• Platte der Woche #202

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    17/08/2014 · Alexander Schwill · Kategorie: Allgemein,Platte der Woche ·

    ricoshei perfect like you

    Diese Platte muss mich in einem schwachen Moment erwischt haben. Denn schmachtender Gesang, sanft ausklingende Piano-Akkorde und Streicher sind – vorsichtig ausgedrück – eher nicht so mein Ding. “I wish that I can find somebody perfect like you” schallt es aus den Boxen und mein Herz beginnt zu schmelzen. Mit ihrem Vinyl-Debut auf der Pampa 020 Split-EP landen die Jungs von Ricoshei einen ganz großen Wurf in Sachen Pop-House, zuckersüß wie ein Schokokuchen mit Zuckerguss und Streuseln !

    Aber auch die B-Seite mit Dave-DKs Track “Woolloomooloo” muss sich nicht verstecken – Hier wird komplett auf Vocals verzichtet, die Sounds sind äußerst luftig und atmosphärisch arrangiert und bei schwachen Gemütern könnte schonmal eine Träne die Wange hinunterkullern.

    Der druckvolle, definierte Sound fällt bei beiden Tracks außerdem positiv auf. “Perfect like you” glänzt mit einem schönen Subbass, der auf üppig ausgestatteten Open-Air-Anlagen sicher noch für Freude sorgen wird. Damit hebt sich der Track auch angenehm von hingeschluderten Singer-Songwriter-Edits ab (*hust* wankelmut *hust*). Insgesamt ist die Pampa 020 also absolut top, ob ich sie jemals spielen werde steht auf einem anderen Blatt :-)

    Alex

    Ricoshei / Dave DK – Perfect Like You / Woolloomooloo

    Release Date : 17.2.2014

    Label : Pampa

    Genre : Deep House


    Platte der Woche #201

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    10/08/2014 · Flo · Kategorie: Platte der Woche ·

    Solee-–-Sommerliebe-Traumschiff-PARQUET064-300x300

     

    Ich sitze am Strand, döse in der Sonne, schaue aufs Meer und träume. Auf dem Kopfhörer eine Platte vom letzten Sommer von Solee, beobachte ich die Möwen, die Wellen und die Schiffe auf der Ostsee und in als ich den Track Traumschiff anspiele, entdecke ich gleichzeitig eine große Yacht am Horizont. Wie wäre es wohl dort jetzt nach Kopenhagen oder Bornholm oder sonst wo zu segeln? Sicher ein erhabenes, schönes und euphorisierendes Gefühl, wenn mann vom Ruder in die Ferne schweift, vor den Augen, den Traum von 20 Metern Tiekdeck.

    Ein ähnlicher Moment muß den Stuttgarter Labelchef von Parquett Records Norman Flaskamp alias Solee wohl inspieriert haben. Wie Fanfaren stößt die hookline des Tracks dem Zuhörer in die Ohren. Man steht sofort stramm und reißt die Augen auf und trotzdem ist das Gefühl gleichzeitig geerdet und beruhigend. Großartig wie sich langsam die Spannung aufbaut und der Song eine Geschichte erzählt. Man spürt fast schon das Wanken des Schiffes und wie es stark und gleichmäßig den Bug durch die Wellen gräbt.

    Solee schafft es immer wieder dieses gute Laune Gefühl mit Bodenhaftung zu kreieren. Schon in seinem vor drei Jahren erschienenen Track Oasis hat mich das sehr begeistert.

    Viel Spaß beim Hören, Träumen, Tanzen… hier eine neue Outro Version

    Euer Florian Landers

     

     

    Solee ‎- Traumschiff
    Label: Parquet Recordings - PARQUET064
    Format: File, MP3, 320 kbps
    Country: Germany
    Released: 2013-08-16
    Genre: Electronic
    Style: Deep House, Tech House

     


    Platte der Woche #200

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    04/08/2014 · Le Fab · Kategorie: Platte der Woche ·

    Pawas_Search_EP

    Wenn ich den Namen Pawas höre, werden in mir sofort Erinnerungen an einige traumhaft jazzige Tracks wach (Camel Blues beispielsweise, der vor drei Jahren die filmische Sinneserwachen-Erinnerung untermalte). Dass der indische DJ und Produzent sich auch in anderen Stilen pudelwohl fühlt, davon zeugen seine zahlreichen Releases und Remixe. Und dass er neben einem ausgezeichneten Gespür für groovige Beats auch ein fantastisches Harmonieverständnis hat, ist nicht zuletzt auch seiner klassischen Musikausbildung geschuldet.

