• Platte der Woche #315

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    27/11/2016 · Martin Anacker · Kategorie: Platte der Woche ·

    pdw

     

    Kacper Garbacz alias Gathaspar sollte den meisten eigentlich ein Begriff sein. Neben seinem Beitrag zum Tanz+Klangkombinat Podcast, war er auch als Platte der Woche schon zwei mal vertreten. Und da alle guten Dinge ja bekanntlich drei sind, kommt er ein weiteres Mal und zwar sogar mit eigenen Label. Chypre heißt das neue Projekt und erblickte im Oktober das Licht der Welt. Das mehr als amtlichen Debut-Release kommt vom Labelmacher höchstpersönlich und trägt den etwas minimalistischen Namen op. 1 – 2. Auch der Sound erinnert an reduzierten Techno, wie er in den letzten Jahren vermehrt aus Rumänien zu vernehmen war, behält dabei jedoch definitiv die eigene Note. Mit je 10 Minuten Länge breiten sich beide Tracks geduldig aus und sind der perfekte Begleiter einer langen Clubnacht! Wir halten es definitiv für einen gelungenen Labelstart und wünschen weiterhin viel Erfolg!

    Und allen Lesern einen schönen Sonntag :)

    euer Martin

    Gathaspar ‎– op. 1-2

    Label: Chypre ‎– CHYPRE 001
    Format: Vinyl, 12″
    Veröffentlicht: Okt. 2016
    Genre: Electronic
    Stil: Minimal

    Platte der Woche #314

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    20/11/2016 · Thomas · Kategorie: Allgemein,Platte der Woche ·

    Innellea - Fresia

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Wow, wie die Zeit vergeht! Ich bin schon wieder dran mit der “Platte der Woche” und der Winter kehrt ebenfalls mit großen Schritten in unsere heimischen Gefilde ein.
    Die Debüt EP “Saladin” der Münchner Combo “Innellea“, welche auf dem Label “Autonomica” erschienen ist, soll dieses Mal meine Platte der Woche werden. Genauer möchte ich euch davon den Track „Fresia“ vorstellen. Der Name der EP Saladin bezieht sich auf den ersten ägyptischen Sultan und soll damit als Metapher für die erste EP von „Innellea“ verstanden werden. Weiterhin kommt es dem Hörer wirklich so vor, als ob der massive Sound einen mit auf eine Reise durch die ägyptische Wüste nimmt, wo nachts der kühle Wüstenwind weht. Die Melodie sowie der darauf abgestimmte Tack regt das Publikum schon von der ersten Minute zum Tanzen an. Also nicht lange warten – lasst das Schmuddelwetter hinter euch, dreht eure Anlage bis zum Anschlag auf und startet tanzend in den heutigen Sonntag!

    An die Berliner unter euch, die heute Abend doch noch etwas das Tanzbein schwingen möchten, ihr seid natürlich alle herzlich dazu eingeladen ab 21:00 Uhr zusammen mit mir, im Club Beate Uwe zu steppen. Eventuell ist der Track Fresia auch in meinem Gepäck.

    Ahoi
    Thomas von Niemand&Keiner


    Innellea – Saladin

    ARTISTS: Innellea
    RELEASED: 2016-02-22
    BPM: 120
    GENRE: Tech House
    LABEL: Musica Autonomica


    Platte der Woche #313

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    13/11/2016 · Julius Herfurth · Kategorie: Platte der Woche ·

    fixion

    Die heutige “Platte der Woche” bewegt mein kleines Musikerherz auf eine ganz besondere Art und Weise. Einerseits versetzt sie mich in meine musikalische Vergangenheit, obgleich sie doch selbst erst ein paar Monate auf dem Buckel hat, andererseits steht sie stellvertretend für einen Trend innerhalb der populären Musik, welcher im letzten Jahr immer spürbarer um sich gegriffen hat.

