalbürgern in den letzten Monaten wohl häufiger die Staatsfeierei unseres Landes aus dem Halse hing, diese Zeit für sogenannte “Ostalgiker” jedoch wohl ein vorgezogenes Weihnachtsfest darstellte, so muss die Wiedervereinigung dennoch als Aufhänger der Rezension für diese Woche herhalten. Denn 25 Jahre nachdem David Hasselhoff  den eisernen Vorhang mit einem nur allzu gut bekannten Song quasi im Alleingang darnieder sang, werfen wir unseren Blick auf ein kleines Label aus “Ost-Berlin”, so entnimmt man es jedenfalls dem ersten Satz ihrer Charakterisierung: “Beste Modus”.

    Mir selbst vorher vollkommen unbekannt, war das Label innerhalb der Hauptstadt wohl von Anfang an sehr beliebt. Zieht man in Betracht, dass die Erstveröffentlichung der Gruppe um Cinthie und Diego Krause, welche im Januar 2013 das Licht der Welt erblickte, binnen 48 Stunden ausverkauft war, so lehnt man sich wohl nicht zu weit aus dem Fenster, wenn man behauptet, dass hier von Beginn an eine eher breite Fangemeinde vorhanden sein musste. Im Oktober diesen Jahres veröffentlichte das Label nun ihre vierte Auskopplung mit dem passend simplen Namen “Beste Modus 04″. Und diese hat es in sich. Wer im Zuge der musikalischen Entwicklung der letzten Jahre meinte, dass ‘House’ immer weiter in der Nichtigkeit verschwindet, der wird von diesem 4-Tracker eines Besseren belehrt.

    Die EP formt vielseitige Facetten eines beinahe schon klassischen Genres zu einer Ganzheit, welche die Qualität des heimischen Plattenregals in keinster Weise schmälern wird. Stevn.aint.leavn legt mit “Precious” eine klare Richtung vor: House. Durch ein minimal und reduziertes, fast in den Techno reichendes Arrangement kippt der Titel jedoch schnell in die Moderne und damit auf den großen Dancefloor – Bombe?! Viel traditioneller hält es hier Cinthie. “For the Ladies” rumpelt mit klassisch detroitigen Drums und Akkorden daher und erinnert an ausgelassen durchgetanzte Nachmittage im Freien, bei denen die Sonnenbrille vor lauter Bewegung langsam beschlug. Auch “Urban Bias” von Ed Herbst siedelt in Amerikas Motor City, gibt einem mit seinen feinen Stabs und Flächen aber den kühlen Gin-Tonic in die Hand, mit welchem man auf seinem Liegestuhl einfach nur zuhören und wippen will. Zu guter Letzt entführt “Unite” von Diego Krause in den Keller eines alten Industriekomplexes, welcher sowohl von reduzierter Beleuchtung als auch minimalsten Kompositionen erfüllt ist und somit die an der Decke hängende Feuchtigkeit beinahe spürbar macht. Ein reines Tool, ja…aber ein kraftvolles.

    Zugegeben, diese Bilder sind nicht neu und doch kennen und mögen wir sie. Und ab und an ist es auch mal gar nicht nötig, mit jedem Release das Rad der Musik neu erfinden zu wollen. Von mir gibt es alle Daumen hoch, die ich finde und für euch ‘ne klare Empfehlung!

    Spaß haben und neugierig bleiben,

    der Julius von Solid Rotation

    Artist: Various
    Title: Beste Modus 04
    Label: Beste Modus
    Format: Vinyl, 12″, 33 ⅓ RPM, White Label, Stamped
    Release Date: October 27th, 2014
    Cat No: BESTE004


    Platte der Woche #216

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    23/11/2014 · Thomas · Kategorie: Platte der Woche ·

    Soul-Button-Swift-Minds-Steyoyoke

    Es ist mal wieder soweit, ich darf euch die Platte der Woche präsentieren, was ich sehr gern übernehme. In diesem Zuge möchte ich euch ein noch recht junges Label aus Berlin vorstellen namens “Steyoyoke” . Dieses sticht nicht nur durch gute Musik hervor, sondern auch durch seine sehr aufwendigen Artworks von Azuldecobalt.

    Der heutige Track “7th Heaven” kommt vom Artist – Soul Button. Soul Butten ist nicht nur ein guter Produzent sondern auch der Labelgründer von “Steyoyoke”, was er die Letzten Jahre mit sehr viel Liebe umgesetzt hat. Explizit möchte ich euch den Remix von “7th Heaven” vorstellen, der von Dahu grandios umgesetzt wurde und auf der EP “Swift Minds” zu finden ist. Der Remix ist so gewaltig in seinem Sound wie lieblich, so sinnlich wie vorbehaltslos und überzeugt nicht nur den stillen Zuhörer, sondern auch den Tänzer.
    Den Track habe ich frisch gekauft, obwohl er schon fast fünf Monate jung ist. Umso mehr wird es mir eine Freude sein, ihn an diesem Wochenende zu unserer Veranstaltung “Geschichten aus Untenwelt II” zu spielen.

    Viel Spaß wünscht
    Thomas von Niemand&Keiner

    Artist: Soul Button
    Title: Swift Minds
    Label: Steyoyoke
    Format: Digital
    Digital Release Date: June 16th, 2014
    Cat No: SYYK021
    Artwork: Azuldecobalt


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