    Zuletzt stellte Pawas seine Fähigkeiten auf seiner neuesten Veröffentlichung Search EP unter Beweis. Besonders der titelgebende Track The Search hat mich seit dem ersten Hören nicht mehr losgelassen. Eine harmonische Reise der besonderen Art, aufgeladen mit zahlreichen Klängen und Instrumenten, die alle einen eigentlich gleichartigen Zusammenklang, diesen aber in allen möglichen Variationen dahintragen und dabei mit verschiedenen Graden an Dramatik, Wohlklang und Melancholie spielen. Und alles ohne eine wirkliche Hookline zu haben, dafür aber einen satten Beat, der ihm seinen Platz auf der Tanzfläche sichert.

    Erschienen ist der Track auf dem Berliner Label Moodmusic, auf dem Klas Lindblad, besser bekannt als Sasse, seit 1996 House-Musik der verschiedensten Spielarten veröffentlicht.

    Viel Spaß beim Anhören,
    Le Fab

    Pawas ‎– Search EP
    Label: Moodmusic ‎Records – MOOD146
    Format: File, MP3, 320 kbps
    Country: Germany
    Released: May 2014
    Genre: Electronic
    Style: Deep House, Tech House


    Platte der Woche #199

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    27/07/2014 · Steffi · Kategorie: Platte der Woche ·

     

     

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    Taron Trekka sind 2 Künstler aus Jena und Berlin. Bisher haben sie neben Brut!, Milnomodern und weiteren Labels auch auf Ihrem Haus/House-Label Freude am Tanzen veröffentlicht. Was die beiden Dudes auszeichnet, ist das Gespühr für Deepness, verspulte Sounds und einem Groove, dem man sich nicht enziehen kann.

    Alelle Fu heisst die EP auf Katalognummer 16. Die 2 Dudes verzichten immer auf bedeutungsschwangere Tracktitel… meiner Meinung nach sind Namen bei elektronischer Tanzmusik ohnehin nur Schall und Rauch. Beginnen wir mit dem Namensgeber der EP auf der A: Seite. Wie die meisten Trekka’s ist auch hier trotz Deepness ordentlich Dunst unter der Haube. Rhythmisch und Groovig bewegt sich der Track voran. Die Percussions sind hierbei sehr dezent eingesetzt und trotzdem auf dem Punkt. Dem Track würde man vermutlich im ersten Moment den Aufkleber “Minimal” aufdrücken. Doch bei der dritten Minute kommt eine Filterfläche reingezwirbelt, die dem Track etwas mehr Leichtigkeit verleiht. Hierbei wird dezent auf Filterh-House geschielt, ohne dabei seine Deepness einzubüßen. Besonders die Bassline macht den Track so komplett und tanzbar, dass man schlichtweg den Hut zieht und die Discoschüh’chen schnürt. Mein Persönlicher Favorit der EP.

    A2 aka Olsen Mosaik bewegt sich in eher dubbige Gefilde. Aber hierbei meine ich keine Dubtechno-Loops ala Basic Channel sondern eher minimalistischen House mit einer Dubbigen Atmosphäre. Ferner muss ich an dieser Stelle erwähnen, dass Taron Trekka trotz der Überstrapazierung in der Szene, Minimalismus so stilsicher durchziehen, dass man sich immer wieder dabei erwischt, eine Platte zu kaufen auch wenn man evtl zu Hause schon einen riesen Haufen davon hat. Woran dasliegt? Ich behaupte jetz mal, dass sie es schaffen, zeitlosen Minimal-Sound zu machen, der weit weg von jeder Beliebigkeit ist.

    B1 aka Savant ist ein jazzig-verschleppter Track für Nerds. Trippy Beats und das Blues-Vocal schaffen ein warmes Soundgerüst. Die offenen Hihats reißen den Track aus seinen meditativen Tiefschlaf und schieben dann doch noch Richtung Dancefloor. So sexy kann Mindfuck sein…

    B2 aka Straff Afo erinnert mich irgendwie an Pepe Bradock. Jazzy und deep (dieses Wort trifft es einfach zu gut, auch wenn ich es mehr als einmal verwenden muss) rollt der Track daher. Hypnotisch und entspannt, als gibt es das Wort Stress nicht im Wortschatz von Taron Trekka. Das Rode gibt dem Ganzen noch die weiche Zutat, um dann völlig wegzudriften.

    Alles in allem eine Runde Sache! Und das nicht nur aufgrund der Scheibenform der 12″!

    Wenn man genauer hinhört, treffen auf dieser Ep Disco, Jazz, Blues, Minimal und Funk versöhnlich am gemeinsamen Stammtisch aufeinander. Hier wird nicht gestritten um eine Vorherrschaft, sondern alles in Einklang gebracht, um dann dem einen gemeinsamen Ziel zu fröhnen… DEEPNESS (Sorry, dass musste wieder sein).

     

    Großartige EP!
    Steffi

     

    Label: Fina
    Format: 12″
    Country: Germany
    Released: 15.07.2014
    Genre: Electronic
    Style: House

     

     

     


    Platte der Woche #198

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    21/07/2014 · Isabella · Kategorie: Allgemein,Platte der Woche ·

     

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    Ich sitze auf einem Floss, ganz in der Nähe Berlins. Es ist ein heißer Tag und der Bass wiegt sich leicht über die Wellen hinter uns. Wir sind in See gestochen und ich bin auf einer kleinen Reise mit meiner Schiffbruch Crew. Die Stimmung ist heiter, hier und da hört man das Ploppen von Sektkorken und ein paar Arschbomben ins Wasser fliegen. Snacks, Grill und allerhand Badeutensilien sind natürlich an Bord.

    Leinen los…Wir tuckern durch das Seeland und es ist ein Tag wie er schöner nicht sein könnte. Die Sonne setzt ihr schönstes Lächeln auf bis wir am Abend den Anker in einer kleinen Bucht setzen wollen. Es wird getanzt, gefachsimpelt, gelacht und dann…

    “Was ist das da?” Das ist ein kleines Boot, glaube ich und es kommt hier rüber gerudert!

    Die Stimme vom Boot quäkt: “i… Mu..i …i… la u…”

    “Ich versteh sie nicht, kann mal jemand die Musik…?”

    “Die Musik ist zu laut”, quäken zwei Frauen vom Boot… Ungläubig sehen wir zu ihnen hinüber. “Fahrt noch ein Stück weiter in diese Richtung, deuten sie an. Dort kommt eine einsamere Bucht, wo ihr niemanden stört.” “Daaannkkeeee!!!!” ruft die Crew und wir lichten ein letztes Mal die Leinen, bis wir in der kleinen Bucht irgendwo im Nirgendwo ankommen…

    Eine der Platten, die sicherlich hätte laufen können war “The Heat Is On”. Eine bereits im Jahr 2012 erschienene Platte von Lemon Popsicle, einem Deephouse Produzenten aus Wuppertal. Die Orginalversion passt für mich perfekt zu “barfuss auf Holzplanken” und dem “Blitzen weißer Diamanten auf Wasser” und der Remix von Sebo, Madmotormiquel & Nayan Soukie hängt mir gefühlt als Dauerbrenner im Ohr.

    Geniezzt den Sommer

    Eure Iza Minelli

     

    Lemon Popsicle – The Heat Is On

    Label: Moodmusic – MOOD 098
    Format: File, MP3, 320 kbps 
    Country: Germany
    Released: 23.03.2012
    Genre: Electronic
    Style: House

     

     

     

     

     

     

     

     


    Platte der Woche #197

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    12/07/2014 · Tobi Dei · Kategorie: Musik,Platte der Woche ·

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    Sommer. Open Air. Zehn Uhr Abends. Blaue Stunde. Die schönste Zeit der Welt. Alle kommen noch mal auf die Tanzfläche, weil irgendwann gleich Schluss sein muss, Ordnungsamt und so. Aber noch nicht jetzt. Einen Track noch. Bitte. Einen allerletzten Track!

    Und als ob die Pachanga Boys mit “Time” damals nicht schon fleißig genug bewiesen hätten, wie perfekt man diesen Moment zelebrieren kann, legen sie mit diesem Röksopp-Remix noch mal eine Schippe nach. Eine Hymne mit nahezu epischen Ausmaßen. Der perfekte Abschluss eines kollektiven Rausches. Und ein würdiger Anlass um alle um sich rum noch mal gesittet abzuknutschen. Klar ist das kitschig! Aber ist das ein Sonnenuntergang nicht auch?

    Einen abenteuerlichen Sommer wünscht

    Tobi Dei


    Röyksopp
     ‎– Running To The Sea

    Label: Dog Triumph ‎– DOG004BP
    Format: MP3, Single, 320 kbps
    Country: Norway
    Released: 22 Nov 2013
    Genre: Electronic

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