    Anders Trentemöller ist ein Name, um den man nur schwer herum kommt, wenn man sich mit elektronischer Musik beschäftigt und das obwohl er nun nicht gerade dafür berühmt ist, einen Tanzflächenkracher nach dem anderen hervorzubringen. Zugegeben, wenn ich an Clubtauglichkeit denke, dann kommt er mir eher selten in den Sinn. Aber Trentemöller ist ein genialer Produzent, dessen über die Jahre verfeinerter Stil eine gehörige Portion Wiedererkennungswert besitzt, egal welchem Experiment sich der Künstler widmet. Seine bis dato vier Studioalben waren nie bloße Aneinanderreihungen von ausgesuchten Stücken einer zeitlichen Schaffensperiode, sondern in sich geschlossene Kunstwerke, welche dazu einluden in Gänze gehört und verarbeitet zu werden. Dabei ist das Debüt “The Last Resort” von 2006 das vielleicht noch konventionellste Album, das Trentemöller hervorgebracht hat.

    Dieses Jahr erzählt er uns mit “Fixion” eine Geschichte über die Musik der Achtziger. Doch es sind nicht die neonfarbenen, schultergepolsterten und synthesizergeschwängerten Pop-Stampfer die sich der Däne zur Brust nimmt. “Fixion” schlägt dunklere Wege ein und bewegt sich musikalisch auf einer komplett vernebelten Tanzfläche irgendwo zwischen The Cure, Joy Division und Bauhaus, und jedes mal, wenn wir meinen, dass Robert Smith gleich anfängt zu singen, streicht uns die sanfte und doch prägnante Stimme Jehnny Beths, Frontfrau der Band Savages, ums Gehör und erinnert dabei sowohl textlich als auch intonatorisch an die große Siouxsie Sioux.

    Auch wenn uns die musikalischen Vorlagen immer präsent bleiben, Trentemöller kopiert nicht einfach, er interpretiert und holt so den etwas eingestaubten Stil der 80er Indie-Szene in die Moderne. Das Mastering der einzelnen Songs wirkt sauber, ohne auf Hochglanz poliert zu sein und die handwerklichen Elemente der Stücke sind unverkennbar im 21. Jahrhundert zu verorten. Trentemöller spart nicht an essenzieller Melancholie, nimmt den Kompositionen aber die verzweifelte Schwere, die dem Hörer auf Alben wie The Cures “Pornography” bisweilen Tränen in die Augen treiben konnte.

    “Fixion” ist ein düsteres Meisterwerk und reiht sich damit anno 2016 in einen Trend ein, der schon bei Bowies “Blackstar” klar zu erkennen war und kürzlich in Leonard Cohens “You Want it Darker” seinen zwischenzeitlichen Höhepunkt erreichte. Und genau wie diese Alben beinhaltet Trentemöllers aktuelles Werk eine gehörige Portion Hoffnung. “Fixion” ist Rotwein und Kerzenlicht, ja, aber kein verzweifeltes Klagelied. Es ist dunkel ohne dabei die Farben zu verlieren. Ein klarer Tipp für den Listening-Winter!

    Bis demnächst und bleibt neugierig,

    der Julius von Solid Rotation…

    P.S.: Sämtliche Titel hier in Gänze zu besprechen, würde den Rahmen dieses Reviews wohl sprengen. So gibt’s heute den Album-Opener als Appetizer und ich kann euch nur wärmstens ans Herz legen, mal ‘ne Stunde zu investieren und euch auch den Rest durch den Gehörgang zu ziehen… ;)

    Trentemöller – Fixion

    Label: In my Room – imr21lp
    Format: 2 x 12″, LP
    Country: Europe
    Release Date: 16.09.2016
    Genre: Electronic, Rock
    Style: Indie, New Wave, Experimental, IDM


    Platte der Woche #312

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    06/11/2016 · Martin Eberhardt · Kategorie: Platte der Woche ·

