• Platte der Woche #240

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    24/05/2015 · Zacharias · Kategorie: Platte der Woche,Releases ·

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    Der alte Frühling klopft ans Fenster und es ist schon wieder Sonntag. Da wird es Zeit für eine Portion Musik!

    Und die kommt diesmal aus Leipzig und von keinem Geringeren als Ron Deacon. Nach Veröffentlichungen auf AIM, Workshop und Oh Yeah! hat er nun auf Esoulate Music vier sehr unterschiedliche Stücke deepen House beigesteuert. Eine kleine Reise durch das musikalische Spektrum des Produzenten und trotzdem alles irgendwie stimmig. Vom etwas flotteren »Teasing you« bis zum sehr düster slowen »Rush«, mit kleinen Disco-Anmutungen in »don’t say you love me«. Die ganzen Buden haben schöne Anleihen aus den Anfangstagen des House, ohne irgendwie cheesy retro zu klingen. Der warme, chordlastige Sound, den man von Ron Deacon kennt, zieht sich als kleiner roter Faden durch die ganze EP. Für die Soundnerds unter euch, sei vielleicht noch erwähnt, dass der gute Herb LF das Mastering gemacht hat. Er nimmt sich sonst auch gern mal die Releases von Freude am Tanzen, Musik Krause oder O_RS vor, um sie soundtechnisch im Endstadium aufzuhübschen.

    Aber auch hier gilt, wie im richtigen Leben: mal schön selbst ein Urteil bilden!

    Viel Vergnügen und ein grandioses Rest-Pfingst-Wochenende wünscht

    Zacharias aka. Simon Sunset

    Label: Esoulate Music – EMD009
    Format: Digital
    Country: Germany
    Released: 16 Mar 2015
    Genre: Electronic
    Style: Deep House

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    Platte der Woche #239

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    17/05/2015 · Martin Anacker · Kategorie: Allgemein ·

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    Auch wenn es nun schon wieder ein paar Tage her ist mit dem Release der 10 – Years of Systematic Single, so ist sie in der Zwischenzeit alles andere als alt oder gar langweilig geworden. Konserviert wird dieses tolle 320g -(Picture disc) -Vinyl nämlich durch einen Track namens “Sungam” vom Bremer Stephan Bodzin. Selbiger hatte 2007 den internationalen Durchbruch mit seinem Debutalbum “Liebe ist” auf dem von ihm betriebenen Label Herzblut geschafft. Seitdem sorgt der klassisch ausgebildete Musiker immer wieder für großartige Veröffentlichungen. Mit dem Titel “Sungam” scheint er dabei all das zur Perfektion gebracht zu haben, was ihn ohnehin seit Jahren auszeichnet. Ein warmer melodiöser, fast etwas melancolisch daher kommender Synthie, untersetzt von einer klaren, treibenden Kickdrum und einer knarzenden Baseline. Als Gesamtkomposition ein absolut episches Stück, dass auch nach einem halben Jahr immer noch mit jedem mal hören besser wird! Großartig. DANKE!

    Einen schönen Sonntag wünscht euer Martin!

    Stephan Bodzin  Sungame ‎– 10 Yrs Systematic

    Label: Systematic (3) ‎– SYST0101-6
    Format: Vinyl, 12″, 33 ⅓ RPM, Picture Disc, Sampler
    Country: Germany
    Released: 10 Nov 2014
    Genre: Electronic
    Style: Tech House, Techno

    Platte der Woche #238

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    10/05/2015 · Vivian Koch · Kategorie: Allgemein,Musik,Platte der Woche ·

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    Ich musste nicht lange überlegen, zu welchem Stück ich diese Woche greife. Ich mag Musik, die sich leicht von hinten durchs Herz schleicht, packt und mittreiben lässt. Mit Dieser EP, die am Montag auf Delsin erschien, nimmt uns Dj und Producer Sven Weisemann wieder mit auf eine Reise in sphärisch elektronische Musik.
    ‚Nijo‘ ist mit winzigen Details so gnadenlos harmonisch aufgebaut, dass man spätestens im ersten Viertel des Tracks von der Stimmung gefangen ist und sich sage und schreibe knappe 9 Minuten fallen lassen kann. Ich liebe es, wenn Künstler ihre „Message“ der Stücke auf den Nagel bringen, ohne dass sie aufgezwungen wirkt. Er variiert die zweite Hälfte durch kleine Highlights wie den Padchord, der nahezu einer Hangdrum ähnelt und lässt die bisher eher dunkle, coole Atmosphäre zum Ende etwas aufhellen. Zur B – Seite kann ich nur so viel sagen: Hören und träumen! ‚Icaria‘ fesselt mich schon ab den ersten Sekunden mit seinen emotionalen Flächen und deepen Charakter, dass er sofort mein Fav dieser Ep wurde. ‚Landscape‘ glänzt hingegen mit seiner ruhigen, fast magisch atmenden Atmosphäre, sodass man dieses Stück perfekt bei einem Gläschen Wein auf der Couch genießen kann ;)
    Das Einzigartige dieser Platte ist das wandelbare Ambiente durch Verknüpfung weicher bis drückender, ziemlich rougher Klänge. So kann man die Platte perfekt ins Warm up, aber auch locker zu Hauptzeiten in die bewusstseinserweiterten Nächte – von denen uns Stue letzte Woche berichtete – einsetzen. Also Memo an uns selbst: einfach immer einpacken das Brett! :)

