• Platte der Woche #363

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    10/12/2017 · Philipp · Kategorie: Platte der Woche ·

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    Nach nun sieben Jahren schließt sich das Kapitel der Platte der Woche. Ein Grund mehr für meinen letzten Beitrag noch mal das Plattenregal zu durchforsten. Angesichts kühler Temperaturen und einem Drang nach Indooraktivitäten erwächst die Musikauswahl auch mehr in deepere Gefilde.

    Aroma Pitch, bestehend aus Jesse, Julius und Magnus machen seit nun mehr als 6 Jahren gemeinsam Musik. Angedacht als reines Liveprojekt wuchs die Bandbreite an musikalischen Aktivitäten. Neben DJ-Sets stieß auch die Labelgründung unter dem Namen Aroma Pitch Recordings (APR) in den Vordergrund und bot den Jungs eine selbst geschaffene Plattform, ihre Idee von Musik zu veräußern.
    Nicht zuletzt die regelmäßigen Veranstaltungen „Cologne Sessions“ in deren Heimatstadt Köln führte zu einem überregionalen Bekanntheitsgrad. Da bis dato alle Drei nun in Berlin wohnen und dort studieren, versuchen sie stets durch ihre Partys in Köln ihre Heimatbeziehungen aufrechtzuerhalten. Zudem bot sich hier die Gelegenheit, Ikonen der Jungs auf den Partys spielen zu lassen und mit denen in Kontakt zu kommen. Seit deren Umzug nach Berlin vergruben sie sich tief in den Schaltkreisen ihres Geräteparks, was sich auch nahtlos in ihrer Musik hören lässt.
    Ihre vierte EP auf dem hauseigenen Imprint heißt nicht umsonst Vertical Garden: Der Sound reckt und streckt sich, anstatt nach dem Motto „Vollgas in keine Richtung“ in die Breite zu gehen. Innerhalb der EP werden Flirtversuche mit klassischem Deephouse, verträumt diskoidem Techno und breakigen Acidhouse-Movements unternommen. Alles in allem verkörpert die Single Gesten einer modernen Dancefloor-Music. Vor allem die Drums zeichnen sich in allen vier Tracks als sehr präzise justiert aus, was mit Sicherheit auch darauf zurückzuführen ist, dass alle Drei gelernte Schlagzeuger sind und sich dies auch grundlegend in der Wahrnehmung ihrer Musik widerspiegelt. Tolle Kiste!

    An dieser Stelle noch mal einen großen Applaus an die Jungs vom Tanz+Klangkombinat.
    Ich wünsche euch weiterhin nur das Beste!

    Mit aromigen Grüßen,
    Gabriel von Solid Rotation

    Aroma Pitch – Vertical Garden EP
    Label: Aroma Pitch Recordings ‎– A•P•R• 004
    Format: Vinyl, 12″
    Land: UK & Europe
    Veröffentlicht: 31 Mar 2017
    Genre: Electronic
    Stil: Techno, House


    Platte der Woche #362

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    03/12/2017 · Thomas · Kategorie: Platte der Woche ·

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    Abschied!

    Es fällt mir schwer die richtigen Worte und den richtigen Track zu meiner letzten „Platte der Woche“ zu finden. Dieser Zyklus, der durch viele schöne Gedanken und Augenblicke geprägt ist, begleitet mich nun schon seit ein paar Jahren. Dadurch kam es zu Begegnungen über die ich sehr froh bin sie gemacht zu haben und von denen ich hoffe, dass sie weiterhin bestehen bleiben – auch wenn dies ein Abschied ist.
    Nach langer Überlegung fiel mir ein Track ein, der mich ungefähr genauso lange auf meiner Reise begleitet, wie das Dasein im „tanz + klangkombinat“ und das DJ-Projekt „Niemand & Keiner“. Der vor sieben Jahren erschienene Track „Freund finden“ von Boris Brejcha wird einigen von euch in guter Erinnerung geblieben sein. An dieser Stelle möchte ich aber nicht viele Worte über den Artist und seinen Track verlieren. Ich denke Boris Brejcha sollte den meisten bekannt sein, die sich für dieses Musik-Genre interessieren. Vielmehr möchte ich den Track zum Anlass nehmen um Danke zu sagen – DANKE, TANZ + KLANGKOMBINAT!