    140204

    Mit der heutigen Platte der Woche möchte ich euch das Album Days Of Dissent des französischen DJ und Produzenten Umwelt vorstellen. Mit über 30 veröffentlichten EPs und dem mittlerweile vierten Studioalbum, konnte sich der Franzose in den letzten 19 Jahren vor allem durch seine musikalische Vielfältigkeit auszeichnen. Dennoch muss ich zugeben, dass ich seine Releases erst seit dem letzten Jahr aufmerksam verfolge. Auf dem Berliner Label Killekill veröffentlichte Umwelt im Sommer dieses Jahres den Track “Gravitational Lens” und weckte damit die Lust auf das, was vor wenigen Tagen auf dem nigelnagelneuen Killekill Sublabel Boidae erschienen ist. Days Of Dissent ist ein rundum sehr gelungenes Album, auf dem Umwelt Elektroeinflüsse mit gebrochenen, roughen Beats, Wavemusik und breiten Synthis zu einem gelungenen Ganzen vermischt. Die Dramaturgie des Longplayers schafft es dabei immer und immer wieder tiefe Emotionen freizusetzen. Vor zwei Wochen hatte ich die Möglichkeit auf der Releaseparty des Albums in der Berliner Grießmühle zu spielen und konnte mir somit selbst einen Eindruck des Albums auf einer großen PA verschaffen. Auch wenn Umwelt sein Album dort nicht live, sondern im Rahmen eines DJ-Sets performte, spielte er sich an diesem Abend in die Herzen vieler Gäste. Die absoluten Highlights des Album bilden für mich die Tracks “Non-Conformity”, “Company Of Lies” und “Revolt”. Durch seine melancholischen und düsteren Momente ist Days Of Dissent ein perfektes Album für trübe und verregnete Herbsttage wie der Heutige. Ihr wisst jetzt also was ihr zu tun habt, bis zum nächsten Mal…

    Martin

    Umwelt ‎– Days Of Dissent
    Label: Boidae ‎– BOIDAE 001
    Format: 2 × Vinyl, 12″, Album
    Land: Germany
    Veröffentlicht: 27 Oct 2016
    Genre: Electronic
    Stil: Electro, Techno, Industrial


    Platte der Woche #311

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    30/10/2016 · Baba Sikander · Kategorie: Allgemein,Musik,Platte der Woche,Releases ·

    LamatUuc – Curación

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    Die Panflöte ist eines dieser ganz wenigen Instrumente, welchen ich mit einer gewissen Voreingenommenheit, zuweilen auch Abscheu begegne. Höre ich eine Panflöte, ziehe ich aus einer alten klemmenden Schublade stets eine traumatische Erinnerung hervor, die eine vor Kitsch triefende, unerträglich laute und nachts in Dauerschleife laufende TV-Werbung für ein 5er-Pack Entspannungs- und Meditations-CDs enthält. Im Ernst: Panflöte. Wer hört denn sowas? Ich kenne zum Glück niemanden. Das hält doch kein Mensch aus… dachte ich.

    Seit einigen Tagen kenne ich persönlich jemanden, der sich zumindest im passenden Kontext an einer Panflöte erfreuen kann und bin sehr überrascht, dass es sich dabei um mich selbst handelt. Meine Schublade voll traumatisierender Flötentöne wurde von einem Herren mit dem Pseudonym LamatUuc ganz freundlich und unverhofft in den wachsenden Mülleimer der überflüssigen Vorurteile entleert. Es ist nicht das erste Mal, dass ich von LamatUuc höre und wer an meinen DJ-Sets gefallen findet, wird vielleicht auch schon von ihm gehört haben. Er kombiniert dubbigen Techno mit erdiger, zuweilen auch himmlischer Folklore und schafft dabei eine umschmeichelnde Lagerfeueratmosphäre mit gelegentlichen Zuckungen der Raumzeit. In seinen bisherigen Releases mäandert er gern zwischen Abstraktem und Konkretem hin und her, zeigt sich sowohl Süßem als auch Herzhaftem gegenüber sehr offen und würzt an der richtigen Stelle dezent mit einer Prise Psychedelischem.

    Die EP um die es heute geht, ist vor einigen Wochen auf Lump Records erschienen und trägt den Titel “Curación”. Sie umfasst zwei freundlicherweise gegen Spende erhältliche Stücke, die scheinen als würden sie Etappen einer sehr inspirierenden Weltreise dokumentieren. Der Titelträck erzählt von der Panflöte und ihrer zupfenden Freundin, die mich und mein zwitscherndes Krafttier, durch regennasses Blätterwerk stolpernd, auf eine Lichtung locken. Dort warten bereits zwei neckische Schamanen. Der Eine pfeift, der Andere singt. Oder ist der Eine ebenso der Andere? Es ist eine Zeremonie für uns vorbereitet und wir brechen zu einer geisterhaft albernen Klangreise auf.