    Eure Vivian

    Sven Weisemann ‎– Fall Of Icarus EP

    Label: Delsin Records
    Format: 12inch
    Country: Germany
    Released: Mai 2015
    Genre: Electronic
    Style: House, Techno

     


    Platte der Woche #237

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    03/05/2015 · Stue · Kategorie: Platte der Woche ·

    prince of denmark

     

    Sonntag, Sonntag, Sonntag

    “Ralph? The time has come…to go out of your mind. Are you ready, Ralph? Are you ready to die and be reborn?” Mit dieser konfusen Textpassage  beginnt der Track “Are You Ready Ralph” von Prince of Denmark, auch bekannt als Traumprinz oder DJ Metatron. Diese Platte erschien auf dem Sublable Giegling Staub Serie. Der Text  stammt von Timothy Leary, welcher wieder rum eine leichte Affinität zu bewusstseinserweiternden, psychedelischen Substanzen hatte :D, daher geht es auch in diesem Text  um die Bewusstseinserweiterung von Ralph.

    Ralph könnte jeder von uns sein.

    Wie ich finde, hat ein Clubbesuch auch eine spezielle, bewusstseinserweiternde Wirkung. Und somit ist dieser Track perfekt für den Anfang einer erlebnisreichen Nacht, da er sehr reduziert rüberkommt, aber durch seinen Subbass trotzdem ordentlich schiebt. Darüber hinaus passt Timothy Leary über die gesamte Spiellänge auf und begleitet einen. Somit stimmt das Setting und man wird schön in die bewusstseinserweiternde Nacht befördert.

    Und vergesst nicht “you are light, you are sound”

    euer Stue =)

     

    Prince of Denmark – Soulfood

    Label: Giegling – glg st 03
    Format: Vinyl, 12″, 33 1/3 RPM
    Country: Germany
    Release Date: 27 Oct. 2010
    Genre: Electronic
    Style: Techno, Dub Techno

     


    Platte der Woche #236

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    26/04/2015 · Julius Herfurth · Kategorie: Platte der Woche ·

    profile - leap

    Viel ist über Künstler und Label unserer jüngsten ‘Platte der Woche’ nicht bekannt. Doch als aufmerksame Hörer, welche bereits im schulischen Musikunterricht gelernt haben, dass eher das klangliche Resultat der Komposition für ein Gütekriterium herhalten sollte, lassen wir uns vom Prädikat ‘unbekannt’ nicht abschrecken und strengen einmal die Suchmaschinen des allmächtigen Netzes an, um zumindest ein wenig Hintergrundinformation zu erhalten.

    Mit etwas Geschick und Fingerfertigkeit gelangen wir so zur Internetpräsenz des estländischen Weblabels ProcessedUnter deren Artists versteckt sich auch unser heutiger Künstler Profile, welcher laut Eigencharakterisierung seinen kreativen Anspruch vor allem in ‘Integrität’ und ‘Einfachheit’ sucht. Seine Veröffentlichungen beim heimischen Weblabel umfassen bereits drei EPs sowie einen Langspieler, die man sich alle über die labeleigene Bandcampseite zu Gemüte führen kann.

    Im Februar diesen Jahres veröffentlichte Profile nun seinen ersten physischen Tonträger beim österreichischen Indielabel leap. Auch hier sind Infos eher spärlich gesät, daher ein klitzekleiner Abriss: Gegründet im Jahre 2011 von Alexander Wirth und Florian Scheibein konzentriert sich die Arbeit auf weit auseinander liegende Kleinreleases in geringer Stückzahl. Die aktuelle EP ist somit erst die fünfte Auskopplung des Wiener Labels.

    Soviel zu den Rahmenbedingungen. Gehen wir ans Eingemachte: Profile schafft, ob nun berechnend oder zufällig, eine Debüt-Vinyl, von der andere träumen. Das liegt zum einen an einer wohlüberlegten und gut aufeinander abgestimmten Auswahl an Tracks, die allesamt im Bereich des chillig-housigen Dub-Techno angesiedelt sind, zum anderen aber vor allem daran, dass der A1-Track dieser Scheibe ein wahrer Traum ist und somit den Aufhänger dieser Rezension bildet.