    ..:: Freunde finden – Freunde bleiben ::..

    Gehabt euch wohl,
    Thomas von Niemand & Keiner

    Boris Brejcha ‎– My Name Is
    Label: Harthouse Mannheim ‎– HHMA017-2
    Format: CD, Album, Digital
    Land: Germany
    Veröffentlicht: 30 Aug 2010
    Genre: Electronic
    Stil: Techno, Tech House, Minimal


    Platte der Woche #361

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    26/11/2017 · Baba Sikander · Kategorie: Allgemein,Platte der Woche ·

    ĂVEM – Nuages EP

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    Mein letzter Beitrag zu dieser sehr inspirierenden PDW-Reihe stammt vom Wiener Downtempo-Label Heimlich Musik (Link), welches bislang vor allem mit zwei vielgehörten Compilations aufgefallen ist, die nicht nur einen bleibenden Eindruck hinterlassen, sondern auch eine hohe Messlatte vorgelegt haben.

    Deren neuester Release ist eine wunderschöne EP des Baselers Ăvem. Meine Aufmerksamkeit bekam diese EP zunächst wegen der daran beteiligten Remixer, die ich häufiger in meinen Sets spiele. Oberst & Buchner, Dandara, Bernstein und Arutani haben hier mit ihren individuellen Statements die Hintergründe der beiden Originalgeschichten jeweils verschieden ausgeleuchtet und einen leicht anderen Fokus gesetzt, was im Ergebnis zu diesem sehr konsistenten und tiefenlässigen Werk führt.

    Der Titeltrack „Nuages“ baut sich um ein wundervoll tragendes tiefes Pad herum auf und scheint aus der Ferne herangetragenen Stimmfetzen folgen zu wollen. Er schiebt sich dabei wie eine mächtige Wolke lässig über allerlei melancholische Reflexionen hinweg unaufhaltsam und hoffnungsvoll immer weiter. Oberst & Buchner haben mit ihrem Remix die Mächtigkeit noch ein wenig unterstrichen und die Wolke bei passender Gelegenheit einfach abregnen lassen. Dandara ist den anderen Weg gegangen, hat sich von der Schwere und Mächtigkeit des Basspads gelöst und dabei die Lässigkeit des Originals betont.

    Das zweite Original namens „Nyx“ erzählt mir eine Geschichte vom vergeblichen Ertrinken, vom ständigen Absinken und Auftauchen, vom schwerelosen Weitermachen. Ein schwerer Subbass zieht mich in die blubbernde, einlullende Tiefe runter, doch die beständigen Chords geben mir immer wieder Auftrieb, sei es auch nur, damit ich gleich wieder Absinken kann. Bernsteins Remix verfolgt dieses Prinzip ein klein wenig rabiater und lässt einen erstmal richtig absaufen, bevor er dann ein Delfinrudel zur Klärung der Situation vorbeischickt, womit die Story nach anfänglicher Holprigkeit ziemlich nach vorne geht. Bei Arutani bleibt es bewusst holprig und man bekommt den Eindruck als würde man nachts durch den dunklen Wald stolpern, während die Batterien der Taschenlampe langsam aber ohne Zweifel ihren Geist aufgeben. Und wie das nachts im Wald so ist, hört man allerlei komisches Getier im Unterholz. =^.^=

    Habt Freude und verlauft euch nicht!
    Euer Baba Sikander

    ĂVEM – Nuages EP

    Label: Heimlich Musik (HMLEP001)
    Format: digital
    Country: AU
    Release Date: 21.11.2017
    Genre: Electronic
    Style: Deephouse, Downtempo


    Platte der Woche #360

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    19/11/2017 · Julius Herfurth · Kategorie: Platte der Woche ·

    new energy

    Als ich heute mit meiner Tochter zu einem Spaziergang durch den Park antrat, musste ich kurz nach Verlassen der eigenen vier Wände unweigerlich feststellen: “Ja, der Winter ist definitiv da…” Und wenn die Witterungen nur noch Temperaturen im niedrigen einstelligen Bereich aufweisen können und der zugehörige Herbstwind diese dann noch gefühlt unter die Null treibt, dann wünscht man sich doch nichts sehnlicher als ein kleines bisschen Wärme.

    Meine letzte Rezension für das Tanz- und Klangkombinat (“Schnüff – es hat wirklich viel Spaß gemacht!”) soll euch eine Platte bescheren, die genau für dieses ersehnte Stückchen Wärme steht, so dass ihr den Winter und die erste Zeit ohne uns gut übersteht. Es ist nicht lange her, da hielt der heutige Künstler auch schon für einen Eintrag zur “Platte der Woche” her, damals aber ging es um einen Remix, welchen er für einen bis zu diesem Zeitpunkt unveröffentlichten Track des Schweden Todd Terje angefertigt hatte. Heute soll es uns allein um Kieran Hebden, besser bekannt als Four Tet, gehen.

    Vor gut einem Monat veröffentlichte der Brite sein mittlerweile neuntes Studioalbum “New Energy” auf dem von ihm gegründeten Label Text RecordsWie eingangs erwähnt, ist “warm” bestens geeignet dieses Album in seiner Gänze zu charakterisieren. Four Tet besticht durch ein meisterhaftes Händchen für organische, subtile Klänge, die zwar etwas weniger experimentell sind als es noch vor ein paar Jahren der Fall war, dafür aber nicht weniger hörenswert. Hebdens Kompositionen sind vielschichtig und eignen sich für eine dezente Hintergrundbeschallung genauso wie für ein eingängiges Rendez-Vous mit unseren Kopfhörern. Wählt man letztgenannten Weg, stellt man schnell fest, wie tiefgründig die Stücke auf dem Album sind, obgleich sie im ersten Moment eher poppig und seicht wirken. Four Tet versteckt Akzente, spielt mit winzigen Details und beschert dem aufmerksamen Hörer somit ein wunderbar komplexes Klangerlebnis. Ob es sich hier um rhythmische Elemente handelt, die klingen, als hätte man einen Geigerzähler gesampelt, oder um ganz dezent im Hintergrund auftauchende Vocalspuren, die in ihrer Machart an die dystopischen Klangwelten eines Burial erinnern, viel ist hier versteckt und es wird einige Zeit brauchen, all diese kleinen Schmuckstückchen zu entdecken.

    Nach eigener Aussage des Künstlers ist beinahe die gesamte Platte synthetisch entstanden: “Created on a laptop computer using Ableton Live software to control and mix VST plugins as well as manipulations of audio recordings. Plugins used for sound generation include Omnisphere, Kontakt, Dexed and Arturia V Collection.” Durch einen handwerklich einwandfreien Umgang mit Samples hört man dies einigen Stücken Hebdens aber so gut wie gar nicht an, ein Talent, welches meines Erachtens maßgebend für den Stil und der Erfolg des Briten ist. Schon auf früheren Auskopplungen war es immer dieser realitätsnahe Klang, welchen er zu erzeugen im Stande ist, der einem das Gefühl gab, etwas besonderes zu hören.

    Wenn euch also an diesen Winterwochenenden des Jahres 2017 der Frost langsam in die Glieder kriecht, dann hört euch doch dieses Album an…es lohnt sich und beschert einem ein ähnliches Gefühl, wie ein Schnaps im Schnee…nur ohne Alkohol. Habt schöne Weihnachten und rutscht gut rein und auch ohne unsere wöchentlichen Vorschläge: Bleibt neugierig!

    Bis dann,

    der Julius von Solid Rotation

    Four Tet – New Energy

    Label: Text Records – TEXT046
    Format: various (vinyl, cd, download)
    Country: UK
    Release Date: 27.09.2017
    Genre: Electronic
    Style: Ambient, House, Techno, Experimental


    Platte der Woche #359

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    12/11/2017 · Vivian Koch · Kategorie: Platte der Woche,Releases ·

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    Diesen Sonntag und zum Abschluss der Tanz- und Klangkombinat Ära möchte ich nutzen, um zwei Talente aus Berlin vorzustellen, die mich in den letzten Monaten abseits des Techno’s mit ihren Produktionen sehr beeinflusst und inspiriert haben. Mein Weitblick und Verständnis bezüglich der Genres des Synthie- und Disco House wurde durch dieses junge Band Projekt total geprägt.
    Die Produktionen bestehen aus der Zusammenarbeit des britischen Sängers James Brook und dem Produzenten Thomas Freudenthal, welcher u.a. auch unter diesem Namen seit einiger Zeit ein erfolgreiches Solo Projekt führt.

    Zaghaft bin ich durch Carolain Luf an housige – langsamere, elektronische Stile rangetreten, bis sie mich auf die “Inside The Outside – EP” aufmerksam machte. Noch kurz danach erschien “Power To The People” von Pardon Moi auf “Höga Nord Rekords” und es war um mich geschehen. Das schwedische Label steht für mich seit 4 Jahren für ausgesprochen abwechslungsreiche  und enorm genreübergreifende Releases, angefangen von bekannten Künstlern wie “The Exorcist”, über Urgesteine wie Robert Leiner bis hin zu Andrew Weatherall. Durch ihren herausstechenden Wiedererkennungswert konnten sich Pardon Moi bereits zahlreiche Remixe von international angesagten Künstlern für ihre EP’s ergattern, wie auch bei dieser.

    Das Spannende hierbei ist, dass durch den instrumentalen Einfluss sehr kraftvoller, man möge fast sagen futuristischer Indie Disco das Klangergebnis bildet. Ich habe selten in den letzten Monaten so detailreiche Produktionen gehört und bin mega gespannt, was wir im nächsten Jahr von den beiden hören und sehen werden.

    Ich wünsche dem Team von Tanz- und Klangkombinat alles alles Liebe und bedanke mich für die Zeit,

    Vivian

    Pardon Moi ‎– Power To The People
    Label: Höga Nord Rekords
    Format: Vinyl, 17″
    Land: Sweden
    Veröffentlicht: 28 Juli 2017
    Genre: Electronic
    Stil: New Wave, Electro, Indie Disco

     


    Platte der Woche #358

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    05/11/2017 · Flo · Kategorie: Platte der Woche ·

    skryptöm

     

    Hallo Leute,

    jetzt muss ich noch mal richtig einen raushauen :)

    Die Tanzundklangkombinat Ära neigt sich dem Ende zu. Schön war es gewesen. Lustige Zeiten haben wir gehabt, aber das einzig ewig Konstante bleibt der Wandel.

    Auf die alten Zeiten hier aber noch mal das dickste Brett, das mein Plattenkoffer hergibt – da drauf abzugehen, habe ich geliebt!!

    Der legendäre, französische Techno Pionier Electric Rescue, der 2006 sein Label Skryptöm gründete, wandelt hier auf den Grenzen zwischen rasendem Trance und dreckigstem Rave Techno. In Worten kaum zu beschreiben, was das in Kopf und Füßen auslöst. Hört am besten für Euch selbst…

    Rock on alles Gute und Ahoi!

    Euer Florian Landers.

    https://soundcloud.com/electricrescue/astropolis-electric-rescue

    Label: Skryptöm Records ‎– SKRPT05

    Format: Vinyl, 12″, EP, 33 ⅓ RPM
    Land: France
    Veröffentlicht: Oct 2009
    Genre: Electronic

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