    Wo auch immer die andere Weltreisen-Etappe lag, sie wurde offenbar auf dem Rücken eines unter Blitzblähungen leidenden Dromedars bewältigt. Rein rhythmisch ist gegen die Wahl dieses stark groovenden Transportmittels nichts einzuwenden. Doch sollte niemand das, angesichts solch widriger Reiseumstände zuweilen auftretende, Gejammer unterschätzen. Ich schließe mich der “Caravana” musizierender Mystiker an und lasse mich von ihren alten Liedern verzaubern. Sie entführen mich in hypnotische Traumwelten, heben mich in luftigste Höhen und lassen mich in die melancholischsten Tiefen fallen. Und so zerrt und presst der Sufi-Lachgas-Sound mein stolperndes Dromedar durch einen Riss in der Dünen-Matrix. Was dahinter wohl zu finden ist?

    Gute Heilung!
    Euer Baba

    LamatUuc – Curación
    Label: Lump Records

    Format: Digital
    Country: Chile
    Release Date: 16.09.2016
    Genre: Lagerfeuertechno


    Platte der Woche #310

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    23/10/2016 · Philipp · Kategorie: Platte der Woche ·

    Zine_CoverEndlich Sonntag und nun hat man auch ein wenig Zeit die neuen Wareneingänge seiner Plattenkäufe zu durchstöbern. Mein Highlight mit high-tight-Qualität dieser Woche ist die Neuveröffentlichung von Zine auf dem frischen Label Mind-Everest, welches mit dieser Jungfernauskopplung einen für mich sensationellen Labelstart hinlegt. Als Zine, ausgesprochen Sein (Lautschrift:[za͜in]-wollte schon immer mal Phonetik studieren) werden auch amateurhaft produzierte Zeitschriften bezeichnet, woher auch das Magazin seinen Namen hat. Schon mit dem Stück „Forever“ auf dem Jenaer Label „Row“ lässt sich keineswegs eine amateurhafte Produktionsweise erkennen, vielmehr überzeugt der Track mit einem deepen Klanggut das Auditorium und schmückt sehr häufig meine Sets vor allem beim Warm-Upping!

    Seine Debut-Solo-EP und meine Platte der Woche nennt sich M – E und füllt mit insgesamt fünf Songs die Rillen des Tonträgers. Super gelungen ist der Aufbau der EP, sodass die Scheibe als ganzes schön schnittig rüberkommt und mir ein Gefühl von einem Mini-Album gibt. Allzu häufig hab ich bei Solo-Ep`s das Gefühl, dass die besten und floortauglichsten Tracks einer gewissen Periode ausgewählt werden und wenig Raum dafür bleibt, den Zuhörer emotional zu berühren, fernab einer 4-Tracker Banger EP. Dazu gehört eben auch ein Intro, hier mit dem Titel „Kalata“ versehen, woraus schnell eine Affinität zu Detroit House und Chicago House zu Tage tritt bei zeitgleich warmen, sphärischen Ambientsound. Das Schmückstück dieser EP ist für mich zweifelsohne der Titel „Infine Healing“, welcher mit einem UK-House/808-Vibe und leichter Acid-Note besonderes Ohrenmerk verdient. XDB droppte dieses Stück bei der „Mosaic by Maceo“-Radioshow und auch auf diesem Wege wurde ich auf diese EP aufmerksam. Wenn wir schon dabei sind: Beide Veröffentlichungen von Zine standen auch im Hardwax, was als TÜV-Siegel elektronischer Musik schlechthin zu betrachten ist. Not bad- Gratulation! Ich bin gespannt was da noch kommen wird, auf jeden Fall sind schon 2cm meines Regals reserviert. An dieser Stelle sag ich einfach mal Weitermachen und ein nettes Tschau in die Runde.

    Einen gehobenen Sonntag Euch,

    der Gabriel von Solid Rotation.

    Zine  M – E 
    Label:- Mind Everest – Mind 1
    Format: Vinyl 12“
    County: Germany
    Genre: Electronic
    Style: House
    Realeased: 1. Oct. 2016

     


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