    ‘Near and Far’ lullt uns ein und nimmt uns mit auf eine achtminütige tranceähnliche Reise, in der uns der simple, aber subtile, Melodieloop niemals auch nur ansatzweise zu nerven droht. Wir bekommen das Gefühl, fern der Musik, ihr jedoch gleichzeitig ganz nah, zu sein; als stünden wir im Nebel und die Klänge lägen nur einen Steinwurf entfernt. Jedoch können wir nicht orten, von wo genau diese stammen. Meisterhaft funktioniert die Beziehung zwischen Titel und Musik und genauso meisterhaft spielt Profile hier mit Tugenden, welche wir eigentlich eher von Größen wie Burial gewohnt sind. Es ist Musik durch eine Milchglasscheibe; Musik, die uns komplett aus der Hektik des Alltags saugt und in uns ein Gefühl von Wärme und Sicherheit erzeugt, “als wollten wir in diesem Track baden gehen”, wie eine Freundin von mir einst derartige Klänge charakterisierte. Paul St. Hilaire und René Löwes Meilenstein Faith’ kommt dem Kenner in den Sinn. Ein Titel, welcher für mich das verkörpert, was Dub-Techno auszeichnet: Entspannung in der Bewegung, tanzbar verträumt, in seiner Simplizität bis zur Perfektion moduliert, ohne dabei auf Hochglanz gebürstet zu sein. Profile setzt mit ‘Near and Far’ ein musikalisches Ausrufezeichen, welches sich lohnt – sowohl für denjenigen, der sein Herz bereits seit geraumer Zeit an den Dub-Techno verloren, als auch für jenen, der sich mit diesem Subgenre noch nicht näher auseinander gesetzt hat. Eine klare Kaufempfehlung, auch wenn unsere ehemalige Musiklehrerin es vielleicht hassen würde…

    der Julius von Solid Rotation

    Profile – Near and Far

    Release: Leap 005
    Label: Leap Records
    Format: Vinyl, 12″
    Country: Austria
    Release Date: 03 Feb 2015
    Genre: Electronic
    Style: Deep House, Dub Techno

     


    Platte der Woche #235

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    19/04/2015 · Julia Meusel · Kategorie: Platte der Woche ·

    Waiting for a sign Cover

    Waiting For A Sign“ von Scratch Massive feat. Koudlam entwickelt genau den vollen, vielschichtigen und treibenden Klang, den ich von einem Track erwarte. Kein Lied mit Happy End sondern eins, das dich mit einem ungemütlichen Gefühl zurücklässt. Umfangreiche Bässe in der Tiefe, Synthie-ähnliche Melodien an der Oberfläche. Jackpot!

    Zu verdanken haben wir diesen bedrohlichen Sound dem französischen Duo Scratch Massive (Sebastien Chenut & Maud Geffray), das 80er-Synthie-Klänge mit leicht verdaulichen Beats unterlegt, die selten mal in solch dunkle Gefilde abrutschen, wie es bei „Waiting For A Sign“ der Fall ist. Noch viel untypischer ist der Track für den mitwirkenden Franzosen Koudlam, der mit seinem konsequent schrägen Gesang musikalisch ganz und gar nicht einzuordnen ist und der sowohl sehr hörbare als auch schon mal anstrengende Sachen produziert (aber genau für diese Diversität gefeiert wird). Was aber führt dann diesen Ausnahme-Künstler und das DJ Duo zusammen? Vielleicht liegt der Schnittpunkt gerade darin, dass sich beide einer konkreten Definition entziehen und somit zusammen etwas wie „Waiting For A Sign“ machen können – etwas, das nicht ins Muster passt, weil es erst gar kein Muster gibt! Wie philosophisch!

    Was sich natürlich sofort bemerkbar macht: Die Kiste ist viel zu langsam! Die auf der EP vorhandenen Remixe bieten da schon eine clubtauglichere Alternative. Beim Remix von Populette zum Beispiel wurden die musikalischen Elemente des Tracks sinnvoll genutzt, um eine tanzbare Version zu kreieren – allerdings mag der lang gezogene Gesang Koudlams so plump beschleunigt nicht mehr richtig passen. Vom gleichen Artist gibt es ganz zum Schluss noch eine Dub Version, über die ich mich ganz diplomatisch einfach nicht äußere. Schon deutlich weiter entfernt vom Original sind der „Sex Schon remix“ und der „Remain remix“, bei denen es ordentlich vorwärts geht. Kann man machen!

    Zum Schluss noch ein Tipp: „Waiting For A Sign“ klingt wie ein Epos – das Musikvideo ist einer! Beklemmend und brutal aber aufwendig produziert und einfach grandios (HIER zu finden)! Enjoy your Sunday!

    - Julia

    Scratch Massive feat. Koudlam – Waiting For A Sign

    Release: Waiting For A Sign EP
    Label: Pschent Music
    Format: CD, MP3
    Country: France
    Release Date: Nov. 2011
    Genre: Electronic
    Style: New Wave, Electro
     